Jetzt geht’s los – der 1.WT

Endlich hat die Warterei ein Ende, heute geht es nun tatsächlich mit dem 1.Wertungstag los… Durch die erhöhte Labilisierung erwartet man am Ende das es schon etwas eher thermisch beginnen wird – aber am Ende des Tages mit Schauern und Gewittern zu rechnen ist, möglicherweise aber erst nach 17:30 / 18:00 Uhr, wo die Aufgaben hoffentlich bereits bewältigt sind! Aus diesem Grund wurden die Aufgabenlängen der AAT-Aufgaben mit 2:30h (18m), 2:15h (Std) und 2:00h (Club) etwas kürzer gewählt – wobei in der Clubklasse mindestens ein 98er Schnitt für die Minimalstrecke geflogen werden muss, um die Zeit nicht so sehr zu überziehen!

Aber der Reihe nach: Um 8:00 Uhr kam bereits die Gridding-Information, die Reihenfolge der Klassen ist 18m, Std und zuletzt die Clubklasse, Aufbau auf der 27, was für das Prozedere im Startgrid hier etwas einfacher ist. Das Grid wird 10:15 Uhr geschlossen, also genügend Zeit für die 47 Flugzeuge, sich zu präparieren. 9:30 Uhr werden die Aufgaben in SoaringSpot veröffentlicht, 10:30 Uhr ist dann das tägliche Briefing.

Da es heute das erste Wettbewerbsbriefung war, gab es noch unheimlich viel Klärungsbedarf über die einzelnen Schritte – Start- und Landeverfahren, wo ist die Wägung, wie ist das Abflugverfahren usw. usf. U.a. wurde heute noch einmal eine neue Wendepunktdatei veröffentlicht – zwar sind die Punkte identisch, aber die Beschreibung wurde geändert und auch alle Flugplätze wurden als Landemöglichkeit zusätzlich aufgenommen. Das führte wieder dazu dass bei einigen die Datei nicht geladen werden konnte, aber Reimar und Karsten konnten wieder mit viel Umsicht alle Probleme aus dem Weg räumen 😉 Man darf auch nicht vergessen, dass erst gestern final die Lugftraumdatei veröffentlicht wurde, die auch unsere Anforderungen an eine präzise Vorgabe erfüllt – im schlimmsten Fall hätten wir eine andere Datei laden müssen, als in der Auswertung verwendet wird ;-( Einige Fragen konnten erst richtig NACH dem Briefing beantwortet werden (z.B. die Abfluggeschwindigkeit), aber zum Teambriefing 11:30 Uhr war dann zum Glück so weit alles klar!

Teambriefing 11:30 Uhr : Bernd Fischer versuchte das heute relativ kurz zu halten (er bekam eigentlich nur 4 min Redezeit 🙂 ) – klar war, das das Thermikende vorausichtlich relativ zeitig durch die Überentwicklungen zu erwarten ist, wobei das einen größeren Unsicherheitsfaktor darstellt – und er unsere Coaches mit Infos unterstützen wird. Startbereitschaft war für 12:30 Uhr, erster Start war heute bereits für 13:00 Uhr vorgesehen.

Da unsere 18m-Pilotinnen die 3 ersten Starterinnen sein werden, war für Sandra, Anja und Katrin nicht viel Zeit zu verlieren. Nach zweimaliger viertelstündlicher Verschiebung ging es dann 13:32 Uhr mit der LEO (Sandra) als überhaupt erste aus dem Teilnehmerfeld dann endlich los, Katrin (BK) und danach Anja (J3) folgten unmittelbar.Conny (3S), Ilka (71), Karen (VZ) und Sabrina (HZ) standen dann am Ende der Standardklasse, in der Clubklasse ordneten sich Dani (FOX) , Caro (PG) und Ulrike (99) in der Mitte das Starterfeldes ein.

Gegen 15:00 Uhr waren alle deutschen Teilnehmerinnen, gegen 15:20 Uhr dann das ganze Starterfeld in der Luft, Die Optik auf der Strecke sieht momentan hervorragend aus, allerdings ist die Basis mit anfangs 2600-2700m MSL (1600m-1700m) noch nicht allzu hoch – und im Bergland sind schon von hier aus die ersten Überentwicklungen zu sehen, diese sind auf alle Fälle zu beachten!

Die Startlinie war 14:27 Uhr in der 18m, 15:05 Uhr in der Standard und 15:47 Uhr in der Clubklasse – heute bei dem Tricky-Wetter kommt es eigentlich mehr darauf an, gut herumzukommen, damit einen guten Einstieg in den Wettbewerb zu bekommen – drücken wir also unseren 10 Teilnehmerinnen die Daumen!!!

Das Tracking sollte über OGN, Glidertracker oder WeGlide gut verfolgbar sein, beachtet bitte, dass bei den Tracking-Geräten des OGN im Gegensatz zu den Flarms eine Viertelstunde Delay eingebaut ist – das ist etwas verwirrend, weil manche Flugzeuge damit ZWEI verschieden Positionsangaben haben, bei denen man auch noch die Zeit beachten muss… Außerdem sind damit doppelt so viele Flugzeuge im Browser als tatsächlich fliegen ;-(

Die Wertung werdet Ihr dann sicher heute abend über SoaringSpot verfolgen können, hoffentlich mit guten Ergebnissen unserer Frauen :-)!

Eröffnung

Heute um 12:00Uhr wurde die 12.Weltmeisterschaft der Frauen offiziell bei wunderschönem Wetter eröffnet 🙂

Vorher traf sich unserer Mannschaft gemeinsam zu einer Art Fotoshooting auf dem Vorfeld, dabei sind eine ganze Menge Bilder entstanden, die wir Euch nicht vorenthalten wollen – aber wir müssen erst einmal checken, wie wir diese auf dem Server hochladen können (momentan gibt es da noch ein kleines Problem ;-( )

Der Einmasch der Nationen – „die Parade“ – war sehr stimmungsvoll, das Wetter war grandios, die Reden in Spanisch und Englisch waren relativ kurz, bis dann die FAI-Flagge gehisst wurde und die 12.WWGC für eröffnet erklärt werden konnte 🙂

Danach wurden alle Pilotinnen und Helfer zu einem gemeinsamen Essen und ‚Cocktail‘ in das Party-Zelt geladen, es gab sehr leckere regionale Spezialitäten – Tortilla sowie andere kleine Häppchen – dazu Cerveza, Vino Tinto oder Vino Bianco sowie auch viele andere Getränke 🙂

Um 15:00 Uhr traf sich unser Team noch einmal, um sich umfassen auf den kommenden Wettberwerb einzustimmen, dazu gehört auch eine umfassende Analyse des kommenden Wetters von Bernd Fischer – erst wurden die kommenden 2 Tage unter die Lupe genommen (morgen labilisiert es sicherlich deutlich, es wird aber möglicherweise erst gegen Abend zu Schauern und Gewittern kommen, so dass vorher sicherlich eine – zeitige, kurze – Aufgabe wahrscheinlich ist, Montag muss dann erst einmal die (Rest-)Feuchte ausgeräumt werden, ehe es fliegbar wird – aber für den Rest des Wettbewerbs sieht er gute Chancen für ein gut fliegbares ’spanisches‘ Wetter mit hohen Basen, guten Steigen und schnellen Schnitten. Das hoffen wir hier natürlich alle auch!

Um 20:00 Uhr begann das Sicherheitsbriefing in der Halle, da wurde uns noch einmal die gesamte Crew vorgestellt, die für uns die nächsten 14 Tage für einen fairen und ordentlichen Wettbewerb sorgen soll, der konkrete Ablauf der nächsten Tage besprochen, Start und Landeprozedur noch einmal vorgestellt – und dazu noch ein paar allgemeine Dinge, die sich aus den letzten Tagen ergeben haben.

Man merkt schon ein klein wenig die Anspannung vor den kommenden Wettbewerbstagen – und die Vorfreude, dass es jetzt endlich los geht! Drücken wir unseren Mädels die Daumen, dass sie sich gut in Szene setzen können und wünschen ihnen einen erfolgreichen Wettbewerb! Wir haben ja in unserem Team einen guten Mix von ‚alten Hasen‘ (oder sagt man besser Häsinnen?) mit Conny und Katrin, die bereits 12-13 Weltmeisterschaften mitgemacht haben – einer ganzen Reihe von Newcomern (Dani, Karen, Caro, Ilka), die hier ihre erste WM fliegen werden 🙂

Nachtrag: Nach ein paar Impressionen vom Eröffnungstag, die ich aktuell wegen ein paar kleinen Speicherplatz-Problemen noch nicht hochladen konnte:

Eröffnungstag

Nach den beiden Starkwindtagen beruhigte sich der (Nord-)Wind heute zum Glück wieder, es ist zwar noch etwas kühler, aber die Sonne hatte schon mit viel Kraft das Thermometer nach oben getrieben 😉

Da erst gegen ab Mittag die eigentlichen Ereignisse stattfinden werden, wurde bei herrlichem Sonnenschein ausgiebig und entspannt gefrühstückt:

Gestern um Mitternacht traf dann auch noch Karsten aus Madrid ein, Matze hatte ihn da vom Flughafen abgeholt, so dass jetzt das Team richtig komplett ist 🙂

Auch wenn der Wind heute nur noch sanft ’säuselt‘, schafft er doch beeindruckende Wolkenformationen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Für einen kleinen Eindruck vom Flugplatz selbst – ein Übersichtsbild von Conny aus der Luft und der Blick vom Campingplatz auf die Hallen (im Vordergrund das weiße (Party-)Zelt):

Möglicherweise entsteht der Eindruck, dass wir es hier nur mit ausgetrocknetem, kargen und vor allem staubigen Böden zu tun haben – Conny jetzt aus den Trainingsflügen ein paar Bilder beigesteuert, die die Schönheit und Lebendigkeit der Landschaft unterstreichen:

… und der Flugplatz Garray von oben:

Leider war die Vorbereitungswoche nicht so ergiebig – zumindest was das Fliegen angeht… Aber man konnte sich bereits gut auf die Atmosphäre hier einschwingen, die Technik den Erfordernissen anpassen, sich aufeinander einstellen – und alle größeren und kleineren technischen Probleme lösen!

Letzter Trainingstag

Nach einer sehr windigen Nacht soll nun heute der letzte Vorbereitungs- und Traingstag stattfinden – der morgige Tag steht dann ganz im Zeichen der Eröffnung! Gegen 4:00 Uhr morgens schlief der (Nord-)Wind so langsam ein, um dann aber so gegen 11:00 Uhr wieder deutlich aufzufrischen – bei ca. 20-25km/h aber nicht mehr ganz so stark wie gestern, und vor allem auch nicht so krasse Staubfahnen vor sich hertreibend 😉

10:34 Uhr begann das Briefing in der großen Halle,

mehr oder weniger wieder eine Einmann-Show von Miguel als Wettbewerbs-Leiter. Es ist an allen Ecken und Enden zu spüren, dass auf seinen Schultern fast der gesamte Wettbewerb ruht, es ist schon immer wieder erstaunlich mit welcher Umsicht, Lockerheit und guter Laune er alle Themen so stemmt, trotzdem wäre wahrscheinlich etwas mehr Unterstützung aus dem eigenen Team schon hilfreich… Ein kleines Beispiel möchte ich da anführen, dass es nur eine Frequenz für Schleppbetrieb und Wettbewerb geben wird, weil er sowohl das eine wie das andere komplett in seiner Hand hält. Um so wichtiger ist es also auch die Unterstützung unseres Teams von den Coaches Reimar Möller und Karsten Leucker, die in diesem Moment dafür sorgen, dass nicht die ganze Zeit auf der stark frequentierten Startfrequenz mitgehört werden muss, um die Durchsage der Abflugfreigabe nicht zu verpassen…

Ganz klar wurde heute aber empfohlen, KEINE Trainigsflüge durchzuführen:

Natürlich war es nicht komplett untersagt, heute das Flugzeug an den Start zu schieben – aber es gibt keine Aufgaben, keinerlei Wetterinformation (außer die Aussage, dass bei 20-25 km/h Crosswind aus Nord ein Start nicht empfohlen wird)…

Dafür gab es viel rund um die Eröffnung, Sicherheitsinformationen, Landungsprozedur auf der kurzen Landebahn 02 usw. usf. zu besprechen. Nett sind immer die Gegenüberstellung der Sachen die gestern und überhaupt bereits ganz gut laufen – und den Dingen, die noch ‚To Improve‘ sind, sowohl für die Teilnehmerinnen als auch für die Wettbewerbsleitung.

Heute abend soll es im ‚Party‘-Zelt Paella geben, wahrscheinlich werden es auch von unserem Team viele als Abendbrot nutzen – auch dass es möglicherweise wirklich schon ein kleiner internationaler Abend mit einigen Teams werden könnte 🙂

Nach dem Briefing wurde von den Spaniern noch eine Übersicht über Landemöglichkeiten im Wettbewerbsraum vorgestellt – auch wenn wir das gestern schon einmal teamintern gemacht haben – waren die Infos doch immer wieder sehr willkommen: Es herrscht doch etwas natürlicher Respekt vor der unbekannten Gegend und Landschaft, da wird am Ende jede Information ‚aufgesaugt’…

Richtig ausführliches Wetter gab es dann zum Teambriefung, das fand heute aufgrund der Landefeldpräsentation 11:45 Uhr statt – also etwas später.

Waren am Anfang 2-3 Pilotinnen noch motiviert, den Tag zum Training zu nutzen, hatten sich nach Bernds Ausführungen dann doch alle entschlossen, den heutigen Tag als Ruhetag zu deklarieren! Obwohl draußen die Sonne schien, bereits ab 9:00 Uhr sich die ersten Cumuli an den Himmel zauberten – aber der Wind sich im Laufe des Tages nicht beruhigt, bei 2200-2300m MSL Basis (bedeutet ~1200-1300m Arbeitshöhe) – und vor allem auch zunehmend im Laufe des Tages Übergang zu Blauthermik mit maximaler Höhe von 2500m MSL stattfinden soll (mit wenig höherer Basis im Bergland) wurde allgemein die Entscheidung gegen das Fliegen gefällt, auch wenn morgen zur Eröffnung ebenfalls ein Pausentag angekündigt ist!

Kaltluft in Spanien ist eben nicht vergleichbar mit Kaltluft-Advektion, wie wir es von zu Hause her kennen… An den Klamotten könnt Ihr schon erkennen, dass es bei 17°C – und dem kräftigen Wind – hier auch nicht gerade kuschelig warm ist – ganz im Gegensatz zur allgemeinen Erwartungshaltung :)!

Update 18:00 Uhr: In Platznähe war es ab späten Mittag blau, in den umliegenden Bergland waren bis jetzt noch Wolken – aber eben bei sehr starkem Wind und wenig Arbeitshöhe. In der Sonne wurden sogar bis zu 20°C erreicht – aber der Sommer findet definitiv irgendwo anders statt 😉

Soria – das ist die kleine Provinzhauptstadt mit ca 40.000 Einwohnern hier ganz in der Nähe – steht diese Woche ganz im Zeichen des Stierkampfes: So wurden gestern auch die Stiere durch die Stadt getrieben und wohl für den Stierkampf morgen bereits präpariert – die Auswirkungen auf uns halten sich zwar in den Grenzen, aber hin und wieder bekommen wir doch etwas davon mit, wie z.B. gestern (Donnerstag!) den ganzen Tag die Geschäfte und Supermärkte in der Stadt geschlossen waren (das sorgte zum Teil auch für lange Gesichter, weil vom Veranstalter hier dazu auch gar kein Hinweis kam…), oder auch dass morgen die Eröffnung komplett hier auf dem Flugplatz stattfinden wird, in der Stadt ist da wahrscheinlich kein Platz mehr…

Noch ein Wort zu unseren Quartieren: Fast die gesamte Mannschaft ist hier in unserer großen Wohnwagenburg/Team-Camp am Flugplatz untergebracht, nur Karen, Caro und Carsten schlafen in einer netten Finca nicht ganz 10 Minuten von hier und Sandra ist ebenfalls außerhalb untergebracht – aber auch sie nehmen am gemeinsamen Leben – Frühstück, Abend etc. – hier im Camp teil!

Bernd meinte, dass sich bis zum 1.Wettbewerbstag am Sonntag das Wetter noch einmal komplett ändern wird, wir wieder mit deutlich mehr Labilisierung zu rechnen haben – bis zu Schauern und Gewittern, aber auch wieder mit höheren Temperaturen 🙂 Aber bis dahin sind ja noch 2 Tage Zeit!

Noch ein paar Impressionen vom Tag:

Das Team-Camp aus verschieden Richtungen:

Trainingstag 5 – 1. Official Training

Heute war wieder ein sehr, sehr interessanter Tag, der zum Nachmittag uns einen kräftigen, böigen und vor allem wahnsinnig staubigen Wind bescherte – aber dazu später

Das Briefing heute morgen begann nun bereits schon 10:35 Uhr, Dani war bereits vorher noch zur technischen Kontrolle (Anja hatte gestern einen Termin und Ulrike noch einen Tag eher). Man merkt schon, dass sich auch die Wettbewerbsleitung immer weiter einspielt 😉 ). Sie reagieren auch sehr zugänglich, freundlich und kurzfristig auf vernünftige Anregungen, aber es sind immer noch genügend ‚Baustellen‘ vorhanden…

‚Grid closing‘ war heute 13:00 Uhr, Startbereitschaft 13:45 Uhr, Startbeginn sollte dann 14:15 Uhr sein.

11:30 Uhr trafen wir uns zum Team-Briefing, heute mit einem größeren Bildschirm – es war zum ersten Mal auch Strom vorhanden!

Bernd Fischer machte wieder online einen sehr ausführlichen Wetterbericht, verwies vor allem auf die erhöhte Labilität in den Bergen – auch in die Richtung, in die die Strecken (AATs) gelegt wurden. Er ging davon aus, dass es wahrscheinlich bei lokalen Gewittern bleiben sollte, die sich möglicherweise gut umfliegen lassen – aber aufgrund der Dynamik des Wettergeschehens unheimlich schlecht akurat vorhersehbar.

Sandra, Ulrike und Sabrine wollten heute pausieren, alle anderen brachten ihre Segler in das Grid.

Der Schnüffler (der Twin vom Platz) wurde heute schon 14:00 Uhr in die Luft gezogen (deutlich eher als die letzten Tage), da schien es hier in Platznähe bereits gut entwickelt zu sein (wenn auch die Cumuli noch einen etwas ‚verwaschenen‘ Eindruck machen)…
Der Schnüffler gab aber sein ‚Go‘, daraufhin wurde Conny mit der 3S als erste und Dani mit FOX(i) als 3.Pilotin ab 14:18 Uhr geschleppt wurden…

Heute waren tatsächlich 4 Schleppmaschinen im Einsatz, so dass bereits nach 1:20h (!) alle Maschinen in der Luft waren 🙂 In der letzten Gruppe waren Anja, Caro – und Katrin als letzte Starterin – da war aber schon fast klar, dass es keine ‚großen‘ Flüge mehr werden: Das Gros des Feldes befand sich nicht allzu hoch in der Nähe des Platzes… Der Wind drehte immer weiter auf Nord – und wurde immer heftiger und böiger…

Die ersten Landungen waren noch auf der Hauptbahn – z.B. Karen, mit unheimlich starken Seitenwind – dann wurde relativ schnell auf die kurze Nebenbahn umgestellt, wo aber die Flugzeuge unheimlich schnell von der Bahn geräumt werden mussten, damit nachfolgend noch Platz zum Landen bleibt.

Bei dem starken Wind war es schon etwas abenteuerlich, die Flugzeuge schnell auber und in die Bezüge zu bekommen, aufgrund der unkomplizierten gegenseitigen, teamübergreifenden Hilfe konnten wir das aber zügig unter Dach und Fach bringen 😉

Da wir heute ziemlich zeitig fertig waren, hatte Reimar zum Teamtreff um 18:30 Uhr sein Vorzelt angeboten, um die gestrigen ‚Exkursionen‘ von Karen, Dani, Caro sowie Anja zu den Außenlandefeldern – vorzustellen und zu diskutieren – die meisten Shelter mussten aufgrund des Windes abgebaut werden. Es bleib aber bis zu Abend hinein trocken, kühlte aber mit den Nordwind deutlich ab.

Die Stimmung in unserer Truppe ist ausgesprochen entspannt und harmonisch – auch wenn eigentlich noch einmal ein guter Vorbereitungstag fehlt, wo man den Wettbewerbsraum etwas großflächiger kennenlernen kann.

Die Aussichten für morgen: Das Wetter wird jetzt deutlich stabilisieren, Bernd erwartet einen Tag mit Blauthermik, rechnet aber trotzdem auch mit hohen Cumuli im höheren Bergland. Es soll aber auch deutlich kühler werden…

4.Trainingstag

Auch der heutige Tag wurde dann doch als ‚unofficial‘ deklariert, offensichtlich braucht der Veranstalter noch etwas mehr Zeit zur Vorbereitung dieses Events…

Die Abläufe werden so langsam an die Erfordernisse angepasst, d.h. wieder 10:30 Uhr Briefing („please be in time“) – begann mit ca. 15 min Verspätung, wobei noch viele Fragen bezüglich Luftraum, Airspace-Datei, Camping und vieles andere mehr zu klären waren…

Die Wetterpräsentation und Aufgabenvorstellung nimmt dabei noch den geringsten Teil ein.

11:30 Uhr trafen wir uns dann wieder im Team-Shelter – aufgrund der Strom-Misere (erst im Laufe des Tages soll der Campingplatz mit Strom versorgt werden können) ist zur Kommunikation mit Bernd Fischer nur der kleine (Laptop-) Bildschirm benutzbar.

Die Laune unserer Sportlerinnen ist aber ungebrochen gut, Reimar Möller als Teamcaptain strahlt mit seinem ansteckendem Optimismus viel Ruhe aus. Das Wettergeschehen soll heute wieder ähnlich wie gestern ablaufen: Ein später Beginn, höhere Basis bis 3500m MSL mit guten Linien mehr im Bergland lokalisiert – wobei noch nicht ganz klar ist, wie die abschirmende Bewölkung in Platznähe die Auslösetemperatur von 26-27°C bremsen wird (Bei den Höhenangaben ist aber zu beachten, dass die Hochebene hier in Spaniens Norden bereits ~1000m über dem Meeresspiegel liegt!) Letzten Endes entschließen sich nur 4 Pilotinnen zu einem Start: Sabrina, Ulrike, Ilka und Conny – alle anderen machen noch den ‚letzten Schliff‘ an ihrem Flugzeug und/oder erkunden in der näheren und weiteren Umgebung die wenigen (Außen-)Landemöglichkeiten …

So kam es dann auch: Erst nach 15:00 Uhr fand der erste Start statt:

15:03 Uhr der erste Start, im Hintergrund über den Bergen bereits sehr gut entwickelte Thermik, aber am Platz ging es erst einmal zäh los…

Die Schleppprozedur zog sich wieder ewig in die Länge, die angekündigte 3.Schleppmaschine machte leider nur einen Schlepp(!) – damit dauerte der ganze Prozess sehr, sehr lange, die letzte Maschine wurde erst nach 17:30 Uhr in die Luft gezogen (in der Zwischenzeit sind die ersten auch schon wieder gelandet)! Sabrina hatte noch eine Startposition weiter vorn erwischt – sie startete gegen 16:00 Uhr – die anderen hatten ihren Start leider erst am Ende des Feldes…

In der Zwischenzeit haben Karen, Dani und Caro sowie Anja sich mal die Außenlandemöglichkeiten in der Umgebung angesehen – z.B. welchen Hinweis die Färbung auf den Bewuchs und Beschaffenheit der Felder geben kann, dabei haben sie sich Punkte aus dem Außenlandekatalog, schwierige Flugplätze und allgemeine Felder angesehen, morgen werden sie dann ihre Erkenntnisse auch dem restlichen Team zur Verfügung stellen 😉

Außenlandefeld-Tour…

Ein Highlight des Abends wurde der Aufbau des Generators und die Verteilung der Stomanschlüsse gleich neben unserem Campingplatz 🙂

Gegen 20:00 Uhr traf dann auch Katrin ein, damit ist unser Team vollzählig: Dani (LS7 – FOX), Caro (LS7 – PG) und Ulrike (LS4 – 99) in der Clubklasse, Conny (LS8 – 3S), Sabrina (Discus2a – HZ), Karen (LS8 – VZ) und Ilka (LS8e – 71) in der Standardklasse sowie Katrin (JS3 – BK), Sandra (ASG29 – LEO) und Anja (ASG29 – J3) in der 18m-Klasse.

Ein schöner Sonnenuntergang bei nicht mehr so (schwül-)warmen Temparaturen rundet den heutigen Tag ab:

3.Trainingstag

Auch heute war das Training noch ‚inoffiziell‘ – also noch ohne vorgreifende Strafpunkte usw., aber Tag für Tag werden die Abläufe immer weiter dem offiziellen Wettbewerb angenähert: 10:30 Uhr Briefing (heute zum 1. Mal in der Briefinghalle),

11:15 Uhr Teambriefing im Mannschafts-Shelter mit der ersten (Fern-)Wetterberatung von Bernd Fischer über Teams,

Gridding bis 14:00 Uhr auf der 09 – und dann Warten auf die Temperatur von 26/27°C, bei der die Thermik beginnen soll.

Leider verzögerte sich der ganze Prozess, so dass der erste Start (Ilka mit der 71!) erst so gegen 15:30 Uhr stattfinden konnte. Da die meisten deutschen Teilnehmerinnen mehr im hinteren Starterfeld sich eingeordnet hatten, kamen sie – bei 2 Schleppmaschinen für 25 – 30 Segelflugzeugen – leider erst um 17:00 Uhr in die Luft ;-( Außer Conny (machte heute einen Relaxing Day in der Umgebung) und Katrin (ist noch nicht angereist) nutzten alle anderen 8 Pilotinnen die heutige Startmöglichkeit!

Bei angekündigten Thermikende um 18:00 Uhr war das leider kein großer Spielraum zum Strecke fliegen, mehr oder weniger war es also nur ein Systemcheck, Abflugtest sowie vertraut machen mit der Flugplatzumgebung.

Morgen soll das erste ‚offizielle‘ Training stattfinden – ab dann können schon erste Strafen im Strafkatalog für den Wettbewerb vergeben werden (z.B. für Luftraumverletzungen) – aber es ist weiterhin den Pilotinnen überlassen, ob sie ihr Flugzeug an den Start schieben – oder nicht.

Abends gab es heute im örtlichen Fernsehen einen kleinen Beitrag mit ein paar Bildern über die WM – und über das Segelfliegen im allgemeinen (u.a. wurde lang und breit der Check eines TwinAstir vor einem Flugtag demonstriert 🙂 )

Für morgen hoffen wir, dass der Tag doch etwas ‚ergiebiger‘ wird – und möglichst alle eine (kleine) Strecke fliegen können. Die Aussichten für Donnerstag/Freitag sind dann leider momentan nicht ganz so rosig – aber vielleicht wird es aber dann zum WM-Beginn am Wochenende besser 😉

Anreise

Gestern trafen bereits die meisten unserer Teilnehmerinnen nach einer langen Anreise (bis zu 2000km!) hier in Garray ein:

Karen mit Alex kamen bereits als erste um Mitternacht an, Caro mit August kurze Zeit später, auch Anja war schon am vormittag da, so dass beim Briefing um 11:00 Uhr die deutsche Mannschaft schon gut vertreten war 🙂 Die 3 rüsteten auch gleich ihre Flugzeuge auf, schließlich sollte heute gutes Wetter mit Basis um und über 4000m MSL werden, gestört am Abend durch örtliche Wärmegewitter… Allerdings nahm die Vorbereitung doch etwas Zeit in Anspruch, so dass es nicht vor 14:00 / 15:00 Uhr in die Luft ging – da standen aber bereits schon die ersten (kleineren) Gewitter am Platz, so dass es gar nicht so einfach war, auch gleich Anschluss zu finden.

Nachmittag/Abend kamen dann noch Ilka mit Holger, Reimar als Coach, Conny, Ulrike, Sandra – so dass heute morgens zum 1.offiziellen Briefing schon unsere Mannschaft sich bereits gut gelaunt als größere Gruppe präsentieren konnte…

Danach ging es an das Einrichten der Teamzentrale, was etwas durch den Umstand erschwert wurde, dass es erst ab Mittwoch Strom auf dem Zeltplatz geben soll ;-(

Der Tag selbst wurde auch im Team unterschiedlich genutzt: Conny, Anja, Ilka, Sandra und Ulrike sind heute geflogen, während Dani, Karen und Caro den Tag anderweitig zur Vorbereitung der Wettbewerbstage genutzt haben – u.a. durch einen letzten Schliff am Flugzeug, Untersuchung der Außenlandesituation zur Zeit, und und und …

Gegen Abend stieß auch Sabrina mit Volker hinzu – so langsam komplettiert sich unser Team!

Morgen wird noch einmal ‚inoffizielles‘ Training sein – und am Mittwoch startet dann das erste offizielle Training.