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8.1.2020

Hallo nach Germany,

gestern hatten wir u.a. in der Clubklasse einen guten Tag.

Chrissi Grote holte zusammen mit Elena Fergnani den ersten Tagesplatz, dicht gefolgt von Sabrina Vogt auf Platz 3.

Chrissi wurde nach dem Briefing zum Interview gebeten,was ihr euch hier ansehen könnt:

Einen Blick auf den Bereich des Flugplatzes wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten! (aus dem Cockpit der 1B)

Ihr seht, wie trocken es hier ist und vor allem die Tiere kriegen das krass zu spüren. Direkt neben unserem klimatisierten „State Park“ gibt es einige Weiden. Die armen Rinder dort sehen schon sehr abgemagert aus.

Den Kängurus, hier gesehen beim morgendlichen Frühsport, geht es etwas besser, haben sie doch mit Flugplatz und See zwei Möglichkeiten an Wasser zu kommen. Am See ist es auch etwas grüner, was die Tiere dankbar nutzen.

Gestern gab es dann doch noch einen kleinen Schauer, den alle, die vor dem Clubheim zusammenstanden, lautstark begrüßten!

Auch Ines Engelhardt genießt die angenehme Kühlung!

Heute war in unserem Bereich störungsfreies Wetter vorhergesagt. Im Osten gibt es wieder Überentwicklungen.  Der Temp zeigt Ausbreitungen, die allerdings die schnellen Schnitte (wie sich hinterher herausstellte) kaum behinderten.

Quelle: Skysight

Wir zeigen euch heute einmal ein paar Screenshots von den Aufgaben.

Einerseits wollen wir das Wetter optimal nutzen, anderseits unsere Strategie und Taktik verfolgen. Da fällt es dann schwer, eine Entscheidung für einen optimalem Abflugzeitpunkt zu treffen, wenn sich eine Wolkenstraße gerade im Aufbau befindet, wohl wissend, dass die Meute hungriger Thermikjäger einem direkt im Nacken sitzt.

Erst einmal ein paar Satellitenbilder in der Reihenfolge 13:15, 14:00, 14:30

Man erkennt früh eine sauber rausgeprägte Aufreihung entlang der Kurse aller Klassen. Alleine früh unterwegs war dann Diana Schuit aus Luxemburg. Diana ist eigentlich Niederländerin und wohnt in Australien. Alleine tut man sich natürlich schwer, das hat dann auch Diana erfahren. Aber wann würdet ihr losgehen?  

Quellen: https://www.windy.com/YKEP?satellite,-30.891,149.427,8

Alle unsere Pilotinnen starteten dann relativ früh. Hier einige Impressionen von unterwegs.

Standartklasse:

Startzeiten PO 14:09, FQF, S7 13:45

Conny und Ulrike hatten einen sehr guten ersten Streifen. Im Bereich der 1. Wende verloren sie sich kurzzeitig, flogen dann aber ihre Strecke sauber zu Ende. Serena flog mit einem großen Pulk zusammen ab, was sich im Resultat lohnte

18m: Startzeiten PT,1B 13:25

Steffi und Katrin flogen fast die gesamte Strecke zusammen. Katrin mit einem beachtlichen 147er Schnitt. Leider erhielt sie 50 Strafpunkte, weil sie den letzten Sektor knapp verpasste, da sie Batterieprobleme hatte.

Clubklasse: Abflug AJ 13:25   BM, CQL 13:36

Ines flog mutig als erste los und hatte zu Beginn einen tollen Streifen.  Allerdings änderten sich die Bedingungen nach Mt. Kaptutar und es gab nur wenige Zeichnungen am Himmel. Hier hat ein einzelne(r) Pilot(in) naturgemäß Nachteile gegenüber einem Team aus zwei oder mehr Flugzeugen. Sie wurde dann auch  leider(für sie)von dem Team CQL, BM überholt.

Während unsere Pilotinnen unterwegs sind,  kümmern wir uns um mögliche Seebriesen oder/und die generelle Situation während der der letzten Phase ihres Fluges.

Während es um halb 4 im Norden noch knackig aussieht, lassen sich Richtung Süden & Südosten schon wieder Überentwicklungen erkennen. Vorboten einer erneuten Seebriese, die ca. gegen 17:30 vorhergesagt wird. (Sie wird dann aber heute kaum Wirkung zeigen).

Gegen 17:00 waren schon die Ersten unseres Team zurück . Resultate sind ja immer Konkurrenten-bezogen. Jeder versucht eine gute Leistung zu bringen. Da dies beim Segelfliegen natürgemäß von vielen Faktoren abhängig ist, kann eine super Leistung in einer  Situation ein super oder weniger gutes Resultat bedeuten. Wer von uns dachte nicht schon mal bei einem Wertugsflug: „Heute hat ja gar so gar nix geklappt“ und stellte beim Blick auf die Wertung fest, das er ganz oben plaziert war. Thats the Game:)

Wir arbeiten in den kommenden zahlreichen Wertungstagen jeden Tag daran, Spaß, Leistung und Resultat zu einem stimmigen Ganzen zu formen.

Heute abend gibt es ein gemensames Lasagne-Essen in „Bob`s family Cafe“. Also wir arbeiten dran!!

Euch einen schönen Tag, eure „Keepits“

7.1.2020

G`day nach Deutschand,

14:30

gestern Abend haben wir einen schönen „Australian Evening“ verbracht. Das Geschwisterpaar Brad und Bill Edwards begleiteten den Abend musikalisch und holten alles aus ihren Gitarren heraus. Draußen war es fast kühler als drinnen, sodaß  die angedachte Poolparty umgestzt werden konnte.

.. ihr Einsatz stand erst noch bevor!!!

Brad war übrigens Weltmeister in der 15m-Klasse 1991 in Uvalde/Texas auf ener LS6.

li : Bill & Brad re: Katrin, Bill & Steffi

Auch 1991 war es wahrscheinlich schon eine „Art Sport“, die FAI-Flagge zumindest symbolisch zu „stehlen“. Auch in Lake Keepit fehlte diese Flagge plötzlich. Wer war/ist der Dieb? Es kursierten Gerüchte und Vermutungen, Bilder bei Facebook („FAI-Flag-Adventures“).  Es war nicht klar auszumachen, welche Rolle dabei Andrew Maddocks spielte. Anyway,…zur Zeit hängt sie wieder im richtigen Platz,- wer weiß, wie lange?

Zwischenzeitlich wurde sie bei einer deutschen Pilotin gesichtet. 🙂

Quelle: https://www.facebook.com/search/top/?q=fai%20flag%20adventures&epa=SEARCH_BOX

Heute zeichnet sich eine Wetteränderung ab. Ab 16:30 können im Bereich einer Tiefdruckrinne, unterstützt von der östlichen Seebriesenfront, Überentwicklungen und Gewitter mit starkem Wind auftreten. Insesamt wird dies eine leicht kühlere Wetterphase einleiten (wurde ja auch Zeit!).

Quelle: http://www.bom.gov.au/australia/charts/4day_col.shtml

Das Meteogramm  zeigt Regen im Bereich von 17:00 Uhr

Quelle: https://www.yr.no/place/Australia/New_South_Wales/Lake_Keepit_State_Recreation_Area/

So sieht das Radarbild um 16:15 aus

Tamworth ist ungefähr 45 km entfernt. Dort werden schon Gewitter gemeldet.

Das Tracking zeigt die Situation im letzten Flugdrittel:

16:18 18m-Klasse

STD 16:23

Club 16:30

16:50

Die Schauer stehen einige Kilometer vor dem Platz, alle Piloten schein es zu schaffen. Super!

Die Wertungen gibt es wie immer unter https://www.soaringspot.com/en/10th-fai-womens-world-gliding-championship-lake-keepit-2020/results                                                                                       In der Zentrale snd wir auch gespant, wie die Resultate sind. Wir sind auch etwas geschafft heute:

Wir sehen uns dann wieder HIER morgen, - euch einen schöne AbendMorgen, euer Team Germany aus Lake Keepit

P.S... die Seebrese mit Böen um 50km/h kam dann leicht verspätet (zum Glück) um 17:21,- leider bsiher ohne Regen - CU

6.1.2020

16:20

Ein Tag wie jeder in der letzten Zeit? Fast, wenn man die schon morgens schlechte Sicht außer Acht lässt. Wir hatten ja schon gestern die Seebriese in Verbindung mit Rauch erwähnt. Heute Nacht zog dieser einem buchstäblich in die Nase, wenn das Fenster geöffnet war. Wir erwarteten deshalb kleine Aufgaben, um den Tag wenn möglich nutzen zu können. Das Strömungsmuster war für unseren Bereich durch die Druckverteilung komplex und eine Seebriese wiederum möglich. Also quasi NordSüdOst-Wind.

Quelle: http://satview.bom.gov.au/

Umso erstaunter waren wir dann doch, dass die erwarteten Gebietsaufgaben (Asssigned Area Task) eine Dauer von 5:00-18m, 4:30-Club und 4:15-Std hatten.

So weit so gut, wir bereiteten uns natürlich gut vor und hatten auch noch Zeit einige Impressionen vor dem Start zu sammeln und den Helfern und Pilotinnen bei ihrer Vorbereitung über die Schulter zu   schauen:

Gut gelaunt startet das Team „AJ“ Ines und Rolf Engelhardt in den Tag

Team „CQL“, Chrissi Grote mit Fin und Uli, ..liebevoll „Qualle“ getauft..(die LS4)

Annette von der „PT“- Steffi Mühl nutzt die ganzer Bandbreite moderner Putztechnik. Sabrina Vogts Vater Mathias sorgt für angenehme Kühlung vor dem Start.

Steffi Mühl sitzt schon im Cockpit ihrer ASG 29 „PT“. Die Standardkasse steht hinten, sodass Ingrid Blecher, die Conny Schaich (FQF) betreut, es ganz gelassen angehen kann.

Alle hier habe mit den Temperaturen zu kämpfen. Eric Napoleon, der französische Team-Captain verdiente sich heute zwei Flaschen Wein, indem er Katrin Senne kurzfristig einem Logger lieh, nachdem durch eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ ihr Logger einen Defekt hatte. Daneben das ebenfalls schwitzende Crew-Mitglied der Italienerin Elena Fergnani, die hier mit einem sehr schönen Discus a fliegt.

Bevor die Schleppmaschine loslegt, ist die Welt noch in Ordnung, danach wird die Situation etwas undurchsichtiger, wie auch die folgenden Entscheidungen der Wettbewerbsleitung.

Die Aufgaben führten zuerst nach Süden (18m, Club) , dann nach Norden und bei der Standardklasse ging es direkt nach Norden. Nach einer gewissen Zeit flogen also zwei Klassen am Flugplatz vorbei. Unsere Pilotinnen berichteten häufig von schlechter Sicht. Bruce, der Sicherheitspilot, startete 2 mal und attestierte fliegbare Bedingungen. Aus eben angesprochener Position wäre eine Neutralisation des Tages, eine schnelle Landung und anschließend z.B.  eine Poolpartie, mit einem oder zwei Kästen australischer Kaltgetränke des Ausrichters eine charmante Variante gewesen. Hier zur Übersicht einmal die Aufgaben.

Aber die Aufgabe wurde fortgesetzt, bis nach über 4 h Flugzeit um kurz um ca. 15:42 Uhr der Tag dann doch auf Grund der Rauchsituation neutralisiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich alle Pilotinnen weit im Norden und hätten nur ihre letzten Sektoren „ankratzen“ müssen. So landeten dann die meisten ca. 50 min, bevor ihre Aufgabenzeit beendet gewesen wäre. Hier die Situation der Clubklasse, die sich um 15:51 schon auf dem Rückweg befand.

Also haben wir heute beim „Australien evening“ genug Gesprächsstoff. Da dieser im „Lake Keepit Sport and Recreation Centre“ stattfindet kommen wir alle doch noch zu unserem pool-jump und feiern die vielen Tagessiegerinnen.

Morgen geht’s dann weiter, wir grüßen alle in der Heimat, euer Team aus „Down Under“

 „Lake Keepit Sport and Recreation Centre“ im Intenet.

Heute sind nur 0,6% Wasser des max. Füllstandes) im Stausee.

5.1.2020

Guten Morgen Abend,

13:03

Unsere Pilotinnen sind noch in der Startphase,- die Temperaturen bewegen sich im „normalen Bereich“ um die 40 Grad.  Heute wünschen wir sogar, dass sie über 40 Grad kommt. Erst dann gibt es Thermik über 3000m.

Heute erwarten wir die Abflüge nicht vor 14 Uhr local.

Zeit also, sich einmal um den Tagesablauf der Helfer zu kümmern. Wir haben uns aus verschiedenen Gründen dafür entschieden, uns vor Ort Flugzeuge zu leihen, oder sie zu tauschen, wenn australische Segelflugfreunde den europäischen Sommer fliegerisch nutzen wollen.

5 andere Nationen haben mit (teils Verbands-eigenen) Containern ihre Flugzeuge verschifft. In den Trainingstagen hat sich herausgestellt, dass die geliehenen Flugzeuge der STD-und Clubklasse teils größere Zuwendung benötigen, um die Abdichtungen und Instrumente auf einen akzeptablen Stand zu bringen.

Die „Team-Mates“ Ingrid, Annette, Tanja, Heino, Till, Rolf, Uli, Brad, Alex, Mike, Mathias, Karin und Fin sind ab spätestens 6 Uhr morgens auf den Beinen, um die Flieger fit für den Tag zu machen. Dann herrschen noch einigermaßen erträgliche Temperaturen. Bis abends nach der Landung die Flugzeuge wieder gewaschen und einsatzbereit für den nächsten Tag sind, ist es für die Bodencrews ein langer, staubiger und heißer Tag.

Echt großartig, dass ihr dabei seid – ohne euch wäre das Alles hier gar nicht möglich! Thank U!!

Apropos staubig – über den Flugplatz fegen jeden Tag unzählige Aufwinde hinweg, die uns und die Flugzeuge regelmäßig einstauben. Zusätzlich wird man beim Start auch durch die Schleppmaschinen gesandstrahlt. Lässt man also in Deutschland die Bezüge bei schlechtem Wetter auf dem Flugzeug, damit es trocken bleibt – werde hier die Bezüge erst ganz spät abgemacht um ansatzweise ein staubfreies Flugzeug zu haben…so die Theorie 😉

Nun aber zum Fliegerischen:

Heute ist es dunstiger als gestern. Es scheint etwas mehr Rauch von den Waldbränden in der Atmosphäre zu sein.

Von der Wettbewerbsleitung wurde ein „Safety-Pilot“ eingeführt und auch in den Local Procedures veröffentlicht. Diese Funktion führt der Tasksetter und mehrmalige Weltmeisterschaftsteilnehmer Bruce Taylor aus. Bruce` Aufgabe ist es an schwierigen Tagen mit einem hohen Potential an Rauchgefahr im Wettbewerbsgebiet einzuschätzen, ob die Sichten im Fluggebiet ausreichen, um die Teilnehmer loszuschicken. Sollte eine solche Wetterlage eintreten, kann es auch sein, dass Bruce während dem Flug entscheidet, dass aus Sicherheitsgründen der Wettbewerbstag sofort neutralisiert und abgebrochen wird.

Diese Regelung ist für alle neu – doch auf Grund der aktuellen Brandlage unumgänglich. So wird ermöglicht, dass nicht zu früh neutralisiert wird, aber die Sicherheit der Piloten gewahrt bleibt. Natürlich hoffen wir alle, dass nie auf den Sicherheitspiloten zurückgegriffen werden muss!

Rauch ist ein gutes Stichwort, um auch die Komplexität und Schwierigkeit zu beschreiben, den Tag gut zu beurteilen und den Abflugzeitpunkt optimal zu bestimmen.

Unten seht ihr die Druckverteilung für heute und ein im Gegenuhrzeigersinn drehendes Hochdruckgebiet. Der im Süden entstehende Rauch wird teilweise weit in den Pazifik hineingetragen und dann auf Grund der Drehung des Hochs wieder zurück nach Australien transportiert – was bei uns wiederum zu einer Verschlechterung der Sicht führt. Aber ein bisschen Sichtverschlechterung nehmen wir gerne in Kauf.

Die Bodendruckkarte stellt sich heute folgendermaßen dar:

Quelle:  http://www.bom.gov.au/australia/charts/4day_col.shtml/

Quellen: http://satview.bom.gov.au/

15:3o

Der TEMP für heute wird etwas schwächer vorhergesagt - die Luft ist etwas "zäher" und über 40 Grad werden benötigt, um brauchbares Steigen zu produzieren.

Gleichzeitig ist eine Seebriesenkonvergenz möglich und im Südwesten besteht bei Temperaturen um 42 Grad die Chance von Überentwicklungen. Insgesamt ist die Thermikentwicklung deutlich träger vorhergesagt als gestern. Das Thermikende soll gleichzeitig wesentlich abrupter eintreten, wie das Meteogramm von Lake Keepit zeigt. Wie führen dies auf eine mögliche Seebriese und Rauch zurück.

Quelle: Skysight

Den zähen Beginn erlebten die Pilotinnen hautnah vor dem Abflug. Es war deutlich mühseliger, auf Höhen über 2500m zu kommen und die Steigwerte waren deutlich schwächer als am Vortag.

In der Standardklasse hat sich dann irgendwann kurz vor 14:00 ein Pulk auf den Weg gemacht, die Aufgabe um die 460km anzugehen.

Um euch einen Eindruck über die Streckenführung zu geben, hier ein Zwischenstand um ca.15:50

18m

STD

Club

Um 18:00 ist Thermikende vorhergesagt,- das wird heute spannend.

17:30

Lisa Trotter aus Australien ist soeben gelandet. Die gehörte zu dem ersten Pulk der Standartklasse. Das könne heute in dieser Klasse der Tagessieg sein. Wir werden sehen.

Während Serena mit über 4000m nahezu im Endanflug ist, braucht die Clubklasse noch etwas Höhe und sucht nach Thermik ca.60km vor dem Platz in ca.2500m.

17:41

Katrin und Steffi haben -50m …da müssen sie sich noch etwas strecken.

17:59 Unsere Std-Klsse im Final.

17:04 die Clubklasse "bastelt" noch etwas.

18:09 Steffi schaltet um, die Clubklasse ist ca. bei km 30

18:20 Die Clubklasse hat ca 250m plus, ds hört sich gut an.

Die Wertung wie gestern unter:

https://www.soaringspot.com/en/10th-fai-womens-world-gliding-championship-lake-keepit-2020/results

Wir werden mit "Pysoar" anschliessend die Flüge auswerten. Taktische Elemente und Wettersituation lassen sich hiermit naürlich nur ungenügend abbilden.

18:46

Puuh, Chrissi, Ines und Sabrina sind da!

Wir räumen mal geich die Zentrala auf. Viele Grüße in die Heimat, die "verschwitzen Hemden"....

18:50

Jetzt kommt gerade ganz krass die Seebriese in Verbindung mit Rauch herein. Wie aus dem Nichts, (man konnte se allerdings schon ansatzweise sehen) verstärkte sich der Wind auf ca 30-45km/h mit rapider Sichtverschlechterung. Hoffentlich kommen jetzt alle anderen sicher in den Platz!!

4.1.2020

15:40

Alle Pilotinnen sind in der Luft und auf dem 2.Schenkel ihrer Aufgabe. Die gestrige Eröffnung ist nun Geschichte, aber festgehalten in schönen Bildern. Hier noch mal eines des Teams verbunden mit einem „Dankeschön“ an alle Unterstützer.

Heute Morgen empfing uns ein wolkenloser Himmel. Die Temperaturen sinken erst in den frühen Morgenstunden unter 30 Grad. Ein halbwegs erholsamer Schlaf geht dann nur mit Air Condition.

Zum Glück können wir dann hier in den Tag mit einem Eiskaffee starten, den es seit heute im Bereich des Starts bei einem mobilen Café  gibt.

Während ich dies jetzt schreibe, laufen im Hintergrund die Situationsberichte zu den Feuern in südlichen Bereich von New South Wales und Kangaroo Island, südlich Adelaide. Einige von euch haben es bestimmt schon einmal besucht?!

In diesem Bereich sind ca.100 Löschflugzeuge im Einsatz und die Bedingungen hören sich katastrophal an.

Bei dem Strömungsbild, die heute im Briefing gezeigt wurde, ist im Süden gut die Rauchentwicklung zu sehen. Unser Bereich soll aber frei bleiben.

Quelle: www.windy.com (kleiner Kreis ist Lake Keepit)

Gerade höre ich von der Clubklasse „es steeeiiigt,- suuupa“,…. welch andere Welt und wir wollen mal darüber im Moment dankbar sein!

Aber fangen wir doch einfach nochmal von vorne mit dem Wetter an:

Zwischen zwei Hochdruckgebieten (linksdrehend) liegt das Hitzetief, verbunden mit einer Hebungszone südlich und südwestlich von uns. Wir liegen weiterhin im Zustrom sehr heißer, trockener Luftmassen.

Quelle: http://www.bom.gov.au/

Die Temperatursondierung zeigt dann auch ideale Verhältnisse, mit geringer Quellbewölkung im Südwesten und Norden/Nordosten.

Abb.: Temperatursonderung und Aufgabenanimation. unseres Teambriefings

Quelle: Skysight

Die Aufgaben wurden für alle Klassem heute in den Süden und Südwesten ausgeschrieben. Wir peilen Landungen zwischen 17:30 und 18:00 an. Es gibt ein Tracking-System mit 15min Verzögerung. In den letzten Jahren konnten wir auf OGN (einem offenen Trackingsystem-Open Glider Network) zurückgreifen. Dieses ermöglicht ein 1:1 Tracking. Seit 2019 ist es erlaubt, im OGN „unsichtbar“ zu sein. Das nutzen viele Pilotinnen, sodass wir größtenteils nur auf die verzögerten Informationen zurückgreifen können. Hintergrund ist der Wunsch nach mehr individuellem Fliegen.

Flarm als Warnsystem soll zukünftig nur noch als solches benutzt werden.

Hier einmal der Stand(und die Aufgaben für alle drei Klassen zwischen 16:44-16:47

Clubklasse

Std-Klasse

18m-Klasse

Bis auf die 18m-Klasse, die etwas später abgeflogen, sind alle um kurz nach 17:00 im Bereich des Endanfluges.

17:17

Wir hören die ersten Anflüge, auch unsere Pilotinnen scheinen in allen Klassen recht gut in den Wettbewerb gestartet zu sein.

Die Pilotinnen melden sich bei 20 und 10km vor dem Flugplatz:

„Good afternoon, wind light, variable, please land long, there are some kangaroos on the bottom of the airfield.”

Der erste Tag geht so langsam zur Neige. Wir freuen uns, das alle wieder zu Hause sind, oder gleich sein werden.

17:32

Ihr findet die Wertungen unterhttps://www.soaringspot.com/en/10th-fai-womens-world-gliding-championship-lake-keepit-2020/


 Wir analysieren noch den heutigen und bereiten den kommenden Tag vor. C U later, euer

Heute Morgen ca. 10 Uhr war es dann so weit. Alle Teams versammelten sich vor dem Shelter, auf dem sich auch die Webcam befindet.

Der Vertreter der Stadt Gunnedah (ca. 40 km entfernt von hier), dem zu Lake Keepit gehörendem Verwaltungszentrum und Sitz des Local Goverments, begrüßte alle Anwesenden mit einem „warm welcome“. Dies bezog sich hoffentlich nicht auf die Temperaturen! Die Vorsitzende der Jury, Gisela Weinreich, eröffnete anschließend als Vertreterin der FAI diese 10.Frauen-Weltmeisterschaften. Die FAI-Fahne wurde gehisst und die FAI-Hymne gespielt. Ein langer Weg der Vorbereitungen für alle Teams bis zu diesem Punkt geht hiermit zu Ende. Let the games begin!

Viele der Teams aus aller Welt

Alles in Allem, eine „erfrischend“ kurze Veranstaltung, die anschließend mit einem „socializing Tea“ ihren Abschluss fand.

Wir nutzten diese Gelegenheit für ein kleines Fotoshooting und einem kurzen Briefing für alle und danach nur für die Crews, um dann Morgen gut vorbereitet in den Wettbewerb starten zu können.

CU Tomorrow, eurer Team Germany

2.Jan.2020

13:30

G`day nach Deutschland,

Gestern Abend gab es dann noch „Wetter hautnah“. Waren erst die Gewitter noch ein wunderbares optisches Erlebnis in der Ferne, kamen sie doch im Lauf des Abends immer näher, ohne jedoch außer einer signifikanten Böenwalze und einigen Blitzen in Erscheinung zu treten.

Quelle: http://www.flymanilla.com/Home/MtBorahWeather/tabid/339/Default.aspx

Heute können wir von täglicher Routine noch nicht sprechen, aber es etabliert sich zumindest eine Art Rhythmus im Tagesablauf. Der/die Frühaufsteher(innen) können gegen 6:30 noch eine kleine Runde joggen, oder bei erträglichen Temperaturen den Flieger schon so für den Tag vorbereiten, das quasi nur noch de Pilotin fehlt. Jeder hat seine eigenen Frühstücksroutinen, für alle gibt es dann gegen 10:00 das tägliche Briefing. Nach einem kleinen 2täglichen Ausflug in die klimatisierten, allerdings 7km entfernten, Räumlichkeiten des „Recreation Parks“, versammelten sich dann heute alle (nach Vorschlag fast aller Team-Captains) in einer Flugzeughalle am Platz. So gewinnen alle Teams ca.1.5 h und sparen darüber hinaus noch Treibstoff.

Wir sitzen in der Zentrale wieder in der ersten Reihe, wenn auch die Klimatisierung leichte Defizite aufweist

Heute ist die Startbereitschaft erst 14:00. Also Zeit, einmal unsere Unterstützer „auf die Bühne“ zu holen. Ohne die vielen Menschen und Firmen, die uns helfen, ist so eine Veranstaltung kaum denkbar. Herzlichen Dank dafür!

Einige Flugzeuge stehen am Start, es sind auch schon Wolken zu sehen, die wieder das Potential für Gewitter bergen

17:17

Tolle Wolkenoptik mit Überentwicklungen auf der einen Seite, dunkle Überentwicklungen auf der anderen.

17:40

Eine Böenwalze hat mit viel Stau den Platz überquert. Kein Regen bisher! Alle unsere Pilotinnen sind vorher gut gelandet.

Davor haben sie sog. AAT`s  (Gebietsaufgaben)  geflogen, die in Anbetracht der Wetterprognose sehr kurz ausgefallen ist.  Bisher haben nur drei Pilotinnen ihre Aufgaben hochgeladen. In der 18m-Klasse zwei Französinnen mit bemerkenswerten 173km/h. Respekt!

In der Zentrale wird es ungemütlich, wir hören dann morgen voneinander mit einigen Bildern von der Eröffnung.

Herzlichen Gruß in die Heimat, euer Team Germany

1.Januar

Happy New Year 2020! Alles Gute, Frieden, Gesundheit & always happy landings!

10:30

Weit entfernt vom eindrucksvollen Feuerwerk in Sydney

haben wir heute Nacht relativ still das neue Jahrzehnt begrüßt. Alle wollten am nächsten Morgen ja wieder fit sein, haben wir doch den 2.offiziellen Trainingstag.

Die Wetterlage und generelle Feuer-/Rauchsituation, von der ihr ja wahrscheinlich in den Medien hört, ist hier durch die Großwetterlage mit Winden aus nördlichen Richtungen zurzeit entspannt. Wir hoffen, das dies so bleibt!

Quelle: https://www.rfs.nsw.gov.au/fire-information/fires-near-me

Während es im südlichen Bereich von NSW und in Victoria Brände gibt (unten links-gelbe Symbole), die nicht unter Kontrolle sind, können die Brände unserer Region zurzeit kontrolliert werden (oben rechts-blaue Symbole, roter Punkt = LK).

13:00

So gab es heute für alle das erste Teambriefing. Alle Pilotinnen waren anwesend, selbst Chrissi, die gerade noch eine Bronchitis auskuriert. Wir wünschen weiterhin gute Besserung!

Im Tagesverlauf überquert uns ein schwacher Trog (Tiefdruckgebiet in der Höhe, Hebungsgebiet). Grundsätzlich hält der Zustrom heißer Luft aus Zentralaustralien an. Wir erwarten wieder Temperaturen um die 40 Grad Celsius. Im Tagesverlauf werden sich einige Cumuluswolken (unsere Aufwindanzeiger) bilden. Auch der ein-oder-andere Schauer ist nicht ausgeschlossen.

Quelle: http://www.bom.gov.au/     https://www.yr.no/place/Australia/New_South_Wales/Lake_Keepit_

Alle sind konzentriert und erwarten bei dieser Zusammenkunft Inputs für den Tag. Nach dem Briefing ist es dann mit der disziplinierten Ruhe vorbei und alle reden durcheinander:

„Hat jemand die aktuelle Luftraumdatei? ...wer weiß, ob der Team-Code zwischen Oudie und XC-Soar kompatibel ist,…bringt jemand bitte Sonnencreme mit an den Start,…denkt bitte an die Elektrolyte, können wir nicht doch den Ort des Briefings ändern?...ich finde meine SD-Karte nicht….“ Und so weiter. Bevor dann die Startphase anfängt, gibt es eine halbe Stunde Ruhe. Dann rasten wir die Frequenzen in unsere Funkgeräte. Für den Abflug die 122.025 und für das Team-Germany die 130.775. (Anm.:  checkt vorher die Reichweite eures Funkgerätes, wenn ihr mithören wollt :))

14:20

Heute ist unser Funk relativ ruhig, haben wir doch das Motto ausgegeben: Kräfte schonen & sparsamer Umgang mit den Ressourcen! Der Wettbewerb wird noch anstrengend genug…

Es gibt natürlich Aufgaben, die in den thermisch bevorzugten Norden gehen. Beispielhaft hier die Aufgabe der 18m-Klasse.

AAT 3h, 267-519km

Hier am Boden gehen teilweise heftige Dustdevils, sog. „Willi-Willi’s") durch. Ein Teil unsere Pilotinnen ist schon in der Luft, bei momentanen Arbeitshöhen bis ca. 7500 f (knapp 2300m).

Ein weiterer guter Tag, sich auf die Gegebenheiten einzustellen. Auch natürlich für das Bodenteam.

Dani hat eben eine von den nicht aktiven Lufträumen bereinigte Datei erstellt, sodass nun alle etwas befreiter von Luftraumwarnungen unterwegs sein können. An dieser Stelle nochmal Dank an Benni Bachmeier, der 2017 für die Frauen-WM in Zbraslavice/CZ einmal „kurz“ das Programm „Airspace.Cleaner“ geschrieben hat.

17:00

Insgesamt hat das Wetter das gehalten, was der „Temp“ (Sondierung der Temperaturschichtung) versprochen hat und es hat sich ein schöner „CB“ (Kumulonimbus = Gewitterwolke) im Norden gebildet - der leider für uns keinen Regen bringt, andererseits auch keine Blitze, die wieder neue Feuer entzünden können. Die Feuer können so heftig und großflächig sein, das sie ihr  „eigenes Wetter“ machen : https://www.bbc.com/news/world-australia-50383800

Morgen ist ein weiterer Trainingstag, Freitag Eröffnung und Samstag dann der 1.Wertungstag.

Bis dahin „CU later“, euer Team Germany aus Lake Keepit

30.12. 2019

G`day Germany,

womit soll ich heute anfangen? Vielleicht mit den blinkenden Kunstsoff Weihnachtsbäumen in den Läden mit dem vielen bunten LED-Leuchtmitteln bei 39 Grad ...und dem Kontrast, herausgerissen aus dem deutschen Weihnachtsmarktrummel, Glühwein und Grünkohl, den wir alle hier heute erleben? Oder vielleicht mit der wundervollen Aussicht, die wir hier von unserer Teamzentrale haben? Oder doch mit den Menschen, denen wir seit gestern Abend begegnet sind?

Das Team haben wir ja nun schon am „Boxing day“ vorgestellt. So weit, so gut. Die vielen anderen, die so einen Wettbewerb ermöglichen und ihn in der Luft bestreiten, werden wir in den nächsten Wochen hier „zu Worte kommen“ lassen oder „ins Bild setzen“.

Dabei  wird mir klar, dass wir uns von unsren deutschen Erwartungen und Vorstellungen zum (großen) Teil verabschieden müssen, um das Land , das Klima und das Leben her in Ansätzen zu verstehen und dann auch genießen zu können.

Wir können nicht beurteilen, ob die Dürre hier mit dem Klimawandel zu tun hat. Fakt ist, das der See nur zu 0,6% gefüllt ist.

Waren gestern Abend noch die Kängurus vor dem Clubhaus anscheinend gut gelaunt und entspannt, so merkte man heute doch schnell mit höher steigender Sonne, wie sie von Schatten zu Schatten hüpften, teilweise quer durch die Unterkünfte.

Vergleicht selbst 2012 und heute.

Unsere Gastgeber kennen die Wärme und geben sie im zwischenmenschlich Positiven an uns weiter. So haben uns Bob und Jeff liebevoll in unsere Zentrale, ein im Viktorianischen Stil erbautes kombiniertes Wohn/Hallenhaus eingewiesen.

Hier zahlt sich eine gute Vorbereitung aus:  Sabrina Vogt, die die Vor-WM vor einem Jahr schon hier geflogen ist, hat uns diese Location ermöglicht, die wir uns mit dem US-Team teilen.

…okidoci..

…. und geflogen wurde gar nicht? Natürlich!!

Die Basis war „nur“ ca. 3000m und auch manchmal blau, gute Sichten & fast keine Feuer. Also ein perfekter Tag, um sich buchstäblich „warmzufliegen“. Morgen werden wir mehr thematisch in die Vorbereitung vor Ort einsteigen und uns u.a. mit den Wettermodellen-und Vorhersagen, den thermisch bevorzugten Gebieten, dien Wendepunkten und dem Teilnehmerinnenfeld beschäftigen. Dani ist gerade beim 1.Briefing der Teamcaptains. Zielkreishöhe, Briefinglocation und vieles mehr werden dort besprochen.

Und “natürlich“ klar: Alle Flugzeuge und Pilotinnen unseres Teams sind gut durch die technische Abnahme gekommen und angemeldet!

Bevor ich mir gleich noch ein paar Karten anschaue und dann zum gemeinsamen Grillen „gefahren werde“ (car-sharing, Greta!!),- die Distanzen sind hier wirklich bemerkenswert, noch eine kleine Anekdote zum Abschluss.

Bei der kleinen Einführung in die imposante Welt der australischen Lebewesen sagte Bob (und veranschaulichte dies auch sofort am „lebenden Modell“)

„...in every car, hangar & glider there are 1, 2 or 10 red- back spiders,- but I only one friend had been bitten in the last years. They are very shy! But be aware of the brown snakes. No worries, every hospital has an anti-serum.”

How far is the next hospital?... “too far”

… also alles easy here in Australia!

CU tomorrow, euer Team Germany