WM 2026 war eine erfolgreiche!

Mit einem außergewöhnlich erfolgreichen Abschneiden kehrt die deutsche Nationalmannschaft von den 40. FAI World Gliding Championships in Częstochowa (Polen) zurück. Nach zehn anspruchsvollen Wertungstagen unter unterschiedlichsten Wetterbedingungen konnte das deutsche Team insgesamt drei Weltmeistertitel sowie weitere Spitzenplatzierungen erringen.

In der Offenen Klasse sicherte sich Felipe Levin nach einem dramatischen Wettbewerbsverlauf den Weltmeistertitel. Die Entscheidung fiel erst mit den letzten eingehenden Wertungen des Wettbewerbs. Nachdem zwischenzeitlich bereits davon ausgegangen wurde, dass Sebastian Kawa den Titel gewonnen hatte, brachte die abschließende Auswertung die Wende zugunsten des deutschen Piloten. Michael Sommer komplettierte das hervorragende Mannschaftsergebnis mit dem dritten Platz und damit einer weiteren Medaille für Deutschland.

Auch in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse überzeugte das deutsche Team auf ganzer Linie. Jan Omsels und Karsten Leucker verteidigten über den gesamten Wettbewerb hinweg ihre Spitzenposition und wurden verdient Weltmeister. Mit konstant starken Leistungen, hoher taktischer Disziplin und einer beeindruckenden Teamarbeit legten sie die Grundlage für diesen Erfolg.

Den dritten Weltmeistertitel gewann Deutschland in der Mannschaftswertung. Unter der Leitung von Team-Captain Carsten Kopsieker und Co-Team-Captain Conrad Hartter präsentierte sich das gesamte Team während der zwei Wettbewerbswochen geschlossen, professionell und leistungsstark. Die Mannschaftswertung unterstreicht die außergewöhnliche Breite und Qualität des deutschen Aufgebots.

In der 18-Meter-Klasse fehlte am Ende trotz einer mutigen und offensiven Strategie das letzte Quäntchen Glück. Stefan Langer belegte einen hervorragenden dritten Platz und gewann die Bronzemedaille. Mario Kießling rundete das starke Ergebnis mit Rang vier ab. Der Weltmeistertitel ging hier an den jungen Franzosen Victor Mallick, der über den gesamten Wettbewerb hinweg konstant auf höchstem Niveau flog.

Die Weltmeisterschaft 2026 war geprägt von sehr unterschiedlichen Wetterlagen – von schwieriger Blauthermik mit starkem Wind bis hin zu außergewöhnlich schnellen Rennflugbedingungen mit Tagesaufgaben von bis zu 884 Kilometern. Neben den Piloten trugen auch die intensive Teamarbeit am Boden, die Wetteranalysen von Bernd Fischer (TopMeteo) sowie die enge Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft entscheidend zum Erfolg bei.

Mit drei Weltmeistertiteln, zwei Bronzemedaillen und einem 4.Platz zählt das Abschneiden in Częstochowa zu den erfolgreichsten Ergebnissen einer deutschen Segelflug-Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft. Entsprechend groß waren die Freude, die Emotionen und der Stolz innerhalb des gesamten Teams nach dem Abschluss eines Wettbewerbs, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

10.Wertungstag

Zwischenbericht vom heutigen Wettbewerbstag

Die Spannung bei den 40. FAI World Gliding Championships steigt weiter an. Heute steht die 18-Meter-Klasse als erste Klasse im Feld und fliegt eine 3:30-Stunden-AAT mit Sektoren von 15, 25, 22, 20 und 30 Kilometern. Die Aufgabe führt erstmals ausschließlich nach Osten und Südosten. In diesem Bereich werden weiterhin ähnliche Wetterbedingungen wie am gestrigen Tag erwartet, sodass dort grundsätzlich gute Bedingungen vorhanden sein sollten.

Die Aufgaben der Offenen Klasse sowie der 20-Meter-Doppelsitzerklasse ähneln sich weitgehend. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass dort jeweils eine auf drei Stunden reduzierte AAT ausgeschrieben wurde.

In der 18-Meter-Klasse hat sich das deutsche Team heute für eine taktische Variante entschieden, die durchaus Potenzial hat. Ob diese Strategie letztlich aufgeht, wird sich allerdings erst im weiteren Tagesverlauf zeigen. Die deutschen Piloten aller drei Klassen sind mittlerweile abgeflogen.

In der 20-Meter-Doppelsitzerklasse sieht der bisherige Verlauf sehr vielversprechend aus. Bis zum ersten Wendepunkt läuft alles nach Plan und das Team ist mit der bisherigen Entwicklung zufrieden. Ähnlich präsentiert sich die Situation in der Offenen Klasse. Dort scheint die Abflugzeit nahezu identisch mit der von Sebastian Kawa gewählt worden zu sein, sodass die Unterschiede aktuell sehr gering sind.

Besonders erfreulich ist, dass in den ersten drei Sektoren weiterhin Wolken zur Verfügung stehen. Entsprechend werden derzeit noch sehr hohe Schnittgeschwindigkeiten beobachtet. Die Auswertungen über GliderTracker, GlidingNet, Flarm und die weiteren Tracking-Systeme zeigen bislang einen schnellen und flüssigen Rennverlauf.

Die eigentliche Herausforderung dürfte heute der letzte Schenkel gegen den Wind werden. Dort lassen die Wolken voraussichtlich nach, wodurch die Bedingungen schwieriger werden könnten als im bisherigen Tagesverlauf.

Trotz der hohen sportlichen Bedeutung des heutigen Tages bleibt das deutsche Team insgesamt erstaunlich entspannt. Die Konzentration liegt auf den eigenen Leistungen und einem sauberen Flug. Die bisherigen Eindrücke stimmen zuversichtlich, sodass man den Ergebnissen mit Optimismus entgegensieht.

Mathias Schunk hat zwischenzeitlich den Puls des Bundestrainers kontrolliert. Das Ergebnis: 82 Schläge pro Minute.

Wir konzentrieren uns nun auf die letzten Rennstunden und melden uns nach den Landungen hoffentlich mit positiven Nachrichten und den entsprechenden Ergebnissen zurück.

Die Enttäuschung in der Offenen Klasse ist heute groß. Über weite Strecken des Tages sah es nach einem hervorragenden Ergebnis aus. Die Ausgangslage war vielversprechend, die Geschwindigkeit stimmte und wir waren überzeugt, dass wir um den Tagessieg mitfliegen würden.

Umso bitterer ist das Ergebnis am Ende des Tages. Auf den letzten Kilometern verlieren wir den Anschluss und müssen feststellen, dass heute deutlich mehr möglich gewesen wäre. Statt eines möglichen Tagessieges stehen nach aktuellem Stand lediglich die Plätze zwei und drei zu Buche.

Das ist aus unserer Sicht heute eine klare Enttäuschung. Gerade weil die Voraussetzungen, die Vorbereitung und auch der größte Teil des Fluges sehr gut waren, schmerzt dieses Ergebnis besonders. Solche Tage gehören leider zum Leistungssport dazu. Heute überwiegt zunächst einmal der Frust über die verpasste Chance.

Auch in der 18-Meter-Klasse gelingt es Mario Kießling und Stefan Langer heute nicht, den Franzosen entscheidend Punkte abzunehmen. Im Gegenteil: Wir haben das Risiko bewusst hoch gewählt und diese Wette heute leider verloren. Damit bleibt es in der Gesamtwertung bei den Plätzen drei und vier.

Weltmeister

Die positive Nachricht des Tages kommt aus der 20-Meter-Doppelsitzerklasse: Jan Omsels und Karsten Leucker sind Weltmeister!

Mit einer beeindruckenden Leistung über die gesamte Weltmeisterschaft hinweg gelingt es den beiden, sich gegen ein außerordentlich starkes internationales Teilnehmerfeld durchzusetzen. Konstanz, Geschwindigkeit, hervorragende taktische Entscheidungen und eine geschlossene Teamleistung sind die Grundlage dieses großartigen Erfolgs.

Der Weltmeistertitel in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse geht damit nach Deutschland. Für Jan Omsels und Karsten Leucker ist dies die verdiente Belohnung für eine herausragende Meisterschaft.

Das gesamte deutsche Team freut sich über diesen großartigen Erfolg und gratuliert unseren neuen Weltmeistern herzlich.

ALLES ANDERS!

Zweimal Weltmeister – und was für ein Finale!

Unglaublich. Es kam am Ende doch ganz anders als gedacht.

Eigentlich waren wir bereits davon ausgegangen, dass Sebastian Kawa sich den Weltmeistertitel in der Offenen Klasse gesichert hatte. Wir hatten ihm bereits persönlich zu seiner außergewöhnlichen Leistung gratuliert. Auch das polnische Fernsehen feierte ihn bereits als neuen Weltmeister. Nach diesem Flugtag schien alles entschieden.

Doch dann kam die Nachricht, die alles noch einmal auf den Kopf stellte.

Karstens Frau Clara war bereits dabei, erste Sachen abzubauen, als eine Nachricht von Enrique Levin eintraf. Die Information war so überraschend wie entscheidend: Sollte der letzte noch ausstehende Pilot außerhalb der Geschwindigkeitswertung liegen, würde sich die Berechnungsgrundlage der Geschwindigkeitspunkte ändern – und plötzlich könnte es für Felipe Levin doch noch reichen.

Zunächst wollte das niemand so recht glauben.

Doch wenige Minuten später sah man bereits Mathias Schunk über das Gelände hüpfen. Die Wertung war veröffentlicht.

Felipe Levin ist Weltmeister!

Innerhalb weniger Minuten wandelte sich die Stimmung von Enttäuschung zu völliger Fassungslosigkeit und anschließend zu grenzenloser Freude. Die Dramatik dieses Moments lässt sich kaum beschreiben. Die Emotionen im deutschen Team waren überwältigend.

Damit gewinnt Deutschland gleich zwei Weltmeistertitel:

  • Weltmeister in der Offenen Klasse: Felipe Levin
  • Weltmeister in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse: Jan Omsels und Karsten Leucker

Zusätzlich geht auch die Teamwertung an Deutschland.

Trotz aller Freude möchten wir auch unseren sportlichen Respekt ausdrücken. Sebastian Kawa hat heute einen außergewöhnlichen Flug gezeigt. Mit seinem beeindruckenden Geschwindigkeitsschnitt hat er einmal mehr bewiesen, warum er seit vielen Jahren zu den besten Segelfliegern der Welt gehört. Wir haben ihm bereits zu seiner Leistung gratuliert und werden darauf in den kommenden Interviews noch ausführlicher eingehen.

Auch in der 18-Meter-Klasse wurde heute auf höchstem Niveau geflogen. Dort haben wir alles auf eine Karte gesetzt. Die Franzosen haben sich am Ende verdient durchgesetzt. Besonders Victor Mallick hat eine beeindruckende Weltmeisterschaft geflogen. Der erst 26-jährige Franzose überzeugte nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Nach Gesprächen mit Eric Napoléon bleibt vor allem der Eindruck eines außergewöhnlich bescheidenen und gleichzeitig herausragenden Piloten. Zu diesem Weltmeistertitel gratulieren wir ihm ausdrücklich.

Wir sind überglücklich.

Weitere Berichte, Bilder und Hintergrundgeschichten folgen in den kommenden Tagen. Für heute müssen wir uns entschuldigen – der Abschlussabend wartet bereits.

Grüße aus Polen

Das Deutsche Team

9.Wertungstag

Der heutige Wettbewerbstag bei den 40. FAI World Gliding Championships verspricht erneut äußerst spannend zu werden. Nach dem gestrigen Flugtag ist die Stimmung innerhalb des deutschen Teams glücklicherweise weiterhin sehr gut. Einen großen Anteil daran hat insbesondere Stefan Langer, der gestern mit seinem hervorragenden Tagessieg in der 18-Meter-Klasse einen enorm wichtigen Erfolg für das gesamte Team erzielen konnte. Gerade weil die beiden anderen Klassen gestern teilweise doch etwas stärker zu kämpfen hatten, war dieser Erfolg auch für die Stimmung innerhalb der Mannschaft besonders wichtig.

Für den heutigen Tag sind die Wetterbedingungen insgesamt sehr vielversprechend vorhergesagt. Erwartet werden sehr gute Bedingungen mit möglichen Schnittgeschwindigkeiten um etwa 140 km/h, eventuell sogar darüber. Natürlich bleibt bei einem so langen Wettbewerbstag immer ein gewisses Restrisiko bestehen, dass sich die Bedingungen anders entwickeln als prognostiziert, insgesamt sieht die Wetterlage aktuell jedoch sehr stabil und schnell aus.

Entsprechend groß fallen heute auch die ausgeschriebenen Aufgaben aus. Die Offene Klasse erhält eine sehr anspruchsvolle Strecke von 848 Kilometern. In der 18-Meter-Klasse sind 755 Kilometer ausgeschrieben und die 20-Meter-Doppelsitzerklasse fliegt eine Aufgabe über 616 Kilometer.

Aktuell befindet sich das Feld bereits in der Abflugphase. In der Offenen Klasse sowie in der 18-Meter-Klasse sind die ersten Piloten bereits auf Strecke. Die Doppelsitzerklasse befindet sich derzeit noch vor dem Abflug. Aktuell ist es etwa 12 Uhr Ortszeit. Der Start wird heute um ungefähr eine Stunde vorverlegt, wodurch die taktischen Möglichkeiten beim Pokern auf spätere Wetterentwicklungen etwas eingeschränkt werden. Dennoch bleiben gewisse taktische Spielräume bestehen. Insbesondere die Doppelsitzerklasse hat heute noch die größten Möglichkeiten, mit dem optimalen Abflugzeitpunkt zu variieren.

Innerhalb des deutschen Teams werden die gemeinsamen Abflugzeiten heute erneut intensiv abgestimmt. Zudem gibt es innerhalb der Teamführung konkrete Überlegungen, wie insbesondere die Angriffe von Sebastian Kawa möglicherweise besser kontrolliert beziehungsweise abgewehrt werden können. Ob diese Strategie am Ende aufgeht, wird sich allerdings erst am heutigen Abend zeigen.

Insgesamt bleibt die Situation weiterhin äußerst spannend. Das Ziel für heute ist vor allem ein sauberer, möglichst fehlerfreier Flug auf den langen Aufgaben. Weitere Informationen folgen im Laufe des Tages beziehungsweise dann direkt nach den Landungen der deutschen Piloten.

Ergebnisse 9.Wettbewerbstag

Der heutige Wettbewerbstag bei den 40. FAI World Gliding Championships endet für das deutsche Team insgesamt erneut sehr positiv, auch wenn es am Ende teilweise noch einmal hektisch wird.

Besonders erfreulich verläuft der Tag in der Offenen Klasse. Felipe Levin gelingt heute der Tagessieg, während Michael Sommer praktisch punktgleich mit Sebastian Kawa unterwegs ist. Felipe kann dadurch den Vorsprung auf Kawa in der Gesamtwertung nochmals leicht ausbauen, sodass das deutsche Team dem morgigen Wettbewerbstag in der Offenen Klasse weiterhin sehr zuversichtlich entgegenblickt.

Auch in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse läuft der Tag über weite Strecken hervorragend. Zwischenzeitlich sieht es dort sogar klar nach einem möglichen Tagessieg für Jan Omsels und Karsten Leucker aus. Leider gelingt der Endanflug am Schluss nicht ganz optimal, wodurch dort nochmals einige Punkte verloren gehen. Die beiden Piloten werden dazu in den Interviews sicherlich noch nähere Einblicke geben. Nichtsdestotrotz kann der Vorsprung auf die polnische Crew um Grabowski heute nochmals um rund 50 Punkte ausgebaut werden. Damit geht das deutsche Team in der Doppelsitzerklasse nun mit etwa 110 Punkten Vorsprung in den morgigen Tag. Insgesamt herrscht darüber große Zufriedenheit innerhalb des Teams.

Der kleine Wermutstropfen des Tages bleibt heute die 18-Meter-Klasse. Mit Platz 10 für Stefan Langer und Platz 12 für Mario Kießling gelingt dort heute nicht ganz das gewünschte Ergebnis. Dennoch kann Mario den Abstand auf Christophe Abadie etwas verkürzen, was innerhalb des Teams durchaus positiv bewertet wird. Besonders hervorzuheben ist heute jedoch die Leistung von Viktor sowie auch Karol Staryszak, der mit einem Schnitt von rund 142 km/h eine außergewöhnlich starke Leistung zeigt und sich damit den Tagessieg sichert.

Die heutigen Aufgaben gehören insgesamt zu den größten und anspruchsvollsten des gesamten Wettbewerbs. Sowohl für Mario Kießling und Stefan Langer als auch für Michael Sommer und Felipe Levin zählen die heutigen Strecken zu den längsten Wettbewerbsaufgaben ihrer bisherigen Laufbahn. Umso zufriedener ist das deutsche Team insgesamt mit der Art und Weise, wie diese außergewöhnlich langen und schnellen Aufgaben bewältigt werden konnten.

Die Spannung innerhalb der Weltmeisterschaft steigt damit weiter deutlich an. Das deutsche Team blickt motiviert und konzentriert auf den morgigen Wettbewerbstag.

Weitere Eindrücke sowie die Interviews der Piloten folgen in den nächsten Minuten auf Instagram und Facebook.

Euch allen einen schönen Abend — morgen wird es erneut spannend.

8.Wertungstag

Der achte Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Rudniki entwickelt sich bislang sehr interessant und meteorologisch erneut äußerst anspruchsvoll.

Für die 20-Meter-Doppelsitzerklasse ist heute eine 3,5-Stunden-Assigned-Area-Task mit rund 400 Kilometern ausgeschrieben. Die Wetterentwicklung gestaltet sich im Vorfeld nicht ganz einfach, da eine durchziehende Abschirmung sowie ein einfließender Kaltluftbereich lange Fragen hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Wettbewerbsgebiet offenlassen.

Zusätzlich sorgt ein kräftiger Nordwestwind mit in höheren Schichten teilweise über 50 km/h, in rund 2000 Metern sogar bis etwa 70 km/h, für anspruchsvolle Bedingungen. Gleichzeitig entstehen durch diese Wetterlage jedoch auch Wellenstrukturen im Abflugbereich, die den Piloten zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Die Doppelsitzerklasse entscheidet sich für einen vergleichsweise frühen Abflug aus einer sehr guten Ausgangsposition in rund 2400 Metern Höhe. Die erste Phase der Aufgabe führt unter noch gut entwickelten Cumuli zunächst nach Südosten.

Die Offene Klasse fliegt ebenfalls eine 3,5-Stunden-Assigned-Area-Task, zunächst in nordwestliche Richtung. Hier kann das deutsche Team länger auf die optimale Wetterentwicklung warten und sich ebenfalls eine sehr gute Ausgangsposition erarbeiten.

Die 18-Meter-Klasse absolviert heute eine etwas kürzere 3-Stunden-Assigned-Area-Task mit ähnlicher Streckenführung wie die Offene Klasse, ebenfalls zunächst nach Nordwesten. Auch hier sieht sich das deutsche Team aktuell taktisch in einer sehr guten Situation und geht davon aus, nach den französischen Konkurrenten abgeflogen zu sein.

Im weiteren Verlauf entwickelt sich momentan ein großes gemeinsames Flugfeld mit teilweise noch leichter Bewölkungsentwicklung, guten Basis-Höhen sowie insgesamt ordentlichen Steigwerten. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch bereits ab, dass im weiteren Tagesverlauf vermutlich nur noch maximal etwa ein Achtel Bewölkung zur Verfügung stehen wird und die Bedingungen teilweise sogar vollständig blau werden könnten.

Aktuell ist das deutsche Team insgesamt sehr guter Dinge. Die ersten Rückkehrer der Doppelsitzerklasse werden gegen 16:15 Uhr erwartet. Für die 18-Meter-Klasse rechnet das Team mit Zielankünften gegen 17:15 Uhr, die Offene Klasse wird voraussichtlich erst gegen 17:30 Uhr zurückerwartet.

Der achte Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Rudniki entwickelt sich bislang sehr interessant und meteorologisch erneut äußerst anspruchsvoll.

Für die 20-Meter-Doppelsitzerklasse ist heute eine 3,5-Stunden-Assigned-Area-Task mit rund 400 Kilometern ausgeschrieben. Die Wetterentwicklung gestaltet sich im Vorfeld nicht ganz einfach, da eine durchziehende Abschirmung sowie ein einfließender Kaltluftbereich lange Fragen hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Wettbewerbsgebiet offenlassen.

Zusätzlich sorgt ein kräftiger Nordwestwind mit in höheren Schichten teilweise über 50 km/h, in rund 2000 Metern sogar bis etwa 70 km/h, für anspruchsvolle Bedingungen. Gleichzeitig entstehen durch diese Wetterlage jedoch auch Wellenstrukturen im Abflugbereich, die den Piloten zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Die Doppelsitzerklasse entscheidet sich für einen vergleichsweise frühen Abflug aus einer sehr guten Ausgangsposition in rund 2400 Metern Höhe. Die erste Phase der Aufgabe führt unter noch gut entwickelten Cumuli zunächst nach Südosten.

Die Offene Klasse fliegt ebenfalls eine 3,5-Stunden-Assigned-Area-Task, zunächst in nordwestliche Richtung. Hier kann das deutsche Team länger auf die optimale Wetterentwicklung warten und sich ebenfalls eine sehr gute Ausgangsposition erarbeiten.

Die 18-Meter-Klasse absolviert heute eine etwas kürzere 3-Stunden-Assigned-Area-Task mit ähnlicher Streckenführung wie die Offene Klasse, ebenfalls zunächst nach Nordwesten. Auch hier sieht sich das deutsche Team aktuell taktisch in einer sehr guten Situation und geht davon aus, nach den französischen Konkurrenten abgeflogen zu sein.

Im weiteren Verlauf entwickelt sich momentan ein großes gemeinsames Flugfeld mit teilweise noch leichter Bewölkungsentwicklung, guten Basis-Höhen sowie insgesamt ordentlichen Steigwerten. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch bereits ab, dass im weiteren Tagesverlauf vermutlich nur noch maximal etwa ein Achtel Bewölkung zur Verfügung stehen wird und die Bedingungen teilweise sogar vollständig blau werden könnten.

Aktuell ist das deutsche Team insgesamt sehr guter Dinge. Die ersten Rückkehrer der Doppelsitzerklasse werden gegen 16:15 Uhr erwartet. Für die 18-Meter-Klasse rechnet das Team mit Zielankünften gegen 17:15 Uhr, die Offene Klasse wird voraussichtlich erst gegen 17:30 Uhr zurückerwartet.

Zwischenstand vom heutigen Wettbewerbstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Polen:

In der 20-Meter-Doppelsitzerklasse konnte die polnische Crew um Grabowski heute etwas Boden gutmachen. Der Vorsprung des deutschen Teams in der Gesamtwertung reduziert sich dadurch aktuell auf 54 Punkte. Dennoch liegt das deutsche Team weiterhin in Führung der Gesamtwertung und blickt insgesamt weiterhin optimistisch auf die kommenden Wettbewerbstage.

Die Offene Klasse sowie die 18-Meter-Klasse befinden sich aktuell noch auf den schnellen Rückenwindschenkeln der Aufgaben. Dort werden derzeit sehr hohe Schnittgeschwindigkeiten erzielt. Insgesamt läuft es bislang weiterhin sehr ordentlich, sodass das deutsche Team auch heute wieder auf starke Tagesergebnisse hofft.

7. Wertungstag

Der siebte Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships läuft heute nach dem gestrigen Rest Day unter durchaus anspruchsvollen Bedingungen. Starker Nordostwind und blauThermik sorgen heute für einen komplett anderen Flugtag als an den Tagen zuvor.

Ausgeschrieben sind heute Area Tasks zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Die 18-Meter-Klasse fliegt zwei Stunden AAT, die Offene Klasse sowie die 20-Meter-Doppelsitzer jeweils zweieinhalb Stunden.

Besonders spannend ist heute vor allem die Startphase und die Frage, wie sich die einzelnen Teams taktisch aufstellen. In der Offenen Klasse entscheidet sich das deutsche Team relativ früh abzufliegen, da sich eine sehr gute Ausgangsposition an einer Scherungswelle ergibt. Wahrscheinlich geht das deutsche Team dabei nahezu zeitgleich mit Sebastian Kawa auf Strecke.

Auch in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse nutzen Jan Omsels und Karsten Leucker die gute Ausgangslage und gehen vergleichsweise früh los, während die Hauptkonkurreten nach uns abfliegen.

Die Bedingungen sind heute insgesamt deutlich technischer als zuletzt. Der starke Nordostwind macht insbesondere den Rückweg teilweise schwierig.

Die ersten Schnitte nach dem Abflug sehen bislang allerdings ordentlich aus und insgesamt ist das deutsche Team mit den bisherigen Entscheidungen zufrieden.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Bedingungen im weiteren Tagesverlauf entwickeln und wie stark Wind und blaue Thermik die letzten Schenkel beeinflussen werden.

Voraussichtlich melden wir uns heute erst wieder nach den Landungen mit einem ausführlicheren Tagesfazit aus Częstochowa.

Zwischenstand vom heutigen Wettbewerbstag bei den 40. FAI World Gliding Championships:

Die Offene Klasse ist bereits wieder zurück am Flugplatz. Michael Sommer und Felipe Levin liegen nach ersten Einschätzungen etwa auf Augenhöhe mit Sebastian Kawa und aktuell vor den französischen Piloten. Die genaue Auswertung bleibt selbstverständlich noch abzuwarten, insgesamt sieht es jedoch erneut sehr ordentlich aus.

In der 18-Meter-Klasse befinden sich die deutschen Piloten bereits im letzten Sektor. Für den Endanflug fehlen aktuell nur noch etwa 600 Meter. Auch dort läuft der Flug bislang sehr sauber und kontrolliert durch.

Die Doppelsitzerklasse entwickelt sich bislang ebenfalls sehr positiv. Insgesamt präsentiert sich das deutsche Team erneut sehr geschlossen und konstant.

Besonders bemerkenswert sind heute die äußerst anspruchsvollen Wetterbedingungen. Der gesamte Wettbewerbstag findet praktisch ausschließlich in reiner Blauthermik statt. Dazu kommen Windgeschwindigkeiten von etwa 40 bis 45 km/h, wodurch die Aufgaben sowohl taktisch als auch fliegerisch extrem schwierig werden. Gerade bei diesen Bedingungen sind saubere Linienwahl, konsequentes Energiemanagement und exakte Entscheidungen entscheidend.

Nach bisherigem Eindruck werden diese schwierigen Bedingungen heute von allen deutschen Piloten hervorragend umgesetzt. Entsprechend hofft das deutsche Team auch heute wieder auf sehr starke Ergebnisse.

Ergebnisse 7. Wertungstag

Der heutige Wettbewerbstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Polen bringt erneut sehr solide Ergebnisse für das deutsche Team.

In der 18-Meter-Klasse erreichen Stefan Langer Platz vier und Mario Kießling Platz fünf. Zwar liegen die französischen Piloten heute vor dem deutschen Team, allerdings verlieren wichtige direkte Verfolger deutlich an Boden. Unter anderem lassen sowohl Karol Staryszak aus Polen als auch die niederländischen Piloten heute wichtige Punkte liegen. Insgesamt bleibt die Ausgangslage für das deutsche Team in der Gesamtwertung damit weiterhin sehr gut.

Auch in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse gelingt erneut ein sehr starker Wettbewerbstag. Jan Omsels und Karsten Leucker sichern sich heute Platz drei und bauen gleichzeitig den Vorsprung auf die engsten Verfolger weiter aus. Besonders erfreulich aus deutscher Sicht: Die polnische Crew um Grabowski verliert heute erneut rund 60 Punkte auf das deutsche Team. Auch die australische Konkurrenz büßt weitere Punkte ein. Damit entwickelt sich die Gesamtwertung in der Doppelsitzerklasse weiterhin äußerst positiv.

In der Offenen Klasse belegen Felipe Levin und Michael Sommer heute die Plätze vier und fünf. Auf Sebastian Kawa gehen dabei lediglich rund zehn Punkte verloren. Gerade unter den heutigen äußerst schwierigen Wetterbedingungen mit reiner Blauthermik und starkem Wind ist dies erneut als sehr solide Mannschaftsleistung zu bewerten.

Insgesamt zeigt das deutsche Team auch heute wieder eine sehr geschlossene und konstante Leistung in allen Klassen. Die anspruchsvollen Bedingungen werden von allen Piloten hervorragend umgesetzt.

Grüße aus Polen — wir melden uns morgen früh wieder.

6.Wertungstag

Der sechste Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Polen läuft aktuell unter einer ziemlich spannenden Wetterlage. Heute fliegen die Offene Klasse und die 20-Meter-Doppelsitzer jeweils eine 3 Stunden 30 Minuten AAT, die 18-Meter-Klasse eine 3-Stunden-AAT.

Die Aufgaben sind in allen Klassen recht ähnlich gelegt. Erst geht es Richtung Nordwesten, dann etwas südlicher und anschließend wieder zurück Richtung Osten. Die Sektoren liegen dabei ungefähr zwischen 25, 20 und 10 Kilometern.

Das Wetter sorgt heute allerdings schon den ganzen Tag für ordentlich Arbeit im Team. Für den Abend wird eine Front mit Schauern und Gewittern erwartet, die uns nach jetzigem Stand aber erst nach dem Flugtag erreichen sollte. Trotzdem haben wir vor allem im ersten Sektor mit labiler Luft und einer nicht ganz einfachen Entwicklung zu tun.

Deshalb haben wir uns heute bewusst dagegen entschieden, als Erste abzufliegen. Stattdessen sind unsere Piloten eher im hinteren Drittel beziehungsweise teilweise sogar ziemlich spät auf Strecke gegangen. Im Moment befinden sich alle drei Klassen noch im ersten Sektor, der jetzt sauber ausgeflogen wird. Größere Probleme oder besondere Vorkommnisse gibt es bislang nicht.

Die Basis liegt aktuell bei etwa 2000 Metern und die Schnittgeschwindigkeiten bewegen sich momentan um die 125 km/h, teilweise auch schon etwas darüber. Wenn alles weiter normal läuft, erwarten wir die Rückkehr aller deutschen Teams zwischen etwa 17:10 Uhr und 17:30 Uhr wieder in Częstochowa.

Für uns als Teamführung ist so ein Tag allerdings deutlich anstrengender, als es von außen vielleicht aussieht. Gerade bei dieser Wetterlage laufen parallel unglaublich viele Informationen zusammen. Jede Klasse muss einzeln beobachtet werden, dazu kommen mehrere Wetter-Apps, Tracking-Systeme, Funk, Prognosen und natürlich die Abstimmung mit den Piloten. Entsprechend laufen Conrad Hartter und Bundestrainer Carsten Kopsieker heute praktisch durchgehend unter Strom.

Ein ganz wichtiger Faktor ist dabei heute wieder die Unterstützung von Bernd Fischer von TopMeteo. Seine Wetteranalysen und Einschätzungen helfen uns enorm bei den taktischen Entscheidungen. Deswegen kommen wir auch erst jetzt überhaupt dazu, einmal kurz den Blog zu schreiben.

Heute Abend steht dann noch der internationale Abend an. Das deutsche Team wird dort mit Currywurst und deutschem Bier vertreten sein. Aber erstmal müssen die letzten Kilometer heute noch sauber nach Hause gebracht werden.

Bis jetzt sieht es in allen drei Klassen ordentlich aus und wir sind vorsichtig optimistisch. Wir melden uns wieder kurz vor Aufgabenende oder direkt nach den Zieleinflügen.

Ergebnisse 6. Wertungstag

Der heutige Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships endet aus deutscher Sicht erneut mit einem insgesamt sehr starken Ergebnis – auch wenn es heute zwischendurch teilweise wirklich wild zuging.

In der 18-Meter-Klasse gelingt Mario Kießling heute der Tagessieg nach einem extrem knappen und spektakulären Endanflug. Damit macht das deutsche Team wichtige Punkte auf die französische Konkurrenz gut. Stefan Langer fliegt zusätzlich noch einen starken vierten Tagesplatz ein. In der Gesamtwertung bedeutet das aktuell:

  1. Stefan Langer 3.Mario Kießling

Mit dieser Ausgangssituation ist das deutsche Team in der 18-Meter-Klasse natürlich mehr als zufrieden.

In der Offenen Klasse beginnt der Tag zunächst nahezu perfekt. Felipe Levin und Michael Sommer legen einen unglaublichen Start hin und können die Konkurrenz zu Beginn regelrecht deklassieren. Nach der ersten Wende läuft es dann allerdings plötzlich nicht mehr optimal. Die beiden geraten einmal tief, müssen entsprechend Wasser ablassen beziehungsweise einen schwierigen Abschnitt überstehen und können danach nicht mehr komplett zu den Spitzenpositionen aufschließen.

Teilweise wird heute in Höhenbereichen um 200 Meter über Grund geflogen, Das kostet am Ende leider die Möglichkeit auf ein absolutes Top-Ergebnis. Trotzdem muss man am Ende auch ehrlich sagen: Heute hätte es durchaus noch deutlich schlechter ausgehen können. Insgesamt bleibt das deutsche Team auch in der Offenen Klasse weiterhin in Führung. Felipe Levin und Michael Sommer liegen in der Gesamtwertung weiterhin auf Platz eins und zwei und führen mehr oder weniger Kopf an Kopf das Feld an.

In der 20-Meter-Doppelsitzerklasse entwickelt sich der Tag ähnlich spannend. Jan Omsels und Karsten Leucker liegen zwischenzeitlich sogar noch deutlicher vorne, müssen im letzten Teil des Fluges aber ebenfalls wieder etwas von ihrem Vorsprung abgeben. Trotzdem steht am Ende erneut ein Tagessieg für das deutsche Team. Damit wird auch in der Doppelsitzerklasse die Gesamtführung weiter ausgebaut.

Nach zuletzt zwei schwierigeren Tagen ist das heute eine wirklich sensationelle Leistung von Jan Omsels und Karsten Leucker.

Insgesamt präsentiert sich das deutsche Team damit weiterhin in allen drei Klassen in einer hervorragenden Ausgangsposition. Natürlich läuft nicht jeder Flugtag perfekt und manchmal entscheidet im Segelflug eben auch ein kleiner Moment, ob aus einem guten Tag ein absolut überragender Tag wird. Trotzdem bleibt das Team insgesamt hochzufrieden mit der aktuellen Situation.

Jetzt geht es allerdings erstmal direkt weiter zum internationalen Abend, der bereits um 19 Uhr begonnen hat. Eigentlich sind wir schon etwas zu spät dran – aber natürlich wollten wir euch vorher noch schnell die aktuellen Ergebnisse und Eindrücke des Tages weitergeben.

Frohe Pfingsten wünscht das gesamte Team in die Heimat. Morgen ist Rest day und wir haben frei!

5. Wertungstag

Der fünfte Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Polen bringt aus Sicht des deutschen Teams heute erneut sehr große und anspruchsvolle Aufgaben mit sich. Nach den ersten Einschätzungen am Morgen erscheinen die Strecken zunächst ausgesprochen ambitioniert. Im Verlauf des Tages entwickelt sich das Wetter jedoch besser als erwartet, sodass die Aufgaben mittlerweile durchaus gut machbar erscheinen.

Bereits am Morgen kommt es im Briefing zu einigen Verzögerungen, da keine der ursprünglich veröffentlichten Aufgaben fehlerfrei ist und sämtliche Klassen nochmals neue Aufgaben erhalten müssen. Entsprechend wird letztlich für alle Klassen auf sogenannte Task-B-Aufgaben umgestellt.

In der 20-Meter-Doppelsitzerklasse sind heute 552 Kilometer ausgeschrieben. Die Offene Klasse fliegt sogar 576 Kilometer und hat dabei einen sehr anspruchsvollen Kurs weit in Richtung Westen bis nahezu an die tschechische Grenze. Anschließend geht es mit einem langen Schenkel nochmals deutlich zurück Richtung Osten, bevor der Rückflug zum Ziel erfolgt.

Auch die 20-Meter-Klasse fliegt große Distanzen sowohl nach Westen als auch nach Osten. In der 18-Meter-Klasse führt die Aufgabe dagegen ausschließlich weit nach Osten. Die Piloten kommen dabei bis in Regionen, die vergleichsweise nah an die ukrainische Grenze heranreichen. Insgesamt stehen dort 471 Kilometer auf dem Programm.

Mit den heutigen Abflugentscheidungen zeigt sich das deutsche Team bislang sehr zufrieden. Nach aktuellem Eindruck gelingt es in allen drei Klassen, die jeweils richtigen Wetterfenster und Pulks zu erwischen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind auf Strecke keine außergewöhnlichen wetterbedingten Probleme erkennbar.

Interessant entwickelt sich heute insbesondere die Ausbreitungstendenz. Während zunächst eine zunehmende Abschirmung im Tagesverlauf befürchtet wird, scheint sich diese aktuell eher wieder abzuschwächen. Dadurch steigen die Hoffnungen auf gute und faire Bedingungen bis zum Ende der Aufgaben deutlich an.

Derzeit rechnet das deutsche Team mit Zielankünften aller Klassen zwischen etwa 17:30 Uhr und 18:00 Uhr Ortszeit.

Aufgrund der enormen Streckenlängen befinden sich die Flugzeuge heute teilweise so weit vom Wettbewerbszentrum entfernt, dass eine direkte Unterstützung vom Boden per Funk nur noch eingeschränkt möglich ist. Insbesondere im mittleren Streckenabschnitt können noch Informationen weitergegeben werden, darüber hinaus sind die Piloten heute jedoch stärker denn je auf ihre eigenen Entscheidungen und Einschätzungen angewiesen.

Die Stimmung innerhalb des Teams bleibt weiterhin konzentriert und positiv. Jetzt heißt es Daumen drücken für einen erfolgreichen weiteren Verlauf dieses sehr anspruchsvollen fünften Wertungstages. Ergebnisse folgen nach den Rückkehrern am Abend.

Offene und 18m kurz vorm Endanflug

Aktueller Zwischenstand vom 5. Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Polen: Das deutsche Team präsentiert sich derzeit in allen drei Klassen in einer sehr guten Position.

Sowohl in der Offenen Klasse als auch in der 18-Meter-Klasse sieht es aktuell sehr ordentlich aus. Das deutsche Team befindet sich überall im Spitzenfeld und die bisherigen Rennverläufe entwickeln sich aus deutscher Sicht äußerst positiv.

Die ersten Landungen werden voraussichtlich in etwa 15 Minuten erwartet. Besonders in der Offenen Klasse deutet sich erneut ein sehr starkes Ergebnis an. Auch in der 18-Meter-Klasse läuft der Flug bislang absolut im Plan.

Großartige Ergebnisse von Tag 5

Der fünfte Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Polen verläuft erneut äußerst erfolgreich für das deutsche Team. Besonders in der Offenen Klasse fällt das Tagesergebnis heute herausragend aus. Michael Sommer sichert sich den Tagessieg, während Felipe Levin direkt dahinter auf Tagesplatz zwei fliegt. Damit kann das deutsche Team den Vorsprung auf Sebastian Kawa in der Gesamtwertung weiter ausbauen. Entsprechend groß ist heute die Zufriedenheit innerhalb des Teams über die Leistung in der Offenen Klasse.

Auch in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse gelingt erneut ein hervorragendes Ergebnis mit Tagesplatz zwei für Jan Omsels und Karsten Leucker. Über weite Strecken des Fluges sieht es zwischenzeitlich allerdings keineswegs nach einem Spitzenresultat aus. Wie bereits in den heutigen Instagram-Interviews von Carsten Kopsieker mit Jan und Karsten angesprochen, gibt es während des Rennens durchaus größere Sorgenphasen. Umso beeindruckender ist es letztlich, wie sich das Team im weiteren Verlauf des Fluges wieder zurückkämpft und am Ende erneut ein absolutes Spitzenergebnis erzielt. Gerade dieser zweite Platz dürfte im Gesamtklassement heute besonders wertvoll gewesen sein.

In der 18-Meter-Klasse zeigen Stefan Langer und Mario Kießling heute ebenfalls einen sehr starken gemeinsamen Teamflug. Beide arbeiten taktisch hervorragend zusammen und liefern erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung ab. Auch hierzu gibt es bereits Interviews und Reels auf den sozialen Medien des German Gliding Teams sowie später zusätzlich auf Facebook.

An dieser Stelle auch nochmals ein kleiner Hinweis an alle Leser des DAeC-Blogs: Uns ist bewusst, dass aktuell viele Inhalte verstärkt über Instagram und Facebook laufen. Wir versuchen dennoch weiterhin, hier im Blog die wichtigsten sportlichen Entwicklungen und Zusammenfassungen schriftlich bereitzustellen. Die detaillierten Ergebnisse können selbstverständlich jederzeit zusätzlich über Soaring Spot verfolgt werden.

In der Gesamtwertung präsentiert sich das deutsche Team weiterhin in einer hervorragenden Ausgangssituation. In der Offenen Klasse besteht inzwischen ein ordentlicher Vorsprung auf Platz drei. Auch in der Doppelsitzerklasse bleibt die Situation mit weiterhin rund 70 Punkten Vorsprung auf den Polen Grabowski sehr erfreulich. Dennoch weiß das Team genau, dass insbesondere Grabowski und die Australier weiterhin ein äußerst gefährliche Konkurrenten bleiben und die kommenden Wertungstage noch sehr anspruchsvoll werden dürften.

Die Stimmung innerhalb des Teams bleibt weiterhin ausgezeichnet. Gemeinsame Abendessen, intensive Teamarbeit und eine sehr offene Kommunikation sorgen trotz der hohen Belastung weiterhin für eine hervorragende Atmosphäre.

Morgen steht bereits der nächste Wertungstag bevor, bevor am Montag der offizielle Ruhetag folgt. Zusätzlich findet morgen Abend der internationale Abend statt. Wettertechnisch wird der kommende Flugtag allerdings erneut anspruchsvoll. Aktuell wird mit Gewittern und Regenschauern gerechnet, sodass wieder intensive Abstimmungen innerhalb des Teams notwendig sein werden.

Besonders eng bleibt dabei erneut die Zusammenarbeit mit Team-Meteorologe Bernd Fischer von TopMeteo. Die Anzahl der heutigen Telefonate zwischen Polen und Deutschland lässt sich mittlerweile kaum noch zählen. Deshalb an dieser Stelle nochmals ein ausdrücklicher Dank an Bernd Fischer und TopMeteo für die intensive Unterstützung und die hervorragende meteorologische Betreuung des deutschen Teams.

Insgesamt bleibt das deutsche Team sehr zufrieden mit der aktuellen Situation – auch wenn allen Beteiligten bewusst ist, dass bis zum Ende der Weltmeisterschaft noch ein langer Weg vor ihnen liegt.

Allen einen Gute Nacht und bis morgen!

Grüße aus Polen von Team Germany

4.Wertugstag

Am vierten Wertungstag der Weltmeisterschaften steht heute die Mannschaft erneut vor anspruchsvollen Aufgaben. In der Startaufstellung geht heute zunächst die Offene Klasse an den Start, gefolgt von der 18-Meter-Klasse sowie der Doppelsitzerklasse.

Die ausgeschriebenen Racing Tasks haben es in sich:

  • Offene Klasse: 556,7 km
  • 18-Meter-Klasse: 477,1 km
  • Doppelsitzerklasse: 427,7 km

Die Wetterlage präsentiert sich aktuell zwar relativ homogen, wird jedoch von einer aus Nordwesten hereinziehenden Abschirmung und großräumigen Störungen beeinflusst. Besonders die offene Klasse könnte im weiteren Tagesverlauf davon betroffen sein. Insgesamt sind die Aufgaben sehr groß angesetzt .

Nach intensiver Wetteranalyse gemeinsam mit Meteorologe Bernd Fischer von TopMeteo fiel im deutschen Team frühzeitig die Entscheidung zu einem frühen Abflug. Diese Strategie wurde konsequent umgesetzt. Alle deutschen Crews befinden sich mittlerweile auf Strecke – bislang ohne besondere Vorkommnisse.

Nun heißt es hoffen, dass sich die Entscheidungen auszahlen und am Ende ein starkes Tagesergebnis für das deutsche Team herausspringt. Weitere Informationen folgen nach den Landungen beziehungsweise möglicherweise bereits mit einem Zwischenstand im Laufe des Tages.

Zusammenfassung 4. Wertungstag

Der vierte Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Polen ist beendet und aus Sicht des deutschen Teams fällt das Fazit erneut insgesamt sehr positiv aus.

Besonders in der Offenen Klasse ist das deutsche Team heute mehr als zufrieden. Felipe Levin gelingt ein hervorragender Tagessieg mit nur einem Punkt Vorsprung auf den 13-fachen Weltmeister Sebastian Kawa. Michael Sommer komplettiert mit lediglich vier Punkten Rückstand auf Felipe das starke deutsche Tagesergebnis auf Platz drei. Gleichzeitig kann der Vorsprung auf die französischen Konkurrenten deutlich ausgebaut werden. Der aktuell einzige ernsthafte Verfolger in der Gesamtwertung bleibt damit weiterhin Sebastian Kawa.

Die Gesamtwertung der Offenen Klasse lautet nach vier Wertungstagen nun:

  1. Felipe Levin
  2. Michael Sommer
  3. Sebastian Kawa

Auch taktisch liegt das deutsche Team in der Offenen Klasse heute mit der Entscheidung, früh abzufliegen, genau richtig. Neben der richtigen Strategie gehört im Segelflug jedoch auch immer ein gewisser Anteil Fortune dazu. Insgesamt entwickelt sich heute ein außergewöhnlich spannendes und hochklassiges Rennen in der Offenen Klasse, mit dem das Team absolut zufrieden ist.

In der 18-Meter-Klasse entscheidet sich das deutsche Team ebenfalls bewusst dafür, sehr früh abzufliegen und dabei eher den meteorologischen Zwängen als rein taktischen Überlegungen zu folgen. Rückblickend gelingt es insbesondere den französischen sowie auch den niederländischen Piloten heute etwas besser, die entscheidenden starken Aufwinde zu finden und optimal zu nutzen.

Stefan Langer beendet den Tag auf Platz fünf, Mario Kießling auf Platz zwölf. In der Gesamtwertung liegt Stefan weiterhin hervorragend auf Rang drei mit aktuell 3026 Punkten. Mario folgt auf Gesamtplatz fünf mit 2921 Punkten. Damit befinden sich beide weiterhin absolut in Schlagdistanz zur Spitze. Auch wenn heute Punkte auf die direkten französischen Konkurrenten verloren gehen, stellt das Ergebnis keineswegs einen Ausreißer dar. Vielmehr fehlt heute in den entscheidenden Momenten vermutlich einfach etwas das nötige Fortune, die stärksten Linien und Aufwinde optimal zu treffen. Grundsätzlich läuft der Flugtag dennoch sauber und strategisch richtig.

In der 20-Meter-Doppelsitzerklasse liegt das deutsche Team zwischenzeitlich sogar in Führung des Tagesrennens. Jan Omsels und Karsten Leucker fliegen früh ab und präsentieren sich über weite Strecken des Rennens als eines der schnellsten Flugzeuge im Feld. Im letzten Drittel des Fluges gelingt es einigen direkten Mitbewerbern jedoch besser, die entscheidenden starken Aufwinde zu finden. Dadurch kann das deutsche Team den zwischenzeitlich möglichen Tagessieg am Ende nicht ganz nach Hause bringen.

Trotzdem steht am Ende ein starker sechster Tagesplatz. Besonders erfreulich bleibt jedoch die Entwicklung der Gesamtwertung: Der direkte Verfolger Grabowski aus Polen verliert erneut Punkte auf das deutsche Team. Damit führen Jan Omsels und Karsten Leucker die Gesamtwertung nun mit rund 90 Punkten Vorsprung auf die Australier sowie mit über 110 Punkten Vorsprung auf die Polen an.

Auch der heutige Flugtag verlangt dem gesamten Team erneut sehr viel ab. Besonders die Vorbereitung der optimalen Abflugsituation erfordert intensive Arbeit innerhalb der Teamführung. Entsprechend wichtig sind die zahlreichen Informationen und Analysen des Team-Meteorologen Bernd Fischer von TopMeteo.

Gemeinsam mit den Wetterdaten und den laufenden Einschätzungen wird innerhalb der Teamführung mit Co-Team-Captain Conrad Hartter intensiv an den richtigen taktischen Entscheidungen gearbeitet. Die Stimmung innerhalb des gesamten Teams bleibt dabei weiterhin hervorragend.

Insgesamt präsentiert sich das deutsche Team damit weiterhin in allen drei Klassen in einer hervorragenden Ausgangssituation. Die Performance der Flugzeuge überzeugt weiterhin ebenso wie die Teamkoordination und die meteorologische Betreuung.

Zwar erreicht der Wettbewerb kalendarisch inzwischen ungefähr die Halbzeit, wertungstagtechnisch dürfte jedoch in der zweiten Wettbewerbswoche noch deutlich mehr geflogen werden als in der ersten. Entsprechend ist sportlich gesehen noch nicht einmal die Hälfte der Meisterschaft absolviert.

Das deutsche Team blickt deshalb weiterhin konzentriert, motiviert und optimistisch auf die kommenden Tage.

3.Wertungstag

Stefan Langer und Conrad Hartter zufrieden nach dem Tag im Teamcamp!

Der dritte Wertungstag bei den 40. FAI World Gliding Championships in Polen verläuft erneut äußerst erfolgreich für das deutsche Team. Insgesamt ist die Mannschaft mit dem heutigen Tag mehr als zufrieden und kann ihre sehr gute Ausgangsposition in allen drei Klassen weiter festigen.

Besonders herausragend präsentiert sich heute die 18-Meter-Klasse. Stefan Langer gewinnt den Tag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 135,3 km/h und fliegt damit heute sogar schneller als die Offene Klasse. Besonders beeindruckend ist dabei auch der Vorsprung auf die direkten Konkurrenten. Die beiden Franzosen Christopher Abadie und Victor Mallik folgen punktgleich mit jeweils 640 Punkten und einem Rückstand von 24 Punkten auf Stefan.

Mario Kießling erreicht heute einen sehr soliden siebten Tagesplatz und kann sich damit ebenfalls weiter in der Gesamtwertung verbessern. Stefan Langer liegt nun auf Gesamtplatz drei, Mario Kießling auf Gesamtplatz vier. Beide befinden sich damit weiterhin absolut in Schlagdistanz zur Spitze und rund 60 Punkte hinter den führenden Franzosen. Mit dieser Ausgangssituation ist das deutsche Team in der 18-Meter-Klasse äußerst zufrieden.

Auch in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse verläuft der Tag sehr erfolgreich. Jan Omsels und Karsten Leucker erreichen heute einen sehr starken zweiten Tagesplatz. Besonders wichtig dabei ist, dass die bislang führenden Engländer Steve Jones und Garry Coppin heute deutlich Punkte liegen lassen. Auch weitere direkte Konkurrenten verlieren heute spürbar Punkte auf das deutsche Team.

Dadurch übernehmen Jan Omsels und Karsten Leucker nun die Gesamtführung in der 20-Meter-Doppelsitzerklasse und können sich bereits einen Vorsprung erarbeiten. Auch hier zahlt sich die sehr konzentrierte und strategisch saubere Flugtaktik erneut aus.

In der Offenen Klasse erreichen Felipe Levin und Michael Sommer heute die Tagesplätze vier und fünf mit jeweils rund 124 km/h Schnittgeschwindigkeit. Tagessieger wird heute Sylvain Gerbaud vor Sebastian Kawa und Laurent Aboulin. Insgesamt bewegt sich das Ergebnis jedoch absolut im erwartbaren Rahmen, sodass die Ausgangslage in der Gesamtwertung weiterhin hervorragend bleibt.

Felipe Levin führt die Gesamtwertung weiterhin an, Michael Sommer liegt auf Gesamtplatz zwei. Sebastian Kawa folgt auf Platz drei. Besonders erfreulich ist dabei der aktuelle Punktevorsprung. Felipe Levin liegt rund 180 Punkte vor Sebastian Kawa, Michael Sommer hat ebenfalls noch mehr als 150 Punkte Vorsprung auf Kawa. Damit besteht aktuell eine durchaus komfortable Situation, auch wenn selbstverständlich noch viele Wertungstage vor dem Feld liegen. Insgesamt ist das deutsche Team mit der Entwicklung in der Offenen Klasse derzeit sehr zufrieden. In der Offenen Klasse musste heute tatsächlich bis zum letzten Aufwind äußerst konzentriert gearbeitet werden. Auf dem Rückweg aus dem Westen in Richtung der letzten beiden Wendepunkte entwickelte sich noch einmal eine durchaus spannende Situation.

Nach einer längeren Phase ohne steigen, konnte der erste gute Aufwind erst direkt am Flugplatz gefunden werden. Vom Teamcamp aus war es sogar möglich, unsere beiden Piloten der Offenen Klasse mit bloßem Auge zu erkennen und teilweise sogar die Kennzeichen lesen zu können. In dieser Phase bewegten sich die Flugzeuge nur noch in etwa 450 bis 500 Metern über Grund.

Genau in diesem entscheidenden Moment wurde der Aufwind jedoch perfekt getroffen. Dadurch konnten anschließend die guten Energielinien optimal genutzt werden, sodass sich die Situation nach diesem zwischenzeitlichen Tiefpunkt wieder deutlich stabilisierte. Auf diese Weise gelang es dem deutschen Team, den Vorsprung der französischen Konkurrenz sowie von Sebastian Kawa aus Polen in Grenzen zu halten.

Der heutige Flugtag ist zwar insgesamt vergleichsweise kurz, verlangt dem gesamten Team dennoch enorm viel ab. Besonders die Vorbereitung der optimalen Abflugsituation erfordert heute intensive Arbeit innerhalb der Teamführung. Vor dem Abflug ziehen zunächst Regenfelder über das Wettbewerbsgebiet, wodurch die Wetterentwicklung lange schwierig einzuschätzen ist.

Entsprechend wichtig sind heute die zahlreichen Informationen und Analysen des Team-Meteorologen Bernd Fischer von TopMeteo. Gemeinsam mit den Wetterdaten und den laufenden Einschätzungen arbeitet die Teamführung mit Co-Team-Captain Conrad Hartter intensiv an der richtigen taktischen Entscheidung.

Besonders die Frage nach dem optimalen Abflugzeitpunkt beschäftigt das Team heute massiv. Bewusst wird entschieden, nicht früh abzufliegen, sondern auf die spätere Wetterentwicklung zu setzen. Diese Strategie bestätigt sich im Wesentlichen im Tagesverlauf. Vor allem in der 18-Meter-Klasse sowie in der Doppelsitzerklasse bringt der spätere Abflug klare Vorteile.

Leider ist durch die Intensität des Wettbewerbstages heute kaum Zeit übrig geblieben für eine ausführlichere Berichterstattung oder Medienarbeit. Der Fokus lag vollständig auf Wetteranalyse, Teamkoordination, Flugtaktik und der Betreuung der Piloten.

Die Stimmung innerhalb des gesamten deutschen Teams ist weiterhin hervorragend. Trotz der hohen Belastung arbeiten alle sehr konzentriert, motiviert und professionell zusammen. Nach drei Wertungstagen präsentiert sich das deutsche Team insgesamt in einer ausgezeichneten Ausgangsposition.

Ergebnisse 2. Wertungstag

Der zweite Wertungstag bei den World Gliding Championships in Rudniki brachte erneut anspruchsvolle Bedingungen und gleichzeitig ein weiteres starkes Mannschaftsergebnis für das Deutsche Gliding Team.

Besonders anspruchsvoll war heute die 20-Meter-Doppelsitzerklasse. Bereits an der ersten Wende mussten die Piloten rund 20 Kilometer nach Westen ausweichen, um von dort aus wieder zurück zur Wende fliegen zu können. Hintergrund war eine fehlende thermische Entwicklung unter einem Schauer. Dabei mussten rund 50 Kilometer überbrückt werden. Auch die zweite Wende war stark von Abschirmungen beeinflusst. Die Doppelsitzerklasse erreichte Rudniki letztendlich erst gegen 19 Uhr und damit praktisch zum Thermikende.

Wie schwierig der Tag tatsächlich war, zeigte sich auch daran, dass mehrere Top-Favoriten bereits zwischen Kilometer 70 und 120 den Motor zur Hilfe nehmen mussten und damit eine virtuelle Außenlandung kassierten. Betroffen waren unter anderem Teams aus Österreich, Frankreich und der Schweiz. Dies bedeutete einen massiven Punkteverlust von rund 500 Punkten auf die Tagessieger Steve Jones und Gary Coppin aus Großbritannien.

Umso zufriedener ist das deutsche Team mit dem fünften Tagesplatz von Jan Omsels und Karsten Leucker, die unter diesen Bedingungen ein sehr starkes und konstantes Rennen fliegen konnten.

In der 18-Meter-Klasse gelang Mario Kießling heute ein hervorragender zweiter Tagesplatz. Auch Stefan Langer zeigte mit Platz 8 erneut eine sehr solide Leistung und hält damit weiterhin Anschluss an die führenden französischen Piloten.

In der Offenen Klasse konnte das deutsche Team ebenfalls ein sehr starkes Ergebnis erzielen. Felipe Levin belegte Platz 2, Michael Sommer Platz 3. Beide flogen erneut äußerst souverän und bestätigten die starke Form des Teams. Den Tagessieg holte heute Sebastian Kawa. Sein Vorsprung betrug allerdings lediglich rund sieben Minuten beziehungsweise etwa 50 Punkte.

Insgesamt sind wir mit dem zweiten Wertungstag mehr als zufrieden. An einigen Stellen war der heutige Tag sogar noch anspruchsvoller als der erste Wertungstag. Das Team arbeitet hervorragend zusammen, trifft gute taktische Entscheidungen und blickt hochmotiviert auf die kommenden Aufgaben der Weltmeisterschaft.