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Briefing um 10.30 Uhr und Chance für den 6. Wertungstag. Es soll gute aber zerrissene Thermik geben. Das Problem wird wahrscheinlich der Wind sein, der den ganzen Tag mit 40 km/h blasen wird.

Wie jeden Tag findet nach dem offiziellen Briefing mit der Verkündung der Aufgaben ein internes Teambriefing statt. Heute war der kräftige Wind mit dem die Piloten während des gesamten Fluges zu rechnen haben ein zentrales Thema.

An dieser Stelle möchten wir die Gelegenheit nutzen und Dagmar Karow vom gesamten Team herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag wünschen!

 gut verstaut eine kleine Aufmerksamkeit vom Team

Nach zweimaligen Team-Captain Briefing und mehrmaliger Startverschiebung sind jetzt alle Klassen in der Luft.

Wetterupdate: Mäßige Thermik mit straffem Wind, sodass die Piloten nur auf eine Aufreihung der Wolken in der entsprechenden Richtung hoffen können. Es gilt aber nur noch eine AAT mit 2h für die 15m und Offene Klasse und 1:30h für die 18m Klasse.

Der Wind ist nach wie vor sehr kräftig, aber die Schauer haben sich verzogen und die Basis ist auf ca. 1300m deutlich angestiegen.

  Michael Sommer direkt vor dem Start

 Sebastian zuversichtlich trotz des Wetters

Update !6:15: Leider haben wir gerade erfahren, dass Michael Streit in der 18m Klasse den Motor nutzen musste und aktuell auf dem Rückweg zum Flugplatz ist.

Mittlerweile sind die meisten Piloten wieder gelandet, einige von ihnen mussten aber aufgrund des starken Windes leider auf einem Acker vor dem Platz außenlanden.

Update 20.00

Für die meisten erstaunlich, dass überhaupt ein Wertungstag zustande gekommen ist. Mehrfach wurde der Start verschoben, entweder wegen Schauer oder auch wegen nicht vorhandener Thermik im Ausklinksektor. Insgesamt war die Wartezeit für die Piloten im Grid länger, wie der Flug, aber die Geduld hat sich letztendlich  gelohnt.

Der entscheidende Faktor für den Flug war der Wind, der bis zum Abend immer mit 30-50 km/h vom Boden bis zur Basishöhe aus nordwestlicher Richtung kam. War er auf Strecke noch einigermaßen kalkulierbar, so wurde er auf dem letzten Schenkel von der Kontrollwende im Osten in einem leicht ansteigenden Gelände bis zum Flugplatz für einige zur Falle. Es gab mehrere Aussenlandung kurz vor dem Flugplatz, leider auch mit Schäden an dem Flugzeug.

Freddy berichtete, auf dem Anflug zum Zielkreis ging es kontinuierlich mit 3-4 m/s abwärts und er unterschritt die Höhe am Kreis um 8 Meter. Nicht besser erging es Michael Sommer, der sogar den Motor nutzen musste. Allerdings erreichte er die vorgeschriebene Höhe für den Zielkreis mit Mindestfahrt gerade soeben und startete dann den Motor. Dies ist nach den Regeln hier erlaubt, deshalb erhält er auch die entsprechenden Geschwindigkeitspunkte.

Pech hatte Michael Streit, dessen Wertungsflug gleich am Anfang unter einer kleinen Ausbreitung zu Ende war.

So jetzt geht es zum internationalen Abend, von dem wir dann morgen berichten werden.

Bei internationalen Meisterschaft muss nach 6 Wertungstage ein Ruhetag eingelegt werden. Wenn heute geflogen worden wäre, wäre dies morgen der Fall. Da die Wettervorhersage für heute mit Schauer und starkem Wind zum Fliegen grenzwertig gewesen ist, hat man sich entschlossen, den heutigen Tag zu neutralisieren.

 

 

Das Bild zeigt, so schlecht ist es heute auch wieder nicht.

 

 

 

 

So konnte man die Zeit nutzen um die Umgebung zu erkunden, wie zum Beispiel an die Küste nach Portsmouth zu fahren, mit Besichtigung der Isle of Wight oder für einen Tagestrip nach London:

     

Abends konnte man dann mit Teams bis zu 6-Teilnehmern an einem Spiele Abend in den Disziplinen Dart, Jenga und Kegeln teilnehmen:

    

      

 

 

Wetter-Update:

Obwohl der Himmel heute morgen nahezu komplett Wolkenbedeckt war, begleitet von einem Schauerregen und es somit zunächst nicht danach aussah fliegen zu können, sind die Meteorologen mittlerweile zuversichtlich dennoch eine kleine Aufgabe zum Fliegen auszugeben.

In der Tat hat der Himmel sich etwas aufgetan und es gibt vermehrt Sonneneinstrahlung!

 

Da sich das Wetter nun doch um einiges gebessert hat wurde es nix mit kleinen Aufgaben und stattdessen gibt es nun eine 3h AAT für alle Klassen. Falls das Wetter nicht anhält gibt es 2h Umfassende B & C AAT's.

 

Also folglich wurde doch entschieden, dass der Tag zumindest für die 15m Klasse Neutralisiert wird! Obwohl das Wetter optisch gut aussah meldeten die Piloten keine guten Steigwerte und konnten sich dauerhaft in der Luft halten. In der 18m und der Offenen Klasse werden die B AAT's über 2h geflogen.

Update 20:00

Was für ein spannender Tag! Pünktlich um 13 Uhr startete die 15m Klasse nachdem der Sniffer eine Basis von ca 900m Basis gemeldet hatte. Noch während des Schleppvorganges kam allerdings schon der Funkspruch "die Basis sinkt wieder". Weitere wenige Minuten später musste der Sniffer einräumen, "er muss jetzt den Motor nutzen". Dementsprechend ging es auch der 15m Klasse. Unter den ca. 700-800m hohen aber immer noch gut aussehenden Wolken konnten sie nur ganz schwaches Steigen finden. Etliche sind wieder gelandet, einige wurden in dem schwachen Steigen so weit abgetrieben, dass sie kurzfristig den Flugplatz nicht wieder erreichen konnten. Deshalb entschloss sich Wettbewerbsleiter Andy Davis kurzfristig die Klasse zu neutralisieren.

 Teamcaptainbriefing mit Infos zur neuen Aufgabe

Hoffnung gab es für die beiden anderen Klassen. Die AAT wurde auf 2h verkürzt und man setzte darauf, dass die Prognose sich bewahrheitete und die Basis irgendwann wieder anstieg. Tatsächlich sah es von Westen dann deutlich besser aus und um 15:30 durften die 18m und Offene Klasse starten. Aber auch hier war das Glück nur von kurzer Dauer, denn wieder floss kühlere und feuchtere Luft aus Südwesten in den Wettbewerbsraum. Deshalb konnten nur wenige Piloten die Aufgabe erfüllen, sehr viele sind am Platz gelandet, ohne allerdings die letzte Kontrollwende im Osten zu umrunden.

In der Offenen gab es nur 2 Heimkommer, darunter Michael Sommer der damit seinen 1. Gesamtplatz ausbauen konnte. In der 18m Klasse, die etwas früher abfliegen konnte, schafften immerhin 6 Piloten die Aufgabe. Michael und Sebastian waren unter den vielen, die zwar am Flugplatz landeten, aber ohne die letzte Wende zu umrunden.

 

 

Wetter-Update:

Nicht ganz so schlecht wie vorhergesagt ist derzeit das Wetter. Die Cirren und Feuchtefelder sind zum Teil aufgebrochen und die Sonneneinstrahlung ist ausreichend für eine thermische Entwicklung, sodass nach anfänglichen Befürchtungen neutralisieren zu müssen nun doch geflogen werden kann!

 

Dementsprechend gibt es aber kleine Aufgaben für alle Klassen:

195km für die Offene Klasse und 146km für die 15m Klasse und eine 1:30h AAT-Task für die 18m Klasse.

  letztes einstimmen auf die widrigen Bedingungen

Die Kunst heute besteht für die Piloten also darin, zwischen den einzelnen Wolkenfeldern und dem starkem Wind das beste rauszuholen!

 Sebastian Huhmann kurz vor dem Start

Update 15.50

Die Renner sind schon wieder zuhause, die 18m und Offene Klasse sind deutlich später abgeflogen und brauchen noch eine Weile.

Update 18.00

Wieder geht ein erstaunlicher Flugtag zu Ende. Niemand hätte heute Morgen darauf gewettet, das Überhaupt geflogen wird und dann noch mit Schnitten in der offenen Klasse über 100 km/h!

Bemerkenswert auch die völlig unterschiedliche Flugtaktik, die heute zum Erfolg führte. In der 15m Klasse flogen Uli und Freddy gleich nach Öffnung der Linie als Erste ab.  Souverän konnten sie im Team mit großem Vorsprung die Tageswertung für sich entscheiden.

Anders dagegen Michael Sommer in der Offenen Klasse. Er flog als Letzter seiner Klasse ab und konnte ebenfalls mit großem Vorsprung den Tag gewinnen. Holger hatte kurz nach dem Abflug ein wenig Pech, weil er unter den schnell ziehenden lokalen Abschirmungen keinen guten Bart fand. Zum Glück machten einiger seiner Konkurrenten an der Rückenwindwende einen taktischen Fehler, indem sie zu tief in die Wende reingeflogen sind und im Gegenwindbereich kurbeln mussten. Holger wendete hoch und konnte wieder viel Zeit gutmachen.

Sebastian und Michael in der 18m Klasse waren bei ihrer AAT Aufgabe nicht ganz zufrieden. Die Entscheidung, eine gutaussehende Wolke in der Sonne etwas abseits des Kurses anzufliegen, kostete letztendlich Zeit. Die Wolke löste sich auf, und alle die den direkten Kurs in einer leichten Abschattung gewählt hatten, waren etwas schneller.

Wir freuen uns auf einen weiteren spannenden Tag für morgen.

 

Heute steht der dritte Wertungstag an, da nach einem regnerischen Morgen mittlerweile top Flugwetter herrscht.

 

Die heutigen Aufgaben sehen wie folgt aus:

In der Offenen Klasse steht den Piloten eine Racing Task mit einer Gesamtstrecke von 522km und 5 Wendepunkte umfassend bevor. Auch die 18m Klasse hat eine Racing Task gestellt bekommen, mit einer Gesamtstrecke von 501km und ebenfalls 5 Wendepunkten. Die 15m Klasse wird heute hingegen eine AAT über eine Gesamtzeit von 4 Stunden Fliegen.

Hier Uli Schwenk und Freddy Hein mit letzten Vorbereitungen unmittelbar vor dem Start :

  

Am Platz sieht der Himmel vielversprechend aus, es hat schöne Cumulus - Wolken mit einer klaren Basis, somit optimale Bedingungen für alle Piloten.

 

Unsere Piloten sind alle in der Luft und auch schon auf Strecke!

  links Uli/rechts Freddy

Zusammenfassung:

Ein optisch guter Tag geht zu Ende, der aber von den Bedingungen mit einigen Tücken versehen war.

Zum Beispiel galt es für alle Klassen das thermisch schwache Gebiet um Bristol Channel zu queren, das auch heute wieder deutlich niedrigere Basis und schwächere Steigwerte aufwies. Jetzt haben erst einmal alle Teilnehmer mit den gleichen Widrigkeiten zu kämpfen. Allerdings ist es im Wettbewerb fast immer so, dass die zuerst Abgeflogenen von den Hinterherflieger in einem thermisch schwächeren Gebiet eingeholt werden.

Und genau das dachten unsere Piloten, nachdem sie in Lasham wieder gelandet waren - richtig zufrieden wirkte niemand.

Beim späteren Blick in die Wertungslisten erhellten sich die Gesichter sofort wieder - der Tag ist trotz allem für das deutsche Team wieder gut gelaufen. Die Punkt- und Zeitdifferenz zu den schnellsten ist gering und in allen Klassen liegen unsere Piloten im Gesamtklassement unter den besten fünf. So kann es weitergehen!

Aufgrund der geringen Zeitdifferenz konnten unsere beiden 15m Piloten Freddy Hein und Uli Schwenk beide einen Tagessieg am gestrigen Tag feiern.

 Briefing: kleine Ehrung für den Tagessieg

Das Wetter präsentiert sich heute eher von der typischen englischen Seite. Insgesamt sollen uns 3 Fronten im Laufe des Tages überqueren und man hofft zwischen der 1. Warmfront und der darauf folgenden Kaltfront eine Aufgabe hinzubekommen.

 

Um 14.15 Uhr ist jetzt tatsächlich Startbeginn und für alle gilt Task B. Das bedeutet z. B. Für die 15m eine Strecke immerhin über 105km!

Inzwischen sind schon alle auf Strecke, aber der Himmel ist komplett bedeckt und unter der hohen Bewölkung gibt es nur vereinzelte CU.

Die meisten sind am Platz, aber wahrscheinlich konnten fast alle Lasham nur mit Motorunterstützung erreichen. Spannend wird es nun, ob es überhaupt zu einer Wertung reicht.

Die Rechnung der Wettbewerbsleitung die Flüge zwischen die Fronten zu legen, ging jedenfalls nicht auf. Die 1. Front war fast gar nicht am Platz zu bemerken, dafür kam die 2. Front mit massiver hoher Bewölkung und inzwischen auch Regen umso schneller.

Update 20.30 Uhr

Obwohl Uli die weiteste Strecke geflogen ist und Freddy nur wenige Kilometer weniger, waren alle Anstrengungen in der 15m Klasse umsonst. Die nötige Anzahl die die Mindeststrecke von 100km überschreiten mussten, wurde nicht erreicht und damit konnte keine gültige Wertung erflogen werden.

Dagegen gibt es in der 18m Klasse und in der Offenen Klasse eine Streckenwertung  mit erfreulichen Ausgang für das deutsche Team. Michael führt nun die Offene Klasse an und auch Holger hat einen Gesamtplatz gutgemacht.

Sebastian und Michael in der 18m Klasse haben weiterhin mit ca. 30 Punkten nur einen geringen Abstand zu den Führenden.

Morgen sollen wir wieder einen guten fliegbaren Tag haben.

Die Sonne scheint und die Engländer waren gestern Abend schon ganz euphorisch über die guten Bedingungen die wir heute haben sollen - na dann lassen wir uns doch mal überraschen!

  erst die Teilnehmer, danach Vereinsflieger

Der interessierte Leser wird sofort bei diesem Bild bemerken, warum stehen in der Startaufstellung Holzflugzeuge!?

Das ist nicht die Startaufstellung der Europameisterschaft, das sind die wartenden Flugzeuge vom Flugplatz Lasham, die aufgrund der guten Wettervorhersage alle in die Luft wollen. Bei uns undenkbar, das neben einem laufenden Wettberwerb die ortsansässigen Vereine ihren ganz normalen Flugbetrieb durchführen.

Bei diesem Top Wetter dürfen die Piloten heute fliegen!

 

Michael Streit voller Vorfreude, beim Start der 18-Meter Klasse:

 

Am Boden werden wir mit englischen "Scones" und deutscher Rittersport Schokolade versorgt, während der Verfolgung unserer Piloten per Funk und Live-Tracking!

 Was für ein Tag, Strecken bis 625km, Schnittgeschwindigkeiten in allen Klassen deutlich über 100km/h und das Mitte August in England! Wer hätte das im Vorfeld prophezeit.

 Formel 1 Strecke Silverstone

Originalton Uli: " das ist die grösste Strecke die ich in den letzten 2 Jahren auf einem Wettbewerb in Europa geflogen habe, und das auf einer Insel!"

Alle Piloten schwärmten von den fantastischen Bedingungen auf den ersten Schenkeln mit Basishöhen bis 1800m und Steigwerte bis 4m/s.

Die Offene Klasse flog bis zur 3. Wende einen knappen 140km/h Schnitt, erst zum Schluss beeinträchtigte Ausbreitungen und hohe Bewölkung, die Sonneneinstrahlung und somit auch Thermikentwicklung.

Erfreulich ist natürlich auch das fantastische Ergebnis aus deutscher Sicht. In allen Klassen sind wir ganz vorne dabei, einen besseren Einstand hätte man sich nicht wünschen können.

  Resume des ersten Tages in der Zentrale

 

Und los gehts, pünktlich um 18:30 beginnt die Airshow im Rahmen der Eröffnungsfeier für die 19. FAI Europameisterschaft im Segelfliegen!

   

Zwischendurch wurden die Teams der teilnehmenden Nationen den zahlreichen Gästen präsentiert. Hier das deutsche Team mit den Piloten: Michael Streit, Michael Sommer, Sebastian Huhmann, Holger Karow, Uli Schwenk und Freddy Hein (unten rechts) ,sowie dem Teamcaptain Holger Back:

  Hier die Schilder aller teilnehmenden Nationen

Das Wetter hielt bis zum Schluss und die Airshow wurde unter Beifall mit einem spektakulären "Feuerwerk Kunstflug" einer Grob G109 beendet.

 

Auch für morgen ist gutes Wetter vorhergesagt und wir freuen uns auf einen spannenden 1. Wertungstag.