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Hi …11.7.2019

Guten Abend liebe Sportsfreunde,

nein, wir sind nicht in Zwickau. Also müsste es halbwegs korrekt heißen: „Dobrý večer, milí športoví fanúšikovia“. Willkommen in der ersten Reihe der EM-Arena. Heute wird  es wieder sehr spannend, zumal Jan Horak, der tschechische Meteorologe (und gut bekannt aus den letzten Meisterschaften in seinem Land) in seinem typischen Humor beim Briefing ungefähr formuliert: „Tomorrow the weather will be not so good, enough time to bring back your gliders from Hungary“. Dementsprechend wurden auch sportliche Aufgaben ausgeschrieben, die in allen Klassen deutlich über 400 km lagen. Bei der (wieder einmal) Trog=Tiefdruck beeinflussten Wetterlage ein ambitioniertes Vorhaben.

So baute sich dann direkt nach der Abflugfreigabe der 15m-Klasse ein Schauer im Bereich des 1. Wendepunktes hinter dem Tal von Trencin auf.  Dieser schien für die ganz früh Abgeflogenen ein weniger großes Problem zu werden (eine übrigens falsche Annahme, wie sich später herausstellt).

Quelle: https://www.rainviewer.com

Aber zuerst einmal zu der Phase vor dem Start. Da war etwas Zeit für mehr oder weniger nützliche Wetterinfos, etwas Small-Talk, sowie  zu einigen Fotos unseres Teams: 

Von oben links nach rechts: Krümel, Franziska, Robby, Basti, Jan, Freddy, Uwe und Felix

Hier präsentieren Jan und Freddy stolz die tollen neuen 15m Winglets des Ventus 3 „IYB“ (Juniorenförderflugzeug). Danke für das Sponsern dieser „Ohren“ an Schempp-Hirth und DAeC/Segelflug).

So, jetzt kommen wir zu unserem „Arbeitstag“.

Die 15m-Klasse hatte augenscheinlich ein Thema mit obigem - rot markierten -  Schauer, der einen  südlichen Umweg vor dem ersten WP erforderlich machte, während die „Kollegen“ anderer Nationen schon auf dem Weg nach Süden waren.

Wir werden heute Abend sehen, wie sich dies auswirkte. Momentan hat es gerade einen kurzen, aber  heftigen Regenschauer am Platz gegeben, vielleicht einmal Gelegenheit, auf das aktuelle Satellitenbild zu schauen.

Quellen: TopMeteo, https://www.rainviewer.com

Wie es immer so ist  „spinnen“ die am Boden Gebliebenen die „übelsten“ Theorien von den Bedingungen in der Luft und warum „ihre“ Piloten dies und jenes wohl machen und natürlich, wie es viel besser zu machen gewesen wäre. So auch heute und nach der Landung relativiert sich einiges und nur die Analysen der IGC-Files mit den entsprechenden Wetterinfos lassen dann ein besseres Bild entstehen. Last but not least bildet die Wertung die Realität ab.  Wie jeden Tag seht ihr diese bei soaring spot.

Insgesamt wieder ein sauberes Ergebnis unseres Teams – der Teamcup geht (hoffentlich nur kurzzeitig) an die Tschechen, die natürlich hier quasi ihr Heimrevier haben und dies auch mal grad zeigen. Für die polnischen Kollegen gilt ähnliches.  Wie soll ich jetzt die Engländer hier einordnen?..Hmmm

Naja, um einmal das schmale Brett der Segelfluganalyse zu verlassen:  Ein kleiner abendlicher Fahrradausflug führte mich in das Eldorado hiesiger Ferien-und  Freizeitkultur. Den ein oder anderen Euro muss man schon lassen, aber sehr schön und eindrucksvoll. Oberhalb des Schlosses ensteht ein ganzes Areal mit Mountainbike-Trails, Fitnessbereichen, Vergnügunsbereichen und Gastronomie. Highlight ist ein Kletter- und  Aussichtskomplex mit integrierter Rutsche.

Morgen rutschen wir dann in den Pfützen aus, dann stimmt zumindest eine der Annahmen von  Jan Horak, denn zum Glück ist niemand in Ungarn außengelandet.

So long, herzlichen Gruß, eurer Team Germany!