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Tagesbericht 2.8.2017

Wolli:

 

In der Früh wurden fast alle durch ein Gewitter geweckt. Es zog ein kleines Höhentief durch, dessen Größe sich aber umgekehrt proportional zur Lautstärke des Regens verhielt,- ähnlich wie die „Kids“ in unserem Camp. Nichtsdestotrotz starteten wir alle gutgelaunt in den Tag und die Piloten wenig später auf die Aufgabe. Die Kaltfront, die auch jenseits der tschechischen Grenze das Segelfliegen in „Germany“ wenig spaßig gestaltete,  beeinflusste auch im Tagesverlauf unser Wetter nach dem besagten Höhentief. Abschirmungen beeinflussten hier überwiegend die Aufgabe der Standartklasse. Die Tschechen punkteten dabei durch einen frühen Abflug.

Fabi „FH“ sah den Tag so:

„Der Abflug gestaltete sich heute in der Clubklasse sehr interessant. Zwei konkurrierende Pulks vor und hinter der Abfluglinie kurbelten um die beste Position. Niemand wollte der erste sein, der abflog.

Irgendjemand gab aber dann den Startschuss und die „Reisegruppen“ aus Deutschen, Polen und Franzosen setzten sich in Bewegung.

Der erste Schenkel war geprägt von Aufreihungen und sehr ordentlichem „Pressing“ der Polen, die sich unbedingt nach vorne absetzen wollten. Die erste Wende selber war etwas diffus, da der Bedeckungsgrad zunahm und die Steigwerte zu wünschen übrig ließen.

Auf dem zweiten Schenkel hatten sich die „Reisegruppen“ dann gesplittet. Die einen fanden den Norden, die anderen den Süden attraktiver. Der südliche Streifen schien zunächst deutlich besser zu sein, jedoch tat sich vor der Wende ein blaues Loch auf, dass es so gut wie möglich zu durchfliegen zu galt.

Kurz vor der dritten Wende hatten sich die Abstände aller Piloten wieder egalisiert und die Gruppen trafen sich erneut. Nun folgten zwei Aufwinde, bei denen das nötige Quäntchen Glück, welches man in der warmen Luftmasse durchaus brauchte, eine große Rolle spielte. Während die einen ihren Endanflug mit fast 5 m/s kurbelten, mussten andere im Endanflug zittern und sich den finalen „Bart“ mühsam und hart erarbeiten.“

Hilmars Kommentar: Alles in Allem ein sehr interessanter Flugtag, mit allen Höhen und Tiefen die unser Sport zu bieten hat. Die Bodencrew kam bei der OGN Liveverfolgung jedenfalls ordentlich ins Schwitzen und war  am Ende des Flugtages ebenso geschafft wie die Piloten ;).

Die Abstände der vorderen Platzierungen in den 3 Klassen sind eng, so dass für das deutsche Team weiterhin die begehrten „Treppchenplätze“ noch in Reichweite sind. Wir hoffen auf noch zwei gut fliegbare Tage.