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Hosin 20:15

 

Nach dem Essen unter freiem Himmel bei mittlerweile erträglichen Temperaturen konnte „Radio Německo-Hosin“ den  momentan Zweitpalzierten  Mario Kiessling  für ein Interview gewinnen:

„Eigentlich haben wir den Tag „verpulkt“ und sind eine halbe Stunde zu spät abgeflogen. Auf dem nördlichen Schenkel bin ich auf Grund der Wolkenoptik nördlich geflogen. Die guten Wolken brachten aber keine deutlich besseren Steigwerte. Im Gegenteil: Trotz der im Süden spärlicheren Bewölkung, wurden dort bessere Steigwerte erkurbelt, wie die Flüge derjenigen, die südlich der Kurslinie geflogen sind, zeigen. Ich hab' immer auf den richtigen „Knaller“ gewartet und oft „nur“ 3m gekurbelt. Auch der Endanflug lief nicht optimal. Eigentlich war ich mit meinem Flug zufrieden.“

Wir sind alle gut müde (außerdem wird es langsam dunkel) und wenn es für euch OK ist, verschieben wir die weitere Auswertung auf morgen

Herzliche Grüße  vom gesamten Team

Hallo zu Hause aus dem "CZ-Outback",

Die Aufgaben bewegen sich im Bereich um die 400 km. (388-425km) Hier beispielhaft die „task“ der 18ner:

Die aktuellen Wetterkarten zeigen deutliche Warmluftadvektion im Vorfeld der Kaltfront:

Temperaturanstieg in 850HPa (ca.1500m) während des Tages um 4 Grad. Quelle:"Wetter3.de"

 

In der Dosi –Klasse  sind fast alle geschlossen um ca.14:15 abgeflogen.

Gerade bei den 18ern und relativ überschaubaren Punktedifferenzen in der Spitze, bist DU , ja du gerade der Hobby-Trainer.  Situation: Hohe Basis, 1-2/8 , Verschlechterung durch Warmluft und ggf. Cirren und bestimmt einfach durch die Zeit. Dein Pilot/Pilotin hängt mit 40 anderen um 14:22 im Pulk vor der Abfluglinie. Über 400 km sind zu fliegen. Was ist deine Empfehlung? Bitte drehen sie den Laptop um, die Antwort steht auf der Rückseite!

Ok, das wäre jetzt auch geklärt: Abflug 18m "WO, VY, I " ca.14:30 unter bisher (und hoffentlich noch lange) perfekten Wolken.

Während über uns, auf dem Weg zum Horizont, das Rennen „tobt“, von dem wir nur einige Funksprüche und eine paar Symbole auf dem Monitor sehen und dieses nur indirekt unterstützen können. So können wir euch wenigstens mit den Webcam Bildern einen Eindruck von Hosins Himmel verschaffen. 4 Turbo-Cmelaks flogen Formation. Zu sehen sind auf der Cam nur zwei. Imposant!

 

Im Briefing wurde heute angesichts der Trockenheit die Bitte ausgesprochen, keine Autos zu waschen. Jan Horak, der Meteorologe sagte daraufhin und das ziemlich trocken: „Save water-drink beer“ (but after the flight)

Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Ich werde die Empfehlung allerdings aufgreifen und einen kleinen Tages-Abschlussbericht bei Sonnenuntergang und Bier schicken.

Tobias und Markus Kiessling singen derweil im Pool: Auf dem Weg zum Horizont lala..

 

 

Cu later…Sturmi, der sich wieder früh auf den Weg gemacht hat, ist schon auf dem 3.Schenkel. w#

 

http://wgc2018.onglide.com/current-day.xml?class=18meter

https://www.soaringspot.com/en/35th-world-gliding-championships-hosin-2018/results

Hallo und einen guten Tag, ahoj a dobrý den!

Wärhend sich im Süden schon die ersten Wolken entwickeln und der neue Wertungstag mit Blick auf den Kalender eindeutig klar macht, das der letzte Wettbewerbstag nicht mehr weit ist,- so können wir uns doch die Zeit nehmen, noch einmal den gestrigen Tag Revue passieren zu lassen.

Die komplexe Wettersituation mit Verlagerung der Schauer in den Bereich des letzten Sektors & gleichzeitiger  Stabilsierung von Südwesten mixte die Chancen-Karten  der Teilnehmer kräftig durcheinander.

Diejenigen, die im 3.Sektor nördlich gewendet hatten und/oder diesen Sektor früh erreichten, sahen noch die Chance, den letzen Aufgabenkreis streckenoptimal im Norden oder sogar Nord-Osten zu befliegen. Je näher sie jedoch dem Nordende kamen, desto klarer wurde es, das dort der Schauer massiv abschattete. So verlagerten alle den Flugweg deutlich nach Norden,- was im File-Overlay von „GX“, „I“ und „EB“ (gelbgemarkerter Bereich) gut zu sehen ist.

Der Luftraum mit FL75 begrenzte diesen Bereich nach oben. Letztendlich waren diejenigen erfolgreich, die noch einen weiteren Umweg nach NW aus dem Luftraum heraus,- in Kauf nahmen, wie „Tobias Ladenburger/Leo Krohmer mit ihrem Arcus. Die unterhalb des Luftraumes FL75 Abgeflogenen, aus vermeintlich sicherer  Endanflugposition, sahen plötlich ihre Reservehöhe im unerwarteten Regen dahinschmelzen. Dann sickert langsam die Erkenntnis ins Bewußtsein, das der Flugplatz  kaum noch zu erreichen ist,- dennoch kömpft man um jeden  Meter und hofft auf „DIE“ tragende Linie, den Aufwind, der noch eine paar Meter auf den Gleitpfad  packt. Die Betätigung des Fahrwerks zur sicheren Aussenlandung gehört wohl zu den Erlebnissen im Segelflug, die sich am tiefsten in das Bewußsten eingraben, zumal wenn sie auf einem hochrangigen Wettbewerb  stattfinden. Diejenigen, die noch einen Motor oder einen Jetantrieb zu Verfügung haben, sparen sich dann zumindest das Abrüsten des Flugzeuges und die Rückholtour.

 

Ihr werdet bemerkt habe, das einige der Piloten anfangs mit Zeitwertung in der Wertung standen,- obwohl sie mit Motohilfe den Platz erreichten. Diese flogen auschliesslich Flugzeuge mit Jet-Antrieb, deren Logger (Flugaufzeichnungsgeräte) erst bei höheren Drehzahlen der Tubine verlässlich das Ende des Segelfluges markieren. Die ankommenden Flugzeuge kündigen ihr Kommen  10 Kilometer vor dem Zielkreis an, z.B:  „XX“ 10 kilometers with jet“.  Für die exakte Wertung müssen alle diese Flüge persönlich durch den „Scorer“ angeschaut werden, um das exakte Ende des Segelfluges zu markieren.

Nun zu heute: Heiße Luft vor der Morgen erwarteten Kaltfront & Aufgaben in den (hoffentlich) schauerfreien Bereich unterhalb von Prag. Es geht um 12:15 los,- task A Ich füge sie später noch in den Blog ein. CU soon, w#

Quelle:

http://portal.chmi.cz/files/portal/docs/meteo/om/evropa/psyne_portal.html

puuh ihr Lieben,- is das spannend Heute:

..aber der Reihe nach!!

Hallo,

wir sitzen in der Zentrale(13:30) und beobachten fasziniert und etwas beunruhigt das Satellitenbild. Eine kompakte Schauerlinie hat sich im Bereich Nürnberg-Regensburg-München entwickelt und zieht ostwärts. Selbst wenn sie sich auflöst, werden die Cirrenschirme ostwärts driften.

Quelle:"Top Meteo"

 

Startgate open 18m 13:38, 20m 13:55, Open 14:22

„Sturmi“ fliegt nach den Engländern  sehr früh ab,- was auch angeraten ist. Mario und Katrin folgen ca.13:55.

Tobias geht als letzter der Doppelsitzer ca. um 14:00

Wir hören schon Donner(14:07)..hoffentlich können die Großen noch sicher abfliegen.

„EB“ Michel Sommer funkte grad (14:21): „Wir nehmen jetzt noch Schwung und gehen sofort los,“..hui

Während es um 14:30 am Platz bereits regnet und uns am Boden eine kühlende Brise beschert,  haben mich auch schon erste Stellunghahmen zum Thema OGN erreicht. Danke für die Inputs.

Die 18er haben in der Mitte oder leicht südlich im1.Sektor gewendet. Ihr habt dies bestimmt  auch bestens im Griff und Blick.

Wie schaut`s aus im OGN?

14:44 1.Sektor

 

15:16 2.Sektor

 

Heute Morgen hatte ich beim Studium der „GFS“-Karten des amerikanischen Wetterdienstes gehofft,- das sich eine gewisse Stabilisierung in der Höhe durchsetzt.

Stabilisierung von SW? Quelle: Wetterzentrale.de

 

 

Auf dem Kurs nach Norden, der ja für alle gleicht ist, teilen sich die 18er in zwei Pulks auf. Der kleinere, u.a. mit "den“ Engländern hat eine Variante westlich des Kurses gewählt.

Wo ist Mario, Sturmi und Katrin?

 

Wir sehen, dass  von Süden die Stabilisierung hereinzieht. Vielleicht können Michael und Felipe noch im 3. Sektor davon profitieren. Ansonsten setzen wir momentan(ca 15:00) auf den Nordöstlichen  Bereich des 4.Sektors.

Im 3.Sektor scheint es 2 komplett unterschiedliche Lösungsansätze zu geben.

Sturmi und Katrin sind im Norden, Mario scheint sich mehr zum Süden zu orientieren.

Das Sat-Bild von 14:45 unseres Sponsors "Top-Meteo" zeigt, dass der Süden(von CZ) komplett frei ist.

Michael sagt um 15:27: “sieht doch super aus“..---also scheint ja alles gut zu sein. Hoffen wir, dass sie den Letzen Sektor gut ausfliegen können.

Der Platz ist im Westen jetzt frei. Können unsere Piloten diesen Weg ggf. nutzen?

Die 18er fliegen sowohl von Norden,- wie auch von Süden in den Sektor. Wir beochten  „FQ“ und „FM“, die weit im Norden sind und  wir versuchen „Ruhe und Gelassenheit“ zu kommunizieren, In diesen schwierigen Bedingungen kommt es darauf an, die Aufgabe zu vollenden.

Im Norden haben die Piloten anscheinend Probleme, in den Sektor zu kommen, da ein massiver Schauer direkt im letzten Sektor liegt und nach NO zieht.

Quelle:"Top-Meteo"

Jetzt wird es richtig spannend und der OGN-Server „mauert“

Nach ca.15 min kommen die ersten der 18m-Klasse (16:40). wir wissen aber nicht, ob sie eine Zeitwertung haben. Das OGN funktioniert wieder. Anscheind hat der Schauer im Norden doch einige Lücken, denn wir sehen viele der 18er von Norden kommen.

Felipe und Michael scheinen den westlichen Weg nehmen, wollen nochmal "ganz hoch machen", um dann nach Hause zu fliegen.

Es ist doch sehr schwer, ohne den Bezug zur "Realität", - dem direkten Bild aus dem Cockpit, dem unmittelbaren Wettereindruck und der fliegerischen Chance zur Umsetzung kleinräumiger Wetterphänomene, vom Boden taktische Inputs zu geben.

So grummelt es im Magen mit leichter Unzufriedenheit der Unvollkommenheit. Hoffentlich kommen alle gleich!!

Cu w#

 

Přejeme vám Slunečné ráno,Sunny morning to You,

Während Deutschland jetzt gerade von der Kaltfront überquert wird, sitzen wir noch quasi im Vorgarten, auch wenn dieser eher wie die "Prärie" oder wie das "Outback“ aussieht. Habe ich nicht eben ein Känguru vorbeihoppeln sehen?  (Links unten glaube ich)

Ging der Blick heute Morgen nach Süden (Känguru hin oder her. Kennt ihr übrigens die Känguru-Chroniken?) so trübte zumindest kein Wölkchen den Blick. (siehe oben) Nach Norden sah es dann aber schon anders aus. Zu sehen auf den Webcams (die auch auf der Wettbewerbsseite zu laden sind). http://portal.chmi.cz/files/portal/docs/meteo/kam/mapa/

Dort waren die Wolken einer Konvergenz (Labilsierungs/Schauerzone) zu sehen, die diesen Bereich überquerte. (gelb-rote Markierung unten ist so ungefähr der Flugplatz)

Quelle: "Top-Meteo"

 

Auch hier erschienen am gestrigen Abend bedrohliche Wolkentürme. Sie brachten aber weder Regen, noch konnten sie die gute Stimmung des „International Evening“ beeinträchtigen. An dieser Stelle nochmal Dank an „Seb“ und das gesamter KochTeam (unser Pool-Bademeister Konstantin Schatz/Sturm war auch eifrig dabei) für die professionelle Zubereitung der „German Schupfnoodels“,- die allen wohl super geschmeckt haben !!

 

Die Schauer sind Ausdruck der vorherrschenden heißen Luftmasse. Diese weist nämlich keine Sperrschicht (Inversion) auf, die die einmal aufsteigenden Luftmassen irgendwie bremsen könnte.

Quelle: "University of Wyoming"

 

So wird es auch heute sein und die „tasks“ haben mal wieder das Potential für Überraschungen. Vielleicht noch als kleine Anmerkung zum Teambriefing. Wir haben heute die “Gästeregelung“ beim Briefing diskutiert. Arne Boye Möller aus Dänemark nimmt seit dem 2.WTan diesem teil. Ich werte es als Zeichen unserer Offenheit und Souveränität, das sich alle (durchaus bemerkenswert in der Endphase dieses Wettbewerbes) für die Beibehaltung der bisherigen Regelung ausgesprochen haben.

 

Die Aufgaben sehen heute so aus:

A-Task                                                                 B-Task

 

Start wird um 12:30 sein. Jan Horak der Meteorologe  testet schon mit seiner ASW20WL die Thermik. Erste kompakte (auch etwas grössere) CumulusWolken sehen wir schon westlich des Platzes. Gleich geht`s los. Wir melden uns mit dem 2.Teil wieder so gegen 5pm

CUw#

hallo aus Hosin,

Wir sitzen (immer noch mit Aspirin&Co) in der Zentrale und "klinken" uns in das Geschehen mit ein:

Es gibt wirklich (bisher) nur Schauer in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz und die  bereits erwähnten Cirren, die den westlichen Aufgabenbereich streifen.

Quelle: "Top-Meteo"

 

 

Eben tönte es über (dieFrequenz) 128.525:

Startgate for 18m is open at 13:36

Startgate for 20m is open at 13:51

Das heutige Rennen kann beginnen,- die Langohren dürfen sich noch bis14:18 vor der Abfluglinie tummeln.

Auf internationalen Wettbewerben befinden sich die Piloten auf einer speziell zugewiesenen „Teamfrequenz“ und die Ansagen der Sportleitung werden von der „Zentrale“ an diese weitergeleitet.

Hier die „B-Tasks“ im Overlay:

 

Ansonsten  gibt es  heute wohl ein schnelles Rennen, wenn die Warmluft in der Höhe nicht zu stark bremst. Der Wettbewerb geht nicht nur wettertechnisch in die „heiße“ Phase, auch beim Kampf um die begehrten Plätze auf dem Podium wird sich niemand der Führenden die Blöße eines frühen Abfluges geben. Zu groß wird die Angst sein, vom Pulk eingeholt zu werden.

Hat man allerdings eine perfekt hohe Abflug-und Ausgangssituation, so lässt sich dies vielleicht doch in einen sportlichen Vorteil umsetzen?

Alle fliegen im selben Wetter und wer gewinnen will, muss ab und zu auch etwas Anderes machen. Dabei ist es dann bitter, wenn der Plan nicht aufgeht und Wahrnehmung und Interpretation einer Situation  sich als eine andere als die Realität herausstellt.

Hoffen wir mal, das alle Pläne heute aufgehen und es nur zufriedene Gesichter beim „International Evening“ gibt. Jede Nation bereitet dort eine landesübliche Spezialität vor. Es ist immer einer der Abende, wo der internationale „Spirit“ und das internationale Flair alle in den Bann zieht, wo sich intensive Gespräche entwickeln und man dankbar ist, so etwas erleben und sein Land auf diese Weise vertreten zu dürfen.

Derweil sind die meisten los,- Mario „I“ und Wolfgang Janowitsch „WO“ mit als Letzte um 14:57. Viel Glück!  Wir haben alle Teams im Blick und geben, wenn möglich und gewünscht Informationen. (wer kurbelt wo und wie stark? Welches Team nimmt welchen Weg? etc.)

Offene Klasse und Doppelsitzer kurz nach dem Abflug (14:53)

Was haltet ihr von der OGN-gesteuerten Flugtaktik? (OGN auf Oudie & Co ziehen ja schon in die Cockpits ein)  Ist es möglicherweise besser (u.a. auch und gerade für die Flugsicherheit), wenn „Flarm“ wirklich der Kollisionswarnung und ein ggf. getrenntes System zum Tracking dient? Wer mir (basisdemokratisch) hierzu seine Meinung schicken will, ist herzlich eingeladen, dies zu tun: w.beyer@daec.de

Wir sehen, das in der 18m-Klasse große Umwege nach Süden geflogen werden. Ob sich das lohnt?

„Unsere“ sind nur sporadisch  im Tracking zu sehen. Wahrscheinlich werden wir doch erst im weiteren Verlauf erfahren,- wie es „läuft“

Jetzt geht es(OGN) plötzlich wieder besser.Um 15:44 ist der erste Pulk u.a. aus „OG-LG-JS3-IG“ an der ersten Wende. Der südlich abgebogene Pulk ist über 50km dahinter.

Mario ist um 15:58 an der 1.Wende

Auch die beiden anderen Klassen sind jetzt (16:10)auf dem Weg zur 2.Wende. Wir sehen Piloten, die bis über 2700m gestiegen sind,- also gibt es bald schon einen  heißen Endanflug. Auch heute wird die maximale Flughöhe von Flugfläche 95 ein Thema sein. Bei einem Luftdruck von 1016HPa liegt sie bei 2919m über Meeresniveau(MSL).

„IG“ ist um die letzte Wende herum. Wir sehen, dass der Däne Arne Boye-Möller seinen „Team-Mates“ weggeflogen ist und sich nur noch 500m über Grund befindet. Katrin „IG“ fliegt einige Minuten später auf gleicher Höhe in seinen guten Aufwind ein.( Gutes Risiko-Management?) Katrin befindet sich jetzt (16:32) im Endanflug. Alle anderen werden dann wie auf einer langen Perlenkette nacheinander hier einlanden.

Wir sind gespannt auf die Wertung!

https://www.soaringspot.com/en/35th-world-gliding-championships-hosin-2018/results

In der Offenen Klasse haben Michael und Felipe bisher einen deutlich höheren Schnitt als die Engländer und auch in der Doppelsitzerklasse sieht es recht gut aus. Mario ist auch (16:44) kurz vor dem Platz und scheint einen super Schnitt zu haben.

Ich sage fürs erste „Tschüss“ und „Ahoj“ w#

Über unseren deutschen„Schupfnudelstand“ wird „Seb“, Teammitglied von „GX“ bestimmt Bilder in den Blog setzen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern: Anspruchsvolles Kreisen im Blauen aus dem Cockpit von "IG"

 

 

Hallo und guten Tag,

der Morgen ist ja nun fast vorbei- lief heute irgendwie alles  etwas schleppend an.

Gestern Abend hatten die Eltern von Heike Schatz für die Teams aus Südafrika und Deutschland original schwäbische Maultaschen mit verschieden Salaten vorbereitet.

Annähernd 40 Personen saßen zusammen und  der gestrige Wertungstag wurde ausgiebig besprochen. Ein super Menü auch für einen „Nordschwaben“ wie mich. Lob nicht nur für die  Köchinnen und Helfer sondern auch für die schwäbischen Mönche, die die Maultaschen quasi „erfanden“: Angeblich  haben im 17. Jahrhundert die Zisterziensermönche aus Maulbronn bei Stuttgart in der Fastenzeit das Fleisch in den Teigtaschen versteckt, um Gott nicht zu verärgern. So erklärt sich nicht nur der Name „Maultaschen“, sondern auch der Spitzname „Hergottsbscheißerle“.

Wir hatten auf jeden Fall kein schlechtes Gewissen,- ganz im Gegenteil. Heute schauen wir wieder in einen ähnlich strukturierten Himmel wie gestern. Werfen wir doch mal wieder einen Blick auf die Webcam:

Neben den Cirren im Süden gibt es schon einen vereinzelten CB,- in allerdings deutlicher Entfernung. Der Meteorologe Jan Horak „schnüffelt“ derweil die Thermikluft mit seiner ASW20. Nach unserem Teambriefing, wo es den Tagessieg von Felipe Levin in der offenen Klasse zu beklatschen gab, blieben doch einige Fragezeichen auf den Pilotengesichtern bestehen. Blauthermik und mögliche Überentwicklung, wie passt denn das zusammen? Auch Jan kramte in seiner Met-Werkzeugkiste und hatte nicht nur heiße Luft, sondern auch mögliche „cumulus clouds“ parat. Auch der ein oder andere Schauer im „fernen“ Österreich  und/oder Deutschland blieb nicht unerwähnt. Alles eine Frage der Taupunkte, der TagesMax-Temperatur und des Temperturverlaufes in der Höhe. Es soll ca. 31-32 Grad werden bei Taupunkten (100%ige H2O-Sättigung) von 16-18 Grad im Süden und 12-14 Grad im Norden.

Die gemessene Temperatursondierng von Prag stellt sich folgendermaßen dar:

Quelle: University of Wyoming

 

Grad(12:08) wurden die B-Aufgaben aktiviert,- die etwas mehr im NW und Norden lokalisiert sind.  Im Briefing appellierten das „safety comitee“

und der Sportleiter nochmals eindringlich auf besonnenes und faires Fliegen angesichts der gestrigen (zum Glück nicht folgenschweren) Kollision. Einer der betreffenden Piloten erhielt „zero points“ für den gestrigen Tag und der Sportleiter ließ keine Zweifel aufkommen, das gefährliches Fliegen (auch mit) Null Punkten bestraft wird.

Mittlerweile ist der Start  auf 12:30 verschoben.

12:45 Es geht los!!

 

CU later w#

An einer langen Tafel speisten heute Abend alle Teilnehmer aus dem deutschen und südafrikanischen Team Maultaschen & Kartoffelsalat.

Zu verdanken hatten wir den kulinarisch vorzüglichen Abend unserer Heike Schatz.

Heikes Eltern hatten die Maultaschen heute morgen frisch aus dem Schwarzwald mitgebracht.

Selbst für so viele Esser war der Kartoffelsalat schnell gemacht, da viele helfende Hände dafür sorgten, dass die Kartoffeln fix geschält und geschnitten waren.

Danke an Heike und alle Schnibbler für den gemütlichen Abend.

Hallo zusammen,

Die Abfluglinien der 18m und der Dosi-Klasse sind schon frei. (13:37). Sturmi „XM“ ist als 1. los, hat auch eben schon einen ersten 2m Bart gekurbelt. Alle anderen warten noch. Nach unserer Einschätzung dauert es zu lange, bis sich die Abschirmung  deutlich verringert. (nach 14 CEST). Zu dieser Zeit wäre auch der 1. Schenkel, zumindest der 18m-Klasse noch unter der Abschirmung.

Mario „I“ war eben schon mal auf 2000m, eine sensationelle Höhe für den heutigen Tag.

Schaut euch das Satellitenbild von 13:30 an. Wie wäre eure Taktik?

 

Hier das „Task B-Overlay“ . Die Briefings könnt ihr euch übrigens unter https://www.wgc2018.cz/briefings/  anschauen.

Ich werde derweil mit „Aspirin“ und „Ibuhexal“, Kaffee und Kuchen gut versorgt,- „Sommergrippe Nein Danke!“

Derweil ist der 1.“Verfolgerpulk“ in der 18m los und Matze hat schon mehr als die Hälfte des 1. Schenkels hinter sich.

Er fliegt quasi als „lonely cowboy“ allein vorweg, ein mutiges Unterfangen, entspricht es doch nicht der gängigen Taktik: Warten, bis die ersten Aufwinde auf Strecke mit kreisenden Flugzeugen gekennzeichnet sind

Um 14:17 sind in der 18-Klasse bis auf Mario und „WO“ die meisten abgeflogen. Auch die Dosis sind unterwegs:

Dann werden auch die „Großen“ bald das „Rennen“ beginnen. Eingehend auf unsere Frage der Ausdehnung des Cirrenfeldes sieht man auf der Webcam die westliche Begrenzung.

Dennoch lohnt sich das Warten auf diese Grenze kaum, da der Schenkel der Offenen ja nach SO geht, also noch unter der Abschirmung liegt. Aber immerhin sieht der „Outlook“ recht positiv für den weiteren Tag aus.

In der Zentrale sitzen Bernd und ich und können fernab vom Entscheidungsstress in der Luft alle Flugwege locker kommentieren, ohne Punktverluste befürchten zu müssen. Dafür gibt’s aber auch kein Flugerlebnis!

Um 14:38 haben sich auch „EB und WB“ für den Abflug entschieden, nachdem es vor der Abfluglinie kein zu zentrierendes Steigen mehr gab. 1450m, das wird spannend! Dass die beiden etwas Wasser ablassen (für besseres Steigen) zeigt, dass sie das Wetter nicht sehr optimistisch einschätzen. Die Offenen quälen sich anfangs etwas auf dem 1.Schenkel. Sturmi fliegt „sauber“ vorweg und ist am 2.WP (14:57).

 

Auch in der Offenen machen (um15:02, zunächst) die Vorderen um „LEO“ das Rennen.

Leonardo Brigliadori ist auch als CO-Buchautor bekannt. 2005 haben Leo und Ricky Brigliadori, zwei der besten italienischen Wettbewerbspiloten, das Buch: „Competing in gliders - Winning With Your Mind" geschrieben,- welches als eines der "Standardwerke"  zu betrachten ist.

 

15:20: Es scheint eine Kollision  20km südlich des Platzes  gegeben zu haben. Die betroffenen Flugzeuge „FJ“ und “HAB“  fliegen gerade in die Platzrunde ein.

Da kommen wieder die mahnenden Worte ins Bewusstsein: „look out, look out, look out!“

Beide Segelflugzeuge sind gelandet und scheinen zumindest aus der Entfernung intakt.

 

Heute ist auch Karl Senne in der Zentrale. Karl moderierte von 1981 bis 1992 das „aktuelle Sportstudio“. Gerade habe ich ihn gegoogelt und ihm kurz die Info darüber gegeben. Was sagt er kopfschüttelnd (lachend): "So ist das heute: da sitzt man direkt daneben und wird nicht gefragt, sondern die Recherche erfolgt im Internet".  Hmmm, recht hat er. Zumindest ergeben sich bei dem folgenden Gespräch einige interessante Aspekte über seine Zeit beim ZDF.

 

Aus der Doppelsitzerklasse gibt es nicht viel berichten, da alle im Pulk um die Strecke „schwimmen“. Unsere Offenen haben „LEO“  fast eingeholt, Sturmi scheint leider auch etwas eingebüßt zu haben.

"EB" und "WB" sind "LEO" auf den Fersen.

Lasst uns auf die Wertung warten. In einer halben Stunde wird wohl der Erste hier sein.

"TC" aus der 18m-Klasse meldet sich als 1. um 16:43

"Hosin runway in use 24"

"XM" 10k (16:58)

Wenn`s geht, schick' ich später noch ein paar Bilder.

So long, enjoy the evening, w#

Die "WB" (EB29dR) aus dem Cockpit von "EB" Michael Sommer

 

 

Dobré ráno Německo (guten Morgen Deutschland-G`day Germany),

wieder ein  Tag im Paradies! Blauer Himmel & warm. Wirklich nur blauer Himmel? Wenn wir genau hinschauen so sieht der geneigte Betrachter beim Blick in den Süden feine weiße Schleier vor dem Blau. Momentan sitzen wir noch im Schatten vor der Cafeteria (Familie Oliver Binder und  Familie Michael Sommer). Oliver kümmert sich um die „EB“-Flugzeuge,- speziell natürlich um unsere Piloten der offenen Klasse. Da hilft bestimmt ein Blick auf die Webcams.

Woran liegt nun dies? Wird das noch stärker während des Tages? Schauen wir uns doch einmal die Prognosekarte an:

Quelle: „Top Meteo“

 

So ganz aussagekräftig für unsere Einschätzung ist sie noch nicht,- also sollten wir uns auch die Schichtung der Luft und  die Prognose der Bewölkung ansehen. Grundsätzlich zieht ein kleines Hochdruckgebiet über uns hinweg. Dieses bewirkt auf der einen Seite natürlich den blauen Himmel, andererseits führt er aber zur Advektion (Heranführung) von warmer Luft, die die Thermikentwicklung bremst. Südlich von uns zieht ein breites Band höherer Bewölkung von West nach Ost. Vielleicht hilft hier das Satellitenbild, wieder aus der Quelle unseres Sponsors "Top-Meteo":

Wo dies Band während der Aufgabe nun wirklich liegt und ob es mit der südwestlichen Höhenströmung zu uns hereinzieht,- darüber scheiden sich die Geister. Es soll ja auch spannend bleiben. Momentan (11:41) ist es noch ruhig und der Start wurde auf 12:00 verschoben. Ob das zu halten ist?  Wann beginnt das Spiel unter den Wolken?  Spätestens wenn die „Turbo-Cmelaks“ (Let Z 37) ihre Turbinen anlassen,-

es gibt  hier davon 5 oder 6 dieser sensationellen Flugzeuge, die allen Freunden des „Pribina Cup“ bestens bekannt sind, garantieren sie doch 600m Ausklinkhöhe in Windenstart ähnlicher Geschwindigkeit innerhalb einer Platzrunde.  Wenn das Brummen der Motoren beginnt, kribbelt es leicht in den Fingern. Man weiß, gleich geht es los auf den nächsten Wertungsflug, die Suche nach den besten Aufwinden, das Spiel mit den Wolken, der Rausch der tragenden Linien und der Kick des perfekten Fluges.

Bis dahin müssen wir uns noch etwas gedulden und ihr könnt an dieser Stelle gegen 17:30 ein Update erwarten

Die B-Tasks sind aktiv!

CUw#