Am Ende kam es anders als erhofft: Der letzte Wertungstag wurde neutralisiert und damit stand bereits am frühen Nachmittag fest, dass die Weltmeisterschaft mit dem Ergebnis des Vortages beendet werden würde.
Dabei war für den letzten Tag eigentlich gute Blauthermik vorhergesagt. Schon früh zeichnete sich jedoch ab, dass es für die größere Clubklasse schwierig werden würde. Bei Südostwind beginnt die Thermik in Aalen erfahrungsgemäß oft erst spät, und genau so kam es diesmal. Bis 15 Uhr entwickelten sich die Bedingungen nicht ausreichend, um einen fairen Wettbewerbstag zu ermöglichen. Damit musste der letzte Tag in beiden Klassen neutralisiert werden.
Für unser Team gab es trotzdem allen Grund zum Feiern. In der Standardklasse holt sich Max den Weltmeistertitel, Patrick wird Zweiter. Nuno beendet die Weltmeisterschaft auf einem hervorragenden neunten Platz, Jens erreicht Platz 19. Dritter wird Lasse Edslev aus Dänemark.

Auch in der Clubklasse geht der eine Medaille an unser Team: Nils sichert sich die Bronzemedaille hinter dem 18-jährigen Australier Max Scutchings und Nicolas Caudrelier aus Frankreich. Florian beendet die Weltmeisterschaft auf Platz 10 und schafft damit ebenfalls den Sprung in die Top 10. Felix wird 34.

Ein ganz besonderer Erfolg ist außerdem der Sieg im Team Cup. Damit gewinnt unser Team bereits zum fünften Mal bei den letzten sechs Weltmeisterschaften die Mannschaftswertung – eine beeindruckende Serie und ein Ergebnis, auf das alle Beteiligten besonders stolz sein können.

Hinter uns liegen zwei intensive Wettbewerbswochen mit ganz unterschiedlichen Wetterbedingungen. Von großer Hitze und hervorragender Thermik über Wellen bis FL95, blauem Himmel und schnellen Aufgaben bis hin zu Schauern, Gewittern und teilweise äußerst schwierigen Flügen war praktisch alles dabei. Gerade die wechselnden Bedingungen machten die Weltmeisterschaft zu einer besonderen Herausforderung und sorgten immer wieder für spannende taktische Entscheidungen.
Ein großer Dank geht deshalb an alle Piloten, Teammitglieder und Helfer, die mit viel Einsatz und Geduld durch die zahlreichen unterschiedlichen Wetterlagen gegangen sind. Ebenso gilt unser Dank dem LSR Aalen und allen Organisatoren, die eine hervorragend vorbereitete und professionell durchgeführte Weltmeisterschaft auf die Beine gestellt haben. Von der technischen Abnahme über die Wettbewerbstage bis hin zu den zahlreichen Veranstaltungen am Boden war die Organisation auf höchstem Niveau.
Und natürlich war diese Weltmeisterschaft auch weit mehr als nur ein sportlicher Wettbewerb. Der Internationale Abend, die gemeinsamen Ausflüge, die Eröffnungsfeier und die vielen Begegnungen zwischen den Nationen haben wieder einmal gezeigt, was den Junioren-Segelflug so besonders macht.
Jetzt heißt es Abschied nehmen von Aalen. Eine erfolgreiche Weltmeisterschaft mit starken Ergebnissen, vielen Erfahrungen und hoffentlich noch mehr schönen Erinnerungen geht zu Ende.
Und wer es noch nicht getan hat darf gerne noch bei https://www.instagram.com/german.junior.gliding/ vorbei schauen, unter der Leitung von Hanna und Henrik wurden hier richtig tolle Inhalte erstellt.




