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Wieder "kleben" die Franzosen an den Leitwerken unseren Piloten sowie die "M7" aus Litauen.

Wann belohnen wir endlich individuelles Fliegen?

Max (aus F) will Jan anfunken. Claire (eben auf dem Bild) holte grad unsere Frequenz)

Also doch "good sportsmannship"

Max (FM) will mit den Polen jetzt/früh, teilte er über Funk Jan eben mit.

Das habe ich selten erlebt, das solche Informationen ausgetauscht werden!!! Respekt!!

In der Region Nitra ist es schon entwickelt! (Wenn auch mit SC drüber)

Was ist eure Empfehlung zum Abflug?

Aufgabe, Bodenprognose, Radarbild
Quelle:TopMeteo, http://www.shmu.sk/sk/?page=65

Dobré ráno, dnes je posledný deň ocenenia, guten Morgen, heute ist der letzte Wertungstag!

Heute mal der Versuch aktueller Berichte!

Der Tag beginnt wie immer mit einer WhatsApp der Sportleitung:

Der weitere Tagesablauf ist dann vorgegeben: Vorbereitung des Teambriefings, Frühstück nebenbei, Teambriefing ca.10:30, danach geht`s schon an den Start. Heute wurde um 11:00 noch ein Gruppenfoto aller Mitwirkenden geschossen.

Teambriefing,-von links nach rechts: Andreas, Jan, Rainer, Charly, Felix, Krümel, Tina, Uwe, Freddy

Bei unklarer Wettersituation, einmal wieder mit einer eingelagerten Störung/Konvergenz und Schauermöglicheit, ist es (wie immer) spannend.

Um 11:55 geht der erste Schlepp raus.

Ziel ist es heute, die bestehenden Platzierungen abzusichern und wenn möglich auszubauen. Hier einaml die Bodenwetter-Prognose für 12 UTC und die Aufgaben.

Quelle: TopMeteo

Hallo nach Deutschland,

heute starten wir einmal mit unseren Sponsoren. Ohne Unterstützung geht es nicht, das wissen wir ja alle. Wie werden in einem gewissen Rahmen von unserem Verband unterstützt, d.h. letztendlich auch von DIR (wenn du im DAeC bist). Dankeschön!

Darüber hinaus möchten uns herzlich für Unterstützung bedanken bei:

Um nun elegant zum Tagesgeschehen überzuleiten, was an Spannung kaum dem gestrigen Tag nachstand, müssen wir euch eine brisante Neuigkeit verraten:

Unsere österreichischen Nachbarn um Gnom-Jäger Alex und Herbert  Pirkerr (wir berichteten bereits) nutzen anscheinden die dunkle, von Wolfsgeheul begleitete  Mondfinsternisnacht, um ihren Gnom loszuwerden. Meine Recherche ergab zwischenzeitlich, dass das Paarungsverhalten  wissenschaftlich ungeklärt und auch die Geschlechterdiffernzierung  sehr schwierig ist. Also erlaubt mir, wenn ich weiterhin von „dem Gnom“ (kleiner Berggeist) spreche.

Also kurz gesagt, er ist bei uns!

Genauer gesagt bei „Krümel“, dem sogleich heute diverse Missgeschicke passierten.

  • Nach dem Start Mückenputzer abgefallen
  • Krümel entschied sich zur sofortigen Landung
  • Bei der Landung Flächenschleifsporn verloren
  • Nach dem Wiederstart blockierte das elektrische Fahrwerk
  • -> erneute Landung, Anhänger holen, aufbocken (Gnom um Mitarbeit bitten), erneut starten
  • Nach der Landung war dann das Rad platt

Hier ein fotographischer Beleg der Misere:

Da Gnome besonders reiselustige Kerle zu sein scheinen, - wer weiß, ob er sich nicht irgendwo im Anhänger versteckt (vielleicht in Krümels)  ..und demnächst auf der Alb sein Unwesen treibt.

Vielleicht werden wir ihn aber vorher z.B. an die Tschechen los.

Wer ruft denn jetzt gerade: Gibt’s noch was anderes vom Tage zu berichten? Ach du.. OK

  1. Wetter: Unser Bereich sollte von einer schwachen Warmfront gestreift und dann von einer Konvergenz beeinflusst werden.

Quellen: Wetterzentrale.de, TopMeteo, DWD

Das Thermikende  wurde gegen 17:30 erwartet .

Erwartungsgemäß schrieb die Sportleitung Gebietsaufgaben (AAT`S) von 3 h Dauer auf.

Es ging zuerst Richtung Tribec/Zobor/Nitra, dann Richtung Fatra. Dann nochmal zum Endanflug über den Süden ausholen (S-SO Nitra).

Im Teambriefing diskutierten wir verschiedene Task-Variationen, die sich allerdings mehr oder weniger zwangsläufig aus der Topographie ergeben.

Nach dem Start um 11:15 waren die Steigwerte recht schwach. Nach Abzug des Cirrenfeldes (interpretierten wir als die schwache Warmfront), klarte es erst einmal auf und es bildeten sich Cumuluswolken, die sich im Norden schnell zu CuCongestus entwickelten. In Richtung des südlichen 1.Sektors erfolgte die Entwicklung noch zögerlich.

Uwe entschloss sich dennoch für einen frühen Abflug, 4 Minuten später gefolgt von Felix.

Die Fliegerei in einer „Reisegruppe“ minimiert erfahrungsgemäß die Risiken und erhöht die Chancen.

Von Krümels Gnom beeinflussten Multistarts abgesehen, kamen alle anderen mit einem Start aus.

Die 15m-Klasse absolvierte ihr Task dann größtenteils mit Krümel. Dicht gefolgt von dem Team aus Frankreich. Louis Bouderlique, Weltmeister 2016 in Litauen, sagte, angesprochenen auf die OBH-Taktik (oben, hinten) sinngemäß: „Stallorder von Erik“.

Im weiteren Tagesverlauf machte sich die Störung dann doch bemerkbar und wir wurden von Schauern umzingelt. Bis nach den Landungen blieb es aber größtenteils trocken.

Hier das Radarbild von 14:05

Quelle: http://www.shmu.sk/sk/?page=65

Insgesamt war es dann ein guter Tag für unser Team. Uwe und Felix waren nur bedingt zufrieden.

Robby`s IGC-file sah dann unseren morgendlichen Überlegungen ziemlich ähnlich.

Euch eine gute Nacht, Euer Team Germany

 

Hallo liebe Segelfluggemeinde,

heute habe ich kaum Zeit, da sich die Ereignisse überstürzen. Ich halte mich deshalb auch etwas kürzer.

Gestern Abend war ja „international evening“, immer ein Ereignis von besonderer Wertigkeit.

Hier eine kleine Collage. Davor noch eine Impression des gestrigen Fluges aus dem Cockpit von“Y4“

Heute war und ist eine brisante Wetterlage:

Bei geringen Luftdruckgegensätzen und schwachen Winden sollte uns eine Konvergenz überqueren, deren Intensität schwer abzuschätzen war. Die wieder ambitionierten Aufgaben betrugen AAT`s (Gebietsaufgaben) von 3 h.

Im morgendlichen Teambriefing diskutierten wir dann die von den Prognosen für realistisch gehaltenen Varianten sowohl vor, als auch nach der Konvergenz zu fliegen. Letztere Variante bot aber nicht kalkulierbare Risiken.

Nach dem Abflug der Club-und Std-Klasse zog es  rasant schnell zu, - alle kämpften ums Überleben.

Die früh Abgeflogenen schienen erst einmal auf der Sonnenseite des Lebens zu sein. Nach kurzer Zeit begann es zu regnen, wie das Regenradar zeigt.

Quelle: http://www.shmu.sk/sk/?page=65

Einige aller Klassen landeten wieder am Flugplatz. Unter anderem auch der Gesamtzweite in der 15m Klasse Radek Krejcirik, der nach dem Schauer wieder startete.  Andere landeten in unmittelbarer Nähe außen.

Für uns war klar: Es wird auf jeden Fall auf dem Flugplatz gelandet. Nur dann gibt es eine erneute Startoption. Die Optik beim Start der 15m-Klasse und zum Zeitpunkt der Wiederlandungen war ziemlich „bescheiden“.

Wetter zum Start der15m-Klasse, zum Zeitpunkt der Wiederlandungen und um 17:35 nach Durchzug der Konvergenz.

Unser 15m-Team ging um 14:45 erneut auf den Parcours, nach zahlreichen Versuchen, die allesamt wegen fehlender Optionen im 1.Sektor nicht zu realisieren waren.

Jetzt, um 17:43, sind Freddy und Jan im Endanflug, Basti kurz vor dem letzten Sektor. Er hatte einen etwas anderen Weg fliegen müssen.

Jetzt ist schon klar, dass Felix einen super Flug hatte und den 2.Tagesplatz erflogen hat. Tom Ascott konnte sich noch vor ihn setzten und wir werden später die Flugwege analysieren.

20:01: Aktualisierung siehe unten. So schnelllebig sind „screenshots“. An dem super Flug von Felix ändert das natürlich nichts.

„Y4 and IYB 10 K“ tönt es um 17:47 aus dem Lautsprecher in unserer Zentrale. TOP!

Wenn Basti da ist, werde ich mal etwas Sport machen, bevor die Ergebnisse analysiert und der Blog fertig gestellt wird.

20:02

Mir fehlen die Worte. Nicht nur, dass Schreiben doch anstrengender ist, als man(n) denkt und es gar nicht genug (weiße :)) Schokolade gibt, um die Kohlenhydratreserven auszugleichen. Da letztere gerade aufgebraucht sind, müsste ich meinen Dienst leider einstellen. Nein, mir fehlen die Worte auch wegen der sensationellen Leistungen dieses Tages:

  • Jan Omsels, Freddy und Basti (leider gehandicaped wegen seiner Flächenbelastung) fliegen nach dem Schauer um 14:45 ab und Jan schloss den Tag mit einem Tagessieg ab.
  • Adrien Henry flog um 15:16 ab, nachdem er zuvor am Flugplatz gelandet war und sicherte sich den Tagessieg mit über 100 Punkten Differenz zum Tageszweiten. Da sagt mal einer, Segelfliegen sei langweilig.
  • Das Clubklasse-Team aus GB kämpft sich aus Außenlandehöhe wieder hoch und festigt seine Positionen unter den Top 3.
  • In der Standardklasse gibt es auch einen Abflugkrimi, aus dem letztendlich die Tschechen und der Däne Filip Bojanowski als Sieger hervorgegangen sind.
  • Unsere betreuenden Team-Mates Andreas, Annik, Brigitte, Charly, Franzi, Jasmin, Lars, Manfred, Peter, Pia, Steffi, Tina, Ursus und Winnie & Julius machen hier den weltbesten Job, um uns zu maximaler Performance zu bringen. So, wo ist die Schokolade…????

Lieben Gruß und gute Nacht, euer Team Germany

Hallo,

ein neuer Tag im Thermikparadies Slowakei.

Gestern wurde es nachts noch dunkler als sonst, die Tatra Wölfe heulten und der Mond verfinsterte sich!

Heute sieht „Crocodile Dundee“ Alex die Situation locker, ist aber zusammen mit Gnom-Jäger Herbert Pirker auf alle Eventualitäten weiterer Vollmondnächte vorbereitet.

Dabei ist seine Vorsicht bestimmt unbegründet, aber wer weiß schon, schließlich sind die Karpaten auch nicht weit weg.

Die Tatra ist ein eindrucksvoller Höhenzug und zählt zum Nationalpark „Hohe Tatra“.

Ca. 200 - 300 Wölfe leben in der Slovakei, neben Bären, Luchsen und zahlreichen anderen Tierarten

Quelle: „Zauberberge - Die Wildnis der Hohen Tatra“

Heute Morgen strahlte wieder die Sonne, nur unterbrochen von früh einsetzender Konvektion und Feldern aus Cirrus-Wolken.

Der morgendliche Himmel beim Start um 11:15

Die Kollegen vom Tschechischen Wetterdienst sehen dann die Sache auch recht positiv:

Quelle: http://flymet.meteopress.cz/meteogram/PRIEVIDZA.png

Allerdings soll die Temperatur im Bereich von 850 hPa ansteigen, sodass sich durch diese Warmluftadvektion die Thermik verschlechtern sollte.

Nach dem frühen Start hört sich Uwe optimistisch an (11:47):

„Gute Sicht über 50km, klare Luft, homogene Bedingungen, Basis allerdings erst 1850 m“

Die aktuellen Prognosen zeigen dann allerdings eine späte Entwicklung, gerade im Bereich der ersten Wendepunkte der 15m- und Standartklasse.

SAT-Bild 09:30 UTC und Prognose für 12 Uhr UTC mit der Aufgabe der 15m-Klasse.

Quelle: TopMeteo

Um 13:55 sind alle abgeflogen. Die Clubklasse mit dem 3. Abflug um 13:53

Vor ein paar Tagen haben wir von einer „suboptimalen“ Aufholjagt des britischen Teams berichtet, heute spielt sich anscheinend das Gegenstück ab. Uwe flog kurz nach Tom Ascott und G Dale ab. Nach kurzer Zeit hatte er sie quasi eingeholt, befand sich aber in einem anderen Höhenband und erwischte nicht das gute Steigen der Beiden Oberen.

Hier einmal die Sequenzen des Fluges bis zum letzten Wendepunkt. Uwe verfolgte dann zum 5. Wendepunkt eine andere Taktik als alle anderen. Wünschen wir ihm das da noch einige km/h drinstecken.

Aber es fliegen ja drei Klassen hier in Prievidza!

Rückschlüsse aus dem Tracking zu ziehen ist nur bedingt möglich, sind doch nicht immer alle zu sehen. Unser 15m-Team aus Basti, Freddy und Jan scheint gut dabei zu sein.

Ist „FM“ doch schneller? De JS3en scheinen immer noch ein wenig schneller unterwegs zu sein.

Die Standart-Klasse ist „traditionsgemäß“ wieder still und so gut wie nicht in meinem Tracking präsent. Dies ist umgekehrt proportional zu ihrem Erfolg. Stille Wasser sind halt tief!

Heute Abend ist internationaler Abend, sodass wir den Blog bis dahin fertig haben wollen.

Die Wertung wie immer unter:

https://www.soaringspot.com/de/20th-fai-european-gliding-championship-2019-prievidza-2019/results

Einen Herzlichen Glückwunsch für Basti und seinen 3.Platz vor Sebastian Kava!!!

Also heue ein kurzes Schlusswort.

Tschüss & bis Morgen, Wolli

dobrý večer,

Guten Abend!

So war gestern Felix` Aussicht auf die Hohe Tatra und Wendepunkt 1 kurz vor Zakopane.

Heute hing die gestiegene Spannung buchstäblich in der Luft. Der Himmel war nicht mehr so klar wie am Tag des „Dreiländerfluges“, sondern milchiger und verwaschener. Dabei sind die Taupunkte (am Taupunkt beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 % und die Luft ist mit Wasserdampf gesättigt) von 7 auf 10 Grad gestiegen, sodass die Basis (Wolkenuntergrenze) heute deutlich niedriger sein wird als gestern. Berichtet wurde dann von 1800 bis 2000m.

Ein Protest der Litauer gegen einen tschechischen Piloten wegen eines Verdachtes auf Wolkenflug vor dem Abflug war gestern Abend von der internationalen Jury aus formalen Gründen abgewiesen worden. Der Protest und die sich daraus ergebenden Diskussionen zeigen das Bewusstsein und offenbaren die Sensibilität aller Piloten für sicherheitsrelevante Fragen. Man kann sie aber auch als eine Art Barometer für die gestiegene Anspannung hier in Prievidza werten.

Dabei ist hier alles sehr professionell, fair und gut organisiert und läuft in allen Bereichen in freundschaftlicher Atmosphäre ab.

Das beim Camping benachbarte Team aus Österreich hatte einige Probleme in den letzten Tagen und hat heute endlich den Urheber für das Ungemach in ihrem Team ausgemacht: Einen Gnom!

Herbert Pirker, Erfinder der legendären Mückenputzer, beschädigte bei einer Außenlandung kurz vor dem Flugplatz seine Maschine und kann nicht mehr mitfliegen. Der sehr gut und individuell fliegende Paul Altrichter musste einmal „zu den slowakischen Kühen“. Alex (im Bild rechts) fand seinen Wagen abgeschlossen vor.

Gnome, das habe ich jetzt einmal nachgeschaut, sind kleine Berggeister, die obwohl klein und unscheinbar, so manche Tricks auf Lager haben. Inwieweit sie sich auch in Maisfeldern hier in der Region rumtreiben, kann ich allerdings nicht mit Gewissheit sagen.

Alex kam gerade vorbei und teilte mir mit, dass „sie“ ggf. aus Frankreich gekommen sei, zusammen mit Herberts ASG 29. Also eine Gnomin. Das macht’s nicht einfacher!

Kommen wir nun einmal zu den Aufgaben. Klar, dass nach der gestrigen Tour eine kleinere Variante des „Slovakia from the air“ hermusste. So einigten sich die Tasksetter auf „kleine“ 400 km-Jojos entlang der uns schon bekannten Höhenzüge.

Beim täglichen Briefing der Team Captains wurden die auch schon anfangs von uns vorgeschlagenen Sicherheitsaspekte nach erneutem Vorstoß des Schweizer Teams implementiert:

  • Einführung einer maximalen Abflughöhe
  • Einführung einer maximalen Abfluggeschwindigkeit
  • Erweiterung des Zielkreises auf 4 km
  • Erhöhung des Zielkreises von 50 auf 150 m über Grund

Dies wird auch bei den gestern beschriebenen Abwindzonen im Endanflug die letzte Flugphase entschärfen und sicherer machen. Allerdings drohen bei Unterschreitung der Minimalhöhe Strafpunkte bis zu einer reinen Streckenwertung, wenn die Unterschreitung mehr als 100 m beträgt.

Die Wetterlage ist heute eher insignifikant. Weder Fisch noch Fleisch. Ein Feuchtfeld im Nordwesten. Luftdruck im Bereich der sogenannten Standardatmosphäre von 1013 hPa. Dabei herrscht am Erdboden eine Temperatur von 15 °C und ein Luftdruck von 1013.25 hPa vor. Die Lufttemperatur nimmt in der Troposphäre mit 0,65 Kelvin pro 100 Meter Höhenzunahme ab. Schauer sind möglich.

Hier einmal das Satellitenbild unseres Sponsors „TopMeteo“ von 13:00 CEST (CentralEuropeanSummerTime).

Hier erkennt man den Schauer, sowie kompakte Bewölkung ca. auf einer Linie Nitra - Martin.

Ein schwer vorhersehbarer Wettermix, der eher zur Vorsicht rät. So bildete sich relativ schnell ein Schauer zwischen Prievidza und Nitra, der sich dann aber auflöste und nicht nachhaltig störte. Die Webcam des Flugplatzes Nitra zeigte dann auch recht gute Bedingungen.

Heute Abend bleibt leider festzustellen, dass die Rückschlüsse aus den Wettermodellen entweder komplett verkehrt oder die Rückschlüsse richtig und die Modelle verkehrt waren. Wie man es dann dreht und wendet - es hat nicht gestimmt! Es lockerte abends auf und einige hatten ihren besten Bart querab vom Flugplatz kurz vor dem Endanflug.

Unsere Piloten haben dann auch heute nicht lange „gefackelt“ und sind zeitnah abgeflogen.

Allerdings sahen sie sich schon auf dem zweiten Schenkel mit einem Schauer konfrontiert (siehe unten), der so nicht bestellt war.

Quelle: http://www.shmu.sk/sk/?page=65            Webcam Nitra

Das Wetter wurde aber nur kurzzeitig schwierig und schon in Nitra zeigte die Webcam fast ungestörte Bedingungen.

Die Funksprüche von allen waren nicht nur positiv. Das Wort „Regen“ war des öfteren zu hören.

Letztendlich waren aber alle gut auf dem Weg nach Norden und zum vorletzten Wendepunkt unterwegs. Bitte entschuldigt die verschiedenen Zeit-Dimensionen. Ich schreibe sowohl einiges während der Flüge, anderes natürlich abends. Aber Zeit und Raum ist ja eh relativ.

Jan scheint in der 15m-Klasse einen sauberen Streifen geflogen zu sein. Leider sieht man ihn nicht im „Glider Tracking“:

 http://egc2019sk.onglide.com/current-day.xml

Robby und Krümel sehen wir auch nicht im Tracking. So fällt die Berichterstattung nicht leicht, zumal auch nicht viel geredet wird. Das übernehmen dann die anderen, vor allem in der 15m-Klasse. So fühlen wir uns am Boden auch nicht so einsam. Wetter und taktische Infos versuchen wir situativ und/oder nach Abfrage zu geben.

Ein einsames europameisterliches Rennen führt uns Uwe mit seiner LS3 vor. Respekt!

Um 16:15 ist er fast schon im Endanflug. Noch ca. 69 km stehen auf seinem Rechner. Allerdings lässt das Steigen wohl nach. Warmluftadvektion machen wir dafür verantwortlich.

Auch hier lag ich falsch, hier kommt nämlich der abendliche 4m-Bart ins Spiel.

Jan meldet sich mit nur noch 1,5 m. Er befindet sich auch schon auf dem Sprung in den Endanflug.

Freddy's  Situation mit 105 km/h laut Tracking ist auch im grünen Bereich. Fast gleichauf mit den Franzosen. Jan hat 400m+ auf den Zielkreis. Radek, „ZE“, scheint ihn eingeholt zu haben.

„Doch zu defensiv geflogen“, meldet Jan.

Aber eine sensationelle Rutsche, die er da hingelegt hat!

Die Wertung wird’s später zeigen.

Life-Tracking der 15m-Klasse auf dem Weg zum 4. Wendepunkt.

Ihr werdet die tollen Ergebnisse ja schon gesehen haben.

Uwes Tagessieg und Jans Platz 3 und auch alle anderen sind super dabei!

Jetzt um 20:55 neigt sich der Tag dem Ende zu. Wir haben alle zusammen nett gegrillt, jetzt noch den Blog ins Netz (Tina, Andreas und Felix schauen nochmal, ob sie Fähler finden). Dann geht`s zum Zähneputzen (7 min) 🙂

Viele Grüße, bis Morgen, euer Team Prievidza

15.07.2019

Hallo & guten Abend nach Deutschland,

der Tag steht ganz im Zeichen des „Dreiländerfluges“.

Schon toll, was luftraumtechnisch mittlerweile alles möglich ist (und hoffentlich bleibt).

So sah es heute Morgen aus.

Heute liegt die Slowakei und der Ostteil der Tschechischen Republik unter schwachem Hochdruckeinfluss.  „Hammerwetter“ ist angesagt: Gute Luftschichtung, geringe Ausbreitungstendenz, gute Sicht und nur mäßiger Wind. Keine Wetterbösewichte in unserem Bereich, Wolkenbasis über 2000m, - was will das Segelfliegerherz mehr.

Jan Horak, tschechischer Chefmeteorologe, benutzt seine “Heimatseite“, die wieder heute absolut richtig liegt und auch die Cirren (Cirruswolken) am Abend gut prognostizierte:

Quelle: http://flymet.meteopress.cz/meteogram/PRIEVIDZA.png

So scheute sich die bisher sehr souverän, kompetent und sehr freundlich agierende Sportleitung nicht, für alle Klassen Strecken über 500km auszuschreiben:

Dabei ging es wieder über fast alle kleinen und größeren „Hügel“ mit Wendepunkten auch in Polen und Tschechien. Dies ist für die Piloten eine sehr interessante, aber anspruchsvolle Herausforderung, sind doch im Norden nur wenige Außenlandemöglichkeiten verfügbar.

Naturgemäß lässt sich über die großen Aufgaben in der Kürze am wenigsten schreiben. Zumindest, wenn alle noch in der Luft sind.

Wir hatten ja schon angemerkt, dass in der nun angebrochenen zweiten Phase des Wettbewerbs taktische Elemente zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Dabei ist auch hier das Quäntchen Demut (mir fällt grad kein anderes Wort ein) wichtig, denn alle können hier gut performen. Auch bisher souveränen Teams fällt es nicht immer leicht, alle anderen von hinten „aufzurollen“, was ja immer noch gängige Taktik ist. Dies wird bedingt durch Wertungsformeln und Abflugregeln, die individuelles Fliegen nicht gerade belohnen. Momentan gibt es, auch aus Sicherheitsaspekten, zahlreiche Ideen, um dies zu ändern. Bis diese Änderungen Eingang in das internationale Regelwerk gefunden haben, werden allerdings zahlreiche Piloten/innen das Wettbewerbsfliegen an den sprichwörtlichen Nagel gehängt haben.

Nun aber wieder zum Geschehen. Wenn auch, wie gestern gesagt, nach der Landung alles in einem anderen Licht erscheinen kann, hier ein Beispiel für taktisches Kalkül, das einmal nicht funktionierte. Durch Uwes Team-Mate Peter haben wir in der Clubklasse die beste OGN-Visualisierung (und deshalb dieses Beispiel):

Szenen einer (versuchten) Aufholjagd:

Gestrige Situation: G.Dale aus GB liegt mit 35 Punkten hinter Uwe Wahlig.

Welche taktischen Möglichkeiten zur Wahl des Abflugzeitpunktes bieten sich an? Was traut man sich und dem Wetter zu?

  • „Kurz“ hinter Uwe und Felix abfliegen?
  • In Anbetracht der großen Aufgabe im mittleren Segment der Klasse abfliegen und auf Chancen während des Fluges setzen? Außerdem gibt es ja noch 5 Wertungstage...
  • Gar nicht abfliegen? Landen & Baden gehen?

An Baden dachten die beiden angesichts der Wolkenoptik naturgemäß nicht. Das britische Team flog 10min später ab und holte durch eine geschickte Streckenwahl über den „Riegel“ und die große Fatra schnell auf. Allerdings schafften sie es nicht, die Vorderen einzuholen und büßten letztendlich wertvolle Punkte in der Titeljagd ein. Jetzt wäre ihre heutige Geschichte interessant zu hören.

Hier das „online Tracking“ der Clubklasse mit Markierung von „2A“ Tom Ascott. Er ist nicht im „Flarm-Net“ registriert. Sein richtiges Kennzeichen ist „768“.

Ich hoffe, dass euch dieser kleine Einblick in das Tagesgeschehen etwas von der Atmosphäre hier vermitteln kann.

Die Wertungen gibt es wieder unter https://www.soaringspot.com/de/20th-fai-european-gliding-championship-2019-prievidza-2019/results

Robby erflog einen Tagessieg! Uwe liegt auf dem 2. und Krümel auf dem 3. Tagesplatz.

Herzlichen Glückwunsch (auch an alle Anderen).

Noch ein spezielles Wort zu Endanflügen. Viele Piloten benutzen neben der Ankunftshöhe die Gleitzahlanzeige als ergänzende Info zur Endanflug-Kalkulation. Was meint ihr, mit welchen Gleitzahlen segeln unser Piloten hier in den Platz?

  1. 40
  2. 30
  3. 20
  4. weniger als 20
  5. mehr als 40

Die richtige Antwort findet ihr unter www.secrets/daec.de

Wer hätte gedacht, dass Krümel heute mit einer 19er Gleitzahl angeflogen ist? Lee-Effekte, die wir nicht wirklich durchschauen, werfen jede „normale“ Kalkulation über den Haufen. Wer rechnet schon damit, dass 600m Reservehöhe einfach „davonlaufen“

Heute träumt ihr bestimmt von langen Endanflügen in ruhiger Luft. Hoffentlich streut das Sandmännchen nicht Sand auf die Flächen.

Beste Grüße nach Hause, euer Team Germany

Hallo in die Heimat,

nach zwei Ruhetagen geht`s endlich weiter!

Hier noch einige Eindrücke vom gestrigen "slovak evening", den wir alle sehr genossen haben. Den "Folklore-Tanzkurs" in der Gruppe - zu dem einige (auch ich natürlich) - "zwangsverpflichtet" wurden, fanden wir zuerst recht spaßig. Nachdem es aber über 5 Runden ging, mit immer neuen Schrittkombinationen, hatten letztlich mehr die Zuschauer ihren Spaß.

Heute war der Tag der spannenden Endanflüge:

“Km 20 mit 60 plus bei 1.5“ sagte eben Krümel (15:42, = 60m Sicherheit bei der Entfernung von 20 Kilometern auf den Zielkreis, der einen Radius von 3km hat, bei 50m Mindesthöhe über der Flugplatzhöhe und einer Geschwindigkeitseinstellung nach dem Amerikaner Paul McCready von 1.5).

Das ist ausreichend, bietet aber keine Reserve, wenn die Luftmasse plötzlich sinkt oder/und es plötzlich regnet. Zum Glück hörten sich die nachfolgenden Funksprüche (mit leichtem Variometerton im Hintergrund) positiver an...steigt, steigt 0.5, ...puuh)

Die 15m Klasse ist momentan (15:45) von dieser Traumvision noch einiges entfernt. Basti ist gerade bei km 40 außengelandet. Freddy und Jan kämpfen ums Weiterkommen, während schon einige zu Hause sind (wer weiß, ob mit oder ohne Turbine?).

Viele von uns kennen aus Wettbewerbssituationen die langsam in das Bewusstsein tröpfelnde Erkenntnis, ein paar Minuten zu spät abgeflogen zu sein. Hätten wir doch…

Aber da dies erst die Wertung zeigt, sind wir doch oft überrascht, wie anders das Ergebnis dann ist. Deshalb versuchen wir im deutschen Team, den Fokus auf die sportliche Leistung und nicht auf das Ergebnis zu legen. Die sportliche Leistung können wir durch einen guten Abflugzeitpunkt, konsequenten Flugstil, Konzentration und Offenheit und natürlich mit der gewissen Portion Glück beeinflussen. Die Leistung der Anderen nicht. Diese spiegelt sich dann im Resultat, der Wertung, wieder. Taktische Aspekte haben natürlich ihre Berechtigung. Aber wer am Ende ganz vorn liegt, wird irgendwann im rechten Augenblick etwas anders gemacht haben als die Kollegen.

Jan sagte gerade (15:53): „Sebastian und Lukasz sind vorne links,...0,5….0" (O,5m Steigen, dann 0 m).

5 min später kreisen sie mit 1m/sec. Das klingt schon einmal besser.

Warten wir ab, ob sie es schaffen. (Sie schwebten dann um 16:17 und 16:22 hier ein. Respekt !)

Unser Tag begann eigentlich ganz unscheinbar. Nur vereinzelte Sonnenstrahlen konnten sich durch die Wolken kämpfen. Im Briefing sagte dann Meteorologe Jan Horak auch sinngemäß: “Ich habe mein Handtuch dabei, die Vorhersage ist vielleicht doch zu optimistisch". Nun denn, was war denn überhaupt los?

Quellen: TopMeteo, http://www.shmu.sk/sk/?page=65&id

Bodenprognose und Regenradar um 13:45

Ein Trog/Konvergenz (Kleines Tiefdruckgebiet) sollte uns im Tagesverlauf überqueren. Jan sagte das Thermikende etwas später voraus, als wir in unserem internen Briefing. Dies sollte eigentlich den Spielraum etwas strecken, legte aber tendenziell auch einen frühen Startzeitpunkt nahe. Dennoch war es nicht einfach, die richtige Abflugposition zu erreichen und die Entwicklung auf dem ersten Schenkel der Gebietsaufgabe (AAT) einzuschätzen. Auch die Bodencrew tat sich mit verlässlichen Einschätzungen nicht leicht. Dies führte dann zu späteren Abflugzeiten, als möglich gewesen wären.

Die Aufgabenzeit betrug 2 h. Eigentlich doch "schnell abgespult“, sollte man meinen. Aber oft erweisen sich die kleinen Aufgaben als besonders tricky, wie auch heute.

Wie immer findet ihr die Wertungen  unter:

https://www.soaringspot.com/de/20th-fai-european-gliding-championship-2019-prievidza-2019/results/

Beim Auslesen der Logger durfte ich mir noch einen kleinen Tadel abholen. In der Endanflugsituation von Robby und Krümel habe ich, sagen wir mal „geflunkert“, um Anspannung in der schwierigen Endanflugsituation zu nehmen. Die genaue Aussage lässt sich naturgemäß nicht mehr recherchieren. Es ging um die Zahl der bisher angekommenen Flugzeuge, die wohl doch etwas mehr waren, als ich per Funk vermittelt hatte. Dass ich schwach im Rechnen bin, wussten sie ja vorher :). Beim Blick auf die Wertung erhellten sich die angespannten Mienen aber dann schnell. Ich bessere mich(vielleicht!)

Aber immer noch besser als der gestern noch auf dem 2. Platz in der 15m-Klasse liegende Joris Vainius, der 0.5 km vor dem Zielkreis landen musste. Sorry für dich Joris!

Ein anderer Pilot beschädigte sein Flugzeug stark bei einer Außenlandung im Zielkreis. Ihm ist allerdings nichts passiert, was ja das Wichtigste ist.

Für mich ist nun der Tag zu Ende, ein kleines Sportprogramm vielleicht noch!

Ich wünsche euch einen schönen Abend, bis morgen, euer Team Germany & Wolli