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Ziemlich einsam liegt der Flugplatz da, die Regentropfen sind die einzigen Gäste im Pool.

Quelle:

Die Flugzeuge trocken unter den Bezügen, die Piloten unterwegs mit Regenschirmen.

Da war die Nachricht der Sportleitung nicht verwunderlich:

"Good morning. No Grid for today. Briefing at 10:30."

Im Briefing gab es neben Wetter und den täglichen Sicherheitsthemen als Highlight die Würdigung der Tagessieger des zweiten Wertungstages. Hier standen in der Std.-Klasse Mario und Enrique ganz oben. Herzlichen Glückwunsch!

Von links nach rechts: Enrique Levin, Mario Kiessling, Dennis Huybreckx

Der Regen soll heute Nachmittag aufhören, sodass wir ggf. noch die Flugzeuge aufbauen und reinigen können. Morgen erwarten wir dann wieder einen fliegbaren Tag.

CU tomorrow, Grüße nach daheim, euer Team Germany

"Aufgabe überreizt" sagt Thomas zu dem heutigen Tag,. oder "wenn man das Wetter ignoriert". Das Orga Team hat sich natürlich bemüht, heute eine gute B-Task zu stricken, aber das Wetter hat einfach nicht mitgespielt. So ganz überraschend war das allerdings nicht. Über Polen befand sich ein ausgedehntes Wolkenfeld, was durch die Höhenströmung in unseres Fluggebiet hineindriftete.

Quelle: "Top Meteo" 17:00 EEST

Das Bodenteam war ambitioniert am Funk, liebevoll unterstützt von der Familie Levin, die für das leibliche Wohl schon seid Tagen sorgen! Merci !

Es zeichnete sich dann aber zum Ende ab, das die meisten Piloten wieder die litauischen Äcker besuchen mussten.

"Uwe" war auf dem letzten Schenkel am höchsten, flog ab und musste dann feststellen, das die hinter ihm fliegenden noch einen Bart "auskurbelten" und glücklich nach Hause kamen.

So gab es noch eine Rückholtour in die skandinavisch anmutende Landschaft.

Quelle: "Glideandseek"

Die Stimmung ist gut, wir haben Spaß und freuen uns auf die nächsten Tage.

Bis morgen, euer Team Germany

P.S.: unzensierter Kommentar von Mario: "krasser Scheiß heute".

Good morning from Lithuania!

Heute, kurz vor dem Start noch Essentials vom heutigen Briefing.

Für unser Team das Highlight war natürlich die Siegerehrung des ersten Tages in der Clubklasse, bei der gleich 2 deutsche Piloten auf dem Treppchen standen. Herzlichen Glückwunsch!

von links nach rechts:

Lukas Blattmann, Hugo Corbille, Uwe Melzer

Des Weiteren ist beachtenswert, das und wie das Thema "Safety" hier Eingang gefunden hat.

Aus dem Zusammenstoß bei der Junioren Europameisterschaft in 2021 haben die Ausrichter gelernt und eine konsequente Sicherheits-Philosophie entwickelt.

  • konsequente Umsetzung des Strafpunktekataloges im Regelwerk bei gefährlichem Fliegen und Wolkenflug
  • tägliche Pflicht zur Beurteilung der Safety des vorangegangenen Flugtages für alle Piloten/bzw. Teamcaptains
  • Besprechung der Vorfälle im Briefing und Darstellung durch die Beteiligten

Dies sieht dann so aus:

Competion director Vladas Motūza in der Mitte zwischen der kompetenten Meteorologin und dem Sprecher des Sicherheits-Komitees

Alle Piloten müssen eine Kugel in eines der drei Gläser füllen_

  • grün bedeutet, alles gut, kein Zwischenfall
  • gelb bedeutet, es gab einen Zwischenfall, der kommuniziert werden muss
  • rot bedeutet, es gab einen ernsten Zwischenfall, z.B. "near miss", der untersucht wird
    • ein Verfahren, das wir auch bei uns einführen sollten (wenn dies nicht schon geschehen ist!?)

Beim heutigen Briefing lagen zwei Kugeln im roten Glas. Die beiden Piloten erklärten dann, wie es dazu kam. Der in den Aufwind einfliegende Pilot hatte die Situation falsch eingeschätzt und in den "Bart" gezogen, ohne das vorgeschriebene Verfahren einzuhalten. Der obere Pilot konnte noch reagieren und ausweichen. Die Kollision konnte vermieden werden!

Nun wollen wir uns aber auf den heutigen Flug konzentrieren !!

Ich höre schon die Motoren der Schleppflugzeuge,...gleich geht es los!

Quelle: Uwe Melzer

Gleich werden wieder alle über die eindrucksvolle litauische Landschaft geschleppt.....aber...die Motoren sind verstummt???

AaaJa...es gibt B-Aufgaben.

Quelle: "Sky Sight"

Jetzt aber ab in die Zentrale! Bis später zum Tagesbericht! TC

wieder neigt sich ein interessanter Tag dem Ende entgegen. Alle Flieger sind sicher gelandet, geputzt und in den Bezügen. Der ein oder andere Anhänger rollt noch in den Flugplatzbereich und es kehrt so langsam Ruhe ein. Der Blick wandert langsam über den Platz. Gestern Abend konnten wir dort in einer ähnlich friedlichen Stimmung eine Schnupperkurs /Anfängerkurs à la "Lithuania" erleben. Mittels Autoschlepp werden dabei Fluganfänger in recht urigen Sportgeräten über den Flugplatz gezogen, oder heben je nach Ausbildungsstand auch kurz ab.

Auch so lässt sich Flugsport vermitteln und lernen. Die Freude am Erlebten stand zumindest allen in den Gesichtern.

Heute stellte sich schon nach dem gestrigen 1. Tag eine gewisse Routine ein. 10:00 Briefing, dann Teambesprechung, - vorher natürlich die Flugzeuge in die Startaufstellung stellen. Irgendwann dröhnen dann die Motoren der Schleppmaschinen und es geht los.

Heute lagen wir zwischen zwei "Hebungsgebieten", in denen Schauertätigkeit möglich war.

Hier seht ihr die Bodenkarte und die Temperatursondierung, den "Temp", der immer von besonderem Interesse ist.

Quelle: "Top Meteo" - "University of Wisconsin"

Die Aufgaben wurden geschickt dazwischen gelegt und wurden auch von den meisten Piloten gemeistert.

Alle Klassen hatten " Assigned Area Tasks" (AAT) mit einer Mindestdauer von 2 h auf dem Aufgabenblatt.

Hier zählt die Geschwindigkeit, die über die Strecke erreicht wird. Die Wendepunkte sind dabei innerhalb der vorgegebenen Kreise frei zu wählen. Dabei gibt es 3 Strategie-Punkte (merken :)):

  • ersten Sektor weit ausfliegen
  • wenn möglich. nicht vor der Minimalzeit zurückkommen
  • bei schwierigem Wetter nicht versuchen zu optimieren, sondern auf dem Zielflugplatz landen

Durch die komplexe Wettersituation war es nicht immer einfach, den idealen Weg zu finden. Gebiete mit guten Steigwerten und Wolkenaufreihungen wechselten sich mit blauen (wolkenlosen) oder abgeschatteten Streckenabschnitten mit großen Abständen der Aufwinde.

Hier einmal exemplarisch die Aufgabe der 15m-Klasse und das Satellitenbild bei Anflugfreigabe.

Quelle: "Soaring Spot" - "Top Meteo"

In der Team-Besprechung hatten wir mit deutlich mehr Schauern gerechnet. Zum Glück blieben diese in unserem Fluggebiet aus. Allerdings waren teilweise größere Umwege nötig, um zum anvisierten Ziel zu kommen:

Quelle: "Soaring Spot" - "SeeYou" Yves Gerster(grün), Sebatstian Kawa,(blau) Thomas Wettemann(rot)

Abends zeigte sich noch ein schöner Wolkenmix, der ein recht frühes Thermikende erkennen ließ. Im deutschen Team waren zufriedene Gesichter zu sehen .

CU tomorrow, euer Team Germany

Heute morgen schien es noch ziemlich unsicher, aber nun gab es ihn wirklich,...den ersten Wertungstag. Allerdings mussten vorher noch einige Hindernisse in Form des herumliegenden Grases beseitigt werden, das sich teils hoch türmte. Die nächtliche Beseitigung seitens eines ortsansässigen Landwirtes hatte wohl gehakt. So mussten die Teams das harken übernehmen. Quasi Arbeitsteilung!?

Hier sehen wir Lukasz Grabowski et al (15m-Klasse) bei der Arbeit, die netterweise der Veröffentlichung zustimmten. Dziękuję!

Der Flugtag gestaltete sich dann weniger einfach, als wir es uns für den Einstieg gewünscht hatten.

Im morgentlichen Team-Briefing hatten wir eine schwache rückläufige Warmfront im Visier, die sich entgegen der besten Hoffnungen., so verhielt wie vorhergesagt, nämlich von Ost nach West:

Quelle: "Top Meteo"

Auch das Satellitenbild lies an der Zugrichtung keinen Zweifel, sodass die gestellten Aufgaben, die den kleinen Wettbewerbsraum nach Westen optimal zu nutzen versuchten, zwangsläufig ins buchstäbliche "Aus" führten.

Der Blick aus der "Zentrale" lies auch wenig Zweifel aufkommen, das es für alle Pilot*innen eine harte Task war.

Blich der aus "Zentrale" . Für die (hoffentlich vielen) Nichtflieger unter euch: Ihr seht eine fast geschlossene Wolkendecke, die wenig Sonne durchlässt und den Boden für Aufwinde (Thermik) erwärmen kann. So ist es sehr schwierig bis unmöglich, sich in der Luft zu halten. So konnte auch niemand, zumindest bis jetzt (20:30 loc), die Aufgabe vollenden. Manchmal ist es einer aufwindversprechenden Wolke nicht anzusehen, ob man einen "Joker" oder den "schwarzen Peter" zieht. Das mussten wir auch heute selbst erfahren.

Die Satellitenbilder während des Tages sprechen für sich: (links morgens, rechts nachmittags)

Quelle: "Top Meteo"

Olli Springer ist es so ergangen:

"Die ersten 25km ging es bei mir nur ums oben bleiben. Einmal flog ich 4km zurück, weil mir dies als einzige Option erschien. Zum Glück "biss" der Bart/Aufwind an und katapultierte mich in ein höheres Level. Nach der ersten Wende ging es dann mit schöner Cumulus-Bewölkung und Steigen von 1,3-2,0 m Steigen nahezu "easy" weiter, bis wir nach der 4.Wende wieder in den Osten zurück mussten. Hier gab es keine andere Möglichkeit, als unter die abschirmenden Wolken zu fliegen. Hier ließen fast alle Pilot*innen ihren Wasserballast ab. Dies damit unsere Flugzeuge besser steigen können.

Glücklicherweise ging der letzte Bart mit einem guten Meter, so dass ich keine Schwierigkeiten hatte, an die Basis zu steigen. Die letzten 900m Höhe glitten dann alle ab. die Luft war tot. "

Alle Teilnehmer*innen konnten sicher auf den umliegenden Feldern außen-landen, oder kamen mit Motorunterstützung heim.

Die Wertungen gibt es unter:

Soaring Spot :: 21st FAI European Gliding Championships

Morgen geht es weiter. Wir freuen uns!

Pasimatysime rytoj" (bis morgen), euer Team Germany aus Pociunai !!

Labas rytas, mes sveikiname jus visus!

(guten Morgen, wir grüßen euch)

Heute beim morgentlichen Kaffee und Tagesvorbereitung erreichte uns die Nachricht der Sportleitung:

"Good morning. Briefing at 11:00. Grid opens 9:45. Grid closes 12:30. RW in use 36".

Das hört sich doch erst einmal ganz gut an. Der Blick zum Himmel ist noch nicht so vielversprechend, aber die Chancen steigen für einen Flugtag.

Gestern abend wurde diese Europameisterschaft feierlich eröffnet.

Hierzu wurden wir in das neue Sportzentrum eingeladen. Bei Musik, Tanz und Begrüßungsreden wurde allen klar: "Morgen geht es los". Nach zwei Corona-Jahren steht die Freude darüber in vielen Gesichtern. Hoffentlich dämmert es auch endlich allen Politikern, das Kräftemessen besser auf dem Spielfeld stattfindet:

Hier ein paar Eindrücke von gestern. Heute Abend gibt es den Tagesbericht. In der Zwischenzeit findet ihr zahlreiche Infos im Netz:

EGC 2022 WGC (pociunai.lt)

Soaring Spot :: 21st FAI European Gliding Championships

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Hallo in die heimischen Gefilde. Nachdem wir gestern fast alle Flugzeuge durch die technische Abnahme bringen konnten, stand heute quasi die Generalprobe des allgemeinen Ablaufes an. Der Tag beginnt mit dem "gridding", also dem platzieren der Flugzeuge in der Startaufstellung.
Vorher wird je nach Klasse die Abflugmasse durch Wasserballast erhöht (sprich "tanken"). Der morgentliche Kaffee darf irgendwo zwischendurch natürlich nicht fehlen, geht es dann schon um 10:00 zum allgemeinen Briefing und danach zur Team-Besprechung. Hier wird die Planung des Tages in der Gruppe unserer Piloten und Helfer durchgesprochen. Das Wetter war und ist heute wieder warm, was eine Freude für die sonnenhungrigen darstellt, den Segelflieger eher ein müdes Lächeln: "heute wieder Warmluft-Geblubber" abringt. Also kein Tag für große Taten! Das hatten wir ja eh (noch) nicht vor. So waren wir recht dankbar für echt kleine Aufgaben, die in allen Klassen sehr ähnlich waren.

Hie einmal Beispielhaft der Aufgabe der Std.-Klasse:

Quelle: Soaring Spot

Da wir alles einmal durchproben wollten, im Vorfeld auch nicht für alle ein gemeinsames Training möglich war, haben wir unsere Tagesziele sehr verhalten (im Briefing) formuliert.




Ab ca.13:30 rollten die ersten Wilgas vor die wartenden Segelflugzeuge, um diese an den Himmel über Pociunai zu schleppen.

Schon bald mühten sich diese dann in anfangs sehr schwachen Bedingungen ab, um Höhe für eine günstige Startposition zu "erkurbeln":

Quelle: EGC 2022 WGC (pociunai.lt)

Der ein-oder andere landete auch wieder am Flugplatz, andere umrundeten die Aufgabe. Wir haben den Blick über die herrliche Memel-Landschaft genossen, konnten wichtige Erfahrungen für die folgenden zwei Wochen machen und sind mit dem Tag rundum zufrieden. Wir verabschieden uns bis zur morgigen Eröffnung dieser Europameisterschaft,....euer Team Germany

In den nächsten 2 1/2 Wochen wollen wir euch etwas von der Atmosphäre vor Ort rüberschicken, etwas Sonne, Wärme, Regen, Aufgabendetails, die Taktik , die Höhen & manchmal ggf. auch die kleinen Tiefen eines Wettbewerbes, etwas Geographie und Politik (hoffentlich sehr wenig davon) !

Litauen gehört zu den sogenannten "baltischen Staaten" mit einem direkten Zugang zur Ostsee und liegt direkt zwischen Belarus und Kaliningrad.. Es gehört zur EU und zur Nato, was in der momentanen politischen Situation eine gewisse Brisanz bedeutet.

Litauen (Quelle: Ecosia)

Darüber sind sich alle bewusst und wir wissen zu schätzen, das wir hier, unweit vom Krieg in der Ukraine, eine Segelflug-Europameisterschaft ausfliegen dürfen.

"WIR", das sind neben den Team-Helfern (die auch noch ins Bild gesetzt werden) :

von oben links nach unten rechts:

Uwe Melzer und Lukas Blattmann Club -Klasse

Oliver Springer - Thomas Wettemann 15m - Klasse

Enrique Levin - Mario Kiessling Std. - Klasse

Wolli Beyer (Coach, Wetter., Blog)

Heute lag die technische Abnahme an sowie allgemeine Vorbereitungen. Daneben wurde landwirtschaftlich gearbeitet, da der Sportbetrieb durch Heu beeinträchtigt wurde.

Hier sehen wir den Helfer von Oliver bei der "Arbeit". CU Tomorrow. Euer Team-Germany.