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Tagesbericht 8.7.2019

Tagesbericht 7.7.2019

G`day,

Gestern Abend konnten wir noch einen stimmungsvollen Abendhimmel bewundern, der diesen schönen Tag quasi abschloss und Spaß auf den heutigen machte.(Heute schaff ich die Überleitung)

Heute sind unsere Piloten nun in der Luft (15:05), während die am Boden gebliebenen via life-tracking einen Eindruck vom Geschehen zu gewinnen versuchen. Dies in Verbindung mit Funksprüchen, die, je weiter unsere Teams vom Startflugplatz entfernt sind, umso spärlicher werden. Die Aussendarstellung des Segelfluges ist so kaum möglich. „Suboptimales“ OGN-Netz (OpenGliderNetwork) in Verbindung mit der Wahlfreiheit, eine „Online-Sichtbarkeit“ des Flugzeuges zu ermöglichen oder auch nicht, ist eine Kombination, die nicht zu Freude führt.

Die Strecken führen heute in die Bereiche der kleinen und großen Fatra, sowie der niederen Tatra, bis an den Rand der hohen Tatra.

Durch die Restfeuchte nach der herangezogenen Kaltfront und einen erneuten Feuchtevorstoß einer Hebungszone über Deutschland und Polen, hatten wir heute morgen die Möglichkeit von Ausbreitungen angesprochen, die zum Glück ausgeblieben sind. Allerdings weisen die teilweise unscharf abgegrenzten Wolken auf einen mittelstarken Wind und eine lange Verweildauer  der (auch z.T. inaktiven) Wolken hin. Klar, dass es dann unseren Piloten nicht leicht fällt, die starken Aufwinde zu selektieren.

 Hier die Vorhersage für den BodendruckQuelle: Top-Meteo

Nun der sprichwörtliche Blick aus dem Fenster um 15:04. Im Süden erkennbare „Cirren“ (Schleier-Wolken im Bereich von 9000m) der gestrigen Wetterfront, die nun  leicht rückläufig ist als okkludierte Warmfront.

Durch die durchaus komplexe Wettersituation hatten wir heute morgen an einen Spruch des Meteorologen und  Mental-Trainers Hermann Trimmel erinnert, der einmal sinngemäß sagte:

Die schwache Thermik zu Beginn ist gewiss, der Ausgang des Tages (und Wetterentwicklung) allerdings ungewiss. Dies war als kleiner Vorschlag gedacht, die Abflugzeit nicht nach hinten zu überreizen.

Heute scheinen wir u.a. von Leeeffekten des Erz-und Riesengebirges zu profitieren und einem leichten Hochdruckenfluss. Diese beiden Effekte scheinen die Ausbreitungstendenz zu bremsen. (zumindest ist dies meine Erklärung)

Die Staubewölkung an diesen Wetterhindernissen zeigt gut das Satellitenbild von 15:30:

Nachdem nun alle gelandet sind, die Flugzeuge gesäubert und eingepackt, die „kleinen“ Wunden geleckt, ein Sportprogramm eingeschoben und das Abendessen vorbereitet ist, wird es Zeit, einen Blick auf die Wertung zu werfen:

https://www.soaringspot.com/de/20th-fai-european-gliding-championship-2019-prievidza-2019/results

Heute hatten sowohl die 15m -Klasse sowie auch die 5B einen Tiefpunkt im  Bereich des 1. Wendepunktes, was einige Zeit gekostet hat. Uwe und Robby haben insgesamt die Aufgabe am saubersten gelöst. Im Moment kreisen die Gespräche um die guten Aufwinde, die verpassten Chancen, krasse Auf- und Abwinde, tolle fliegerische Erlebnisse und ich könnte mir vorstellen, dass nach einigen Gläsern guten Rotweins die Dramatik noch zunimmt. Da wollen wir dann lieber nicht mehr zuhören und verabschieden uns bis morgen mit den herzlichsten Grüßen, eurer Team German.

P.S. Als einen klitzekleinen Beitrag zur Nationenverständigung schaut heute Abend das österreichische Team einen Film in unserem Shelter: