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Tagesbericht 5.8.2018 Teil2

 

 Der gestrige Endanflug aus dem Cockpit von "IG"

 

 Dobrý den,

Gut, dass wir heute eine Ruhe- und Erholungstag haben, den sowohl Henning Schulte, der „Competition Director“ von der Weltmeisterschaft in Stendal 2020 (er informiert sich hier über die Organisation und unterstützt uns, wo immer es geht), wie auch Matthias Sturm liegen mit Fieber im Bett. Zum Glück konnten wir auf die „Apotheke“ von Charlie & Basti Bauder zurückgreifen. Sie haben uns diese nach der WM in Ostrow/PL netterweise für diesen Wettbewerb überlassen. Sie enthält eine große Bandbreite verschiedenster Medikament, die alle den Kriterien der „WADA“ (Welt-Anti-Doping-Agentur)entsprechen. Doping ist auch im Segelflug ein ernst zu nehmendes Thema, dem sich auch Teilnehmer an Qualifikation-und Deutschen Meisterschaften nicht entziehen können. National ist die „NADA“ (Nationale Anti-Doping-Agentur) zuständig.

Jeder kann unter https://www.nada.de/nc/medizin/nadamed/suche/ darüber informieren, ob ein Medikament auf der Verbotsliste steht. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind in der Diskussion. Hier gibt es die sog. „Kölner Liste“, in der man sich informieren kann: https://www.koelnerliste.com/

 

Aber zurück zum gestrigen Renngeschehen:

 Die Ergebnisse von gestern konntet ihr ja schon auf der Seite von „Soaring Spot“ nachlesen:

(könnt ihr überhaupt was erkennen?..also doch besser sofort die "richtige" Wertung anschauen!)

 

Wie ihr euch gut vorstellen könnt, sind sowohl Tobi wie auch Mario über die Wertung nicht ganz glücklich gewesen. Was war passiert? - hatten sie doch bis zum 2.Sektor super Schnitte hingelegt. Vielleicht reicht die Erklärung des heutigen Morgen doch nicht (gänzlich)??

 Schauen wir uns deshalb noch einmal die Wetterprognose von gestern an.

1.Die Konvergenz (Zone zusammenfließender Luftmassen, oft mit Schauer und Gewitterbildung) über dem bayrischen Wald, Fichtel- und Erzgebirge führte zu Schauern im Bereich nördlich und (süd)westlich des Aufgabenraumes.

 2. Die SkySight -Prognose zeigte für 17:00 eine Verminderung der Thermik (grün&blau)

 

 3. Das Satellitenbild von 17:00 (Endanflug) spricht Bände: Durch den SW-Wind wird der "Cirrenschirm" über die Strecke geweht und vermindert die Einstrahlung). Der rote Halbkreis markiert (sehr) ungefähr die Sektorgrenze)

Allerdings hatten alle Piloten fantastische Steigwerte bis zum 2.Sektor und kennen die 3 „Parameter“ für eine AAT (Assigned Area Task)

1.       1. Sektor maximal ausfliegen

2.       Nicht vor Minimalzeit die Aufgabe beenden

3.       Aufgabe im Zielkreis beenden (Zeitwertung)

 Jetzt versetzen wir uns einmal in die Situation unserer Piloten: Der Flug klappt fantastisch,- man möchte den schnellen Schnitt vielleicht noch etwas verbessern, hat unglaubliche Steigwerte, sieht nach vorne ins perfekte Wetter und fliegt nur noch „die eine, letzte Wolke“ vor dem Umdrehen an.  Beim Umdrehen sieht die Welt plötzlich ganz anders aus und die Erkenntnis, „dies war jetzt die eine Wolke zu viel“ blinkt sofort wie eine Warnleuchte auf. Aber nun liegen noch 170 km vor einem… und die Zeit tickt und tickt (vergleichbar mit einer Taxiuhr im Stau). 

 Andy Davis ging es genau anders herum, er dreht noch im guten Wetter um, denn er misstraute diesem zu guten Wetter und war deutlich vor der Zeit zu Hause. Also höchsten Respekt für die Gewinner, die es teilweise schafften, nur knapp über 3 Stunden den Zielkreis zu überfliegen.

Derweil scheint wieder die Sonnen vom blauen Himmel  und wir werden mal „chillen“ oder/und bereiten die nächste Woche vor.

 Morgen ist dann hoffentlich ein neuer „Renntag". Das gesamte Team wünscht euch schon Flüge über der Heimat! w#