11.07.2023 – Blau und Konvergenz?

Die schöne Nachricht zuerst: Auch heute wird geflogen 🙂

Allerdings machen uns die hohen Temperaturen bereits heute morgen zu schaffen, dazu weht ein straffer Südwest-Wind, der uns wohl den ganzen Tag begleiten wird (u.a. ist die Landerichtung heute abend ausnahmsweise 27 statt 09, was den gesamten Rückhol- und Aufräumprozess sehr verlängern wird. Geplant ist für heute ein Spanischer Abend mit Tappas im weißen Zelt, aber bis dahin ist noch ein hartes Stück Arbeit zu erledigen.

In allen 3 Klassen gibt es Racing-Tasks hinunter bis in die Sierra Guadarrama, man hofft auf eine gute Konvergenzlinie eintlang der Bergrücken, der Wind kommt ziemlich parallel zum Kurs, erst als Gegenwind, später als Rückenwind, wie üblich ist noch ein kleiner Haken in die nordwestlichen Berge zu schlagen, wo man die Komfortzone dann allerdings verlassen muss. Eine Klippe des heutigen Tages wird der Madrider Luftraum sein, der im Bergland als tiefer Deckel darüber liegt und die eigentlich komfortablen Arbeitshöhen im Bereich der Wende ziemlich einschränkt. Wir sehen das hier auch als ein kleines Sicherheitsrisiko, wenn in niedriger Höhe bei starkem Wind wieder einige Pulks unterwegs sein werden… Hauptsächlich die Wendepunkte der Club- und der Standardklasse sind sehr stark davon beeinträchtigt ;-(

Die Clubklasse steht heute wieder vorn, hat eine 272 km-Racing-Aufgabe, da in der Clubklasse bisher immer zu viel und zu lange am Abflug gepokert wurde, wird heute mit einem PEV-Abflug von 7 min Warten und 5 Minuten Fenster bei max. 3maliger Aktivierung versucht, dem entgegenzuwirken… (PEV – Pilot EVent, da markiert man einen Zeitpunkt, ab dem man 7 Minuten auf einen Zeitfenster von 5 Minuten warten muss, in dem man über die Linie gehen darf. Macht man diese Prozedur nicht oder verpasst das Fenster, gibt es 50 Punkte Strafe).

Die 18m Klasse hat eine 347 km Rennaufgabe nach Revelange – ohne PEV, und die Standardklasse eine 315 km Aufgabe nach Carsodillas, ebenfalls ohne Pilot-Event-Abflug!

Beim Briefing gab es heute keinen weiteren deutschen Tagessieg zu feiern, aber mit Ulrike und Sabrina jeweils auf Platz 3 war unsere Mannschaft wieder gut dabei!

Heute auch mal wieder ein paar Bilder aus dem Grid:

Der Schlepp begann pünktlich 13:30 Uhr, doch während die Clubklasse noch relativ gut wegstieg, hatte es die Standardklasse deutlich schwerer, durch die offensichlich in tieferen Schichten eingeflossene kühlere Luft und kräftigen Südwestwind kam man später ganz schlecht weg. Die Zeiten der Abflugfreigabe waren 14:21 Uhr für die Club, 14:56 Uhr Standard und 15:28 Uhr 18m-Klasse.

Leider waren bei den Landungen zum Wiederstart auch Sabrina, Conny und Karen dabei… Sie wurden gleich am Ende der 18m Klasse wieder in die Luft gebracht.

15:45 Uhr: Bis jetzt gab es gegen den Wind nur zaghafte Abflugversuche, die aber bis jetzt immer wieder abgebrochen wurden, man spricht von 0.4 bis 0.6 m/s Steigen bis auf 2400 bis 2600m Basis (also 1400 bis 1600m über Grund, die man aber ganz schnell gegen den Wind wieder verliert. Es gab einmal mit der AG eine Höhe von 4000m MSL, aber weit mit dem Wind im Nordosten – zurück an der Linie war sie genau wie die anderen nur noch 2400m hoch 😉

16:00 Uhr: Momentan sieht alles nach einem nicht wertbaren Tag aus, es müsste das Wetter noch einmal ‚durchstarten‘, eine Konvergenzlinie findet man im Tracking bei Fuente auch nicht wirklich, aber bei 35°C Bodentemperatur ist das auch nicht unbedingt zu erwarten… Uns hätte es jetzt auch nicht überrascht, wenn die Wettbewerbsleitung diesen Tag noch neutralisieren würde, faire und aussichtsreiche Bedingungen sind meines Erachtens in allen Klassen nicht möglich.

Ein paar schöne Impressionen von Katrin im Flug von der spanischen Landschaft:

20:00 Uhr Da habe ich mich aber voll geirrt: In der Standard- und in der 18m Klasse gab es dann doch noch ein krasses Rennen… Aber der Reihenfolge nach: Nachdem die Clubklasse 3 – 3,5h in der Luft war, der weiteste Abflugversuch bei vielleicht 10km lag, hier im Abflugraum alle 3 Klassen noch in dem wenigen, windigen Steigen mit nicht allzuhoher Basis herumhing, wurde um 16:30 Uhr die Clubklasse neutralisiert. Bei den gelandeten Pilotinnen sah man da noch zufriedene Gesichter, denn keiner konnte sich vorstellen, dass es danach noch ‚zündet‘. Aber tatsächlich baute sich noch eine Konvergenzlinie auf – mit Steigen gut über 3, 3000m Basis und super Reihungen! In der 18m Klasse ging es sogar noch bis auf einen 123er Schnitt von Hana Treslova (CZ), die damit die Wertung rockte. Hier war eine Riesenlücke nach den drei Tschechinnen, danach kommen Katrin mit 108 als Vierte und Sandra mit 107 km/h als Fünfte noch vor den Französinnen ein!

In der Standardklasse sieht es gut aus für Sabrina, die für den Tagessieg mit 105 km/h nur 14 Sekunden zu langsam war, hier hat sich Karen mit knapp 102 km/h und Conny mit 99 km/h ebenfalls gut in Szene gesetzt: Karen als 5. und Conny möglicherweise als 7.!

Ganz besonders bitter ist das für diejenigen, die es nicht geschafft haben, hier wegzukommen, das traf ja von unserer Mannschaft vor allem Ilka, die 2x landen musste!

So wird heute beim Spanischen Abend nun doch mit viel Stimmung zu rechnen sein – auch wenn ein Großteil der Pilotinnen ziemlich ausgelaugt ist…

10.07.2023 – Die Hitze wird stärker…

… und dafür werden heute AATs ausgeschrieben! Das Wetter wird so ähnlich wie gestern – zumindest hier – es wird sehr, sehr heiß, man rechnet mit 3600m Basis im flachen, 3800m Basis im Bergland, die Wettbewerbsmeteologen rechnen sogar mit 1-2/8 Cumulus. Vielleicht wird dann im Abflug doch nicht ganz so gepokert, wenn man etwas freier die Strecken planen kann. Die Zeiten sind wie gestern, nur dass heute mit der Standardklasse begonnen wird, die 18m folgen – und die Clubklasse steht hinten.

10:30 Briefing – mit der Ehrung der Tagessieger, wo wir mit Dani in der Club- und Conny in der Standardklasse gestern 2x vertreten waren 🙂

Standard: Conny 1.

Die Aufgaben sind bei der Standardklasse 3:30h AAT zwischen 310-485km, bei der 18m Klasse ebenfalls 3:30h mit 325-500km und bei der Clubklasse 3:00h AAT mit zwischen 220-400km! Die Strecken sind in Richtung Südsüdost bis auf die Höhe von Madrid mehr oder weniger als Zielrück fliegbar mit einem ‚Justierungsschnick‘ in das nördliche Bergland. Wir sehen uns also 13:30 Uhr bei den ersten Starts!

14:15 Uhr – Nach zweimaligem Delay ging es um 14:00 Uhr tatsächlich mit dem Schleppbetrieb los, im Norden bilden sich schon ein, zwei tiefe Konvergenzwölkchen, im Süden – der Flugrichtung – ist alles noch komplett blau…

Die Startlinie war offen um 14:50 Uhr für die Standard, 15:17 Uhr für die 18m – und in der Clubklasse war der letzte Start um 15:33 Uhr, da öffnet die Linie also um 15:53 Uhr!

16:20 Uhr : In der Standard und 18m-Klasse wird also heute nicht so lange ‚Pfahlsitzen‘ geübt, da ist das Rennen quasi schon los gegangen, die Clubklasse hat ja aufgrund ihrer etwas kürzeren Aufgabenzeit noch ein wenig mehr Zeit!

17:00 Uhr: Auch die Clubklasse ist mittlerweile abgeflogen, allerdings scheint es nicht einfach zu sein… Aus der Standardklasse sind u.a. mit der Gesamtführenden Lizzy, aber auch mit Ilka schon die ersten Außenlandungen zu verzeichnen….

19:30 Uhr Update: das Rennen geht so langsam dem Ende, die ersten der 18m Klasse und der Standardklasse sind gerade im Endanflug, bei den 18ern sind Katrin, Sandra, Anja sind mit dabei bei einem ca. 100er Schnitt. Bei den ersten der Standardklasse fliegt auch Sabrina mit, die waren mit ca. 87 km/h unterwegs, während Conny und Karen sich gerade mit unserer Clubklasse (Ulrike, Dani und Caro) zusammengetan, um eventuell vielleicht doch noch den Weg nach Hause zu schaffen. In dieser Gruppe ist auch noch die Führende in der Clubklasse, Louise (HG) aus Frankreich dabei…

20:30 Uhr: Die Clubklasse fliegt immer noch… hat aber die letzte Wende in 25km Entfernung erreicht – und es reicht, es reicht und es reicht 🙂 HG ist noch dabei, LS4 kommt sicher nach Hause – weiter hinten kämpfen nach andere Clubbies ums überleben.

In der Standardklasse schafft es außer Sabrina niemand von unserer Mannschaft nach Hause, Conny landete 20km vor dem Ziel, auch Karen s, chafft die letzte Wende leider ganz knapp nicht ;-( – und Ilka musste bereits auf dem 1.Schenkel Federn lassen – sprich: FES aktivieren, wo aber die meisten in allen Klassen mit Problemen zu tun hatten – u.a. die bis heute Führende Lizzy van Zameren, die dadurch natürlich ganz stark abgerutscht ist. Hier hatte sich ein zeitiger Abflug ausgezahlt: Das Team aus Tschechien und Sabrina sind 20-60 Minuten vor allen anderen los und war dadurch mehr als 5 km/h schneller als die anderen 4 Heimkehrer – und am Ende lag die Hälfte des Feldes draußen! Sabrina ist dadurch insgesamt auf Platz 2 gerutscht (!), 75 Punkte hinter Barbora Moravcova (CZ) und 80 Punkte vor Aude Untersee (FRA).

In der 18m Klasse gab es fast ein totes Rennen… Alle sind zur ziemlich gleichen Zeit auf Strecke gegangen, 2 Französinnen (Gadoulet und Ducarouge) etwa 2 Min später, alle eine ziemlich identische Strecke geflogen (die beiden Französinnen etwa 4-5 km mehr) und alle gut nach Hause gekommen. Dadurch waren die beiden etwa 107 km/h schnell, der Rest etwa 103-105 km/h wo sich unsere 3 sehr gut wiederfinden: Katrin Platz 4, Anja Platz 7 und Sandra Platz 8. Damit konnte sich Katrin an Liz Sparrow (UK) vorbeischieben, aber zur Spitze fehlen ihr weiterhin 600-700 Punkte…

Die größten Verschiebungen gab es in der Clubklasse, wo bei einer Aufgabenzeit von 3:00 h ein Abflug um 17:00 Uhr schon sehr sportlich erscheint… Die letzte, die herumkam (IX – Tereza Koubkova ,CZ) ereichte erst um 21:14 Uhr noch in den Zielkreis… Aber hier ist die Wertung noch mit Vorsicht zu genießen: Wahrscheinlich war sie zu tief für eine Geschwindigkeitswertung. Unsere 3 Frauen(Caro, dani und Ulrike) waren noch relativ zeitig abgeflogen – ca 15 Minuten vor dem Pulk, verloren aber auf dem ersten Teilstück ihren ganzen Puffer – und waren nach ca. 50km quasi eingeholt. Der Pulk war etwa 10 – 15km zu unserem Team parallel – und verlor aber im schlechten Wetter auf einmal wieder an Boden – außer Luise Rodriguez, die immer relativ hoch geblieben war und dann im Wendesektor auf unser Team aufschloß. Zu viert haben sie dann den Weg zur 2.Wende in die abbauende Thermik doch noch ganz gut gemeistert und kamen 20:32 Uhr ins Ziel! Da die Tageswertung jetzt noch nicht komplett ist, lohnt sich erst morgen ein Blick in die Gesamtwertung, auf alle Fälle hat hier unser Club-‚Express‘ eine ganze Menge Boden gut gemacht…

09.07.2023 – der nächste ‚blaue‘ Flugtag

So langsam stabilisiert sich das Wetter weiter, wobei es heute noch weniger Wolken geben soll. Die Streckenlängen liegen ähnlich wie gestern, die Klassenreihenfilge im Grid ist genauso wie gestern: Club, 18m, Standard. Nach 3 Tagen in der 1.Reihe stehen unsere Clubbies heute in der letzten , haben also ca. 1/2h mehr Zeit als gestern. Bernd erwartet einen störungsfreien Tag, der diesmal etwas später als gestern los geht – und/aber keine Wolken, Basishöhen mit einer deutlichen 3 vorn 🙂 nach 15:00 Uhr…

10:30 Briefing,

11:30 Teambriefing,… 13:30 Uhr prognostizierter erster Start, …

Schleppbetrieb begann pünktlich 13:30 Uhr, Caro bestimmte als letzte Starterin der Clubklasse die Abflugfreigabe von 14:20 Uhr, 14:47 Uhr war das Startband für die 18m offen – und für die Standardklasse um 15:20 Uhr. Leider musste Ilka noch einmal landen – konnte aber unmittelbar nach ihrer Klasse wieder starten. Die Zeit zwischen letzter Start der Klasse und Abflugfreigabe wurde vor 3 Tagen von 30 auf 20 min reduziert, es bleibt bei einer ‚Prestart-Altitude‘ von 3000m, d.h. zwischen Abflugfreigabe und Abflug muss man einmal unter dieser Höhe gewesen sein…

Bilder aus dem heutigen Grid:

Go-Go, Dani…

15:30 Uhr – noch wird am Abflug viel gepokert, allerdings sind die 18m mit der größten Strecke zu großen Teilen weg… Macht es gut heute, mit der Blauthermik kann es ein sehr interessanter Tag werden, möglicherweise sind aber die Bärte am Ende aber doch gezeichnet 😉

16:08 Uhr großer Pulk an der Abfluglinie Standardklasse + Clubklasse (18m hat den 1.Schenkel schon halb absolviert 😉 )

19:00 Uhr – die 18m-Klasse ist mittlerweile fast komplett zu Hause, hier hat es heute Sandra sehr gut getroffen – und war mit den ersten beiden Tschechinnen Netusilova und Rendlova zuerst da, Katrin kam etwas später zusammen mit den Französinnen an. Auch Anja scheint gut durchgekommen zu sein, da war unsere Mannschaft insgesamt gut dabei! Da sind wir heute auf die Ergebnisse sehr gespannt.

Als nächstes wird die Standardklasse erwartet, da fliegen Sabrina und Conny auch voll mit, sie sind auf alle Fälle im Endanflug-Bereich!

In der Clubklasse hat Dani auf den vorderen Pulk aufgeschlossen, Caro und Ulrike sind da eine Gruppe dahinter. Auch da wird es heute wahrscheinlich ein ganz gutes Ergebnis, da Dani und Caro ja nach dem Pulk erst losgegangen sind.

Aber noch brauchen die Standards und Clubbies ein paar Minuten bis zum Zielkreis!


Heute war nun endlich einmal ein Tag des deutschen Teams: 18m Sandra auf Platz 5 mit gerade 11 Punkten Rückstand zur Tagessiegerin und Anja auf 6, Standard Conny auf 1 und Sabrina auf 4, Clubklasse Dani auf 1 und Caro auf 3 – das kann sich mal richtig sehen lassen (u.a. war das ein ‚Tagessieg‘ in der Teamwertung)!

Leider fällt das Tagesresümees trotz des super Ergebnisses heute sehr spartanisch aus: Nach der späten Landung und dem Verzurren/Verstauen der Flugzeuge stand auch noch der BabaYaga-Abend auf dem Programm, wo Conny und Liz als Oberhexen immerhin 14 Hexen-Novizinnen in den Kreis der BabaYagas aufgenommen haben. Allein aus dem deutschen Team waren immerhin 5 Neulinge dabei: Anja, Dani, Karen, Caro und Ilka. Dadurch wurde es reichlich spät – und morgen steht wieder ein langer, anstrengender Tag mit viel Sonne, großer Hitze auf dem Wettbewerbsprogramm…

Noch ein paar kleine Impressionen vom heutigen BabaYaga-Abend:

Der Tanz der deutschen Hexen vor dem spanischen Abendhimmel 🙂 :


Wärend die 18m-Klasse gar nicht so lange gefackelt hat und relativ schnell nach dem ‚Abflug frei‘ auf ihre Strecke gegangen ist, hat es bei der Standardklasse und vor allem bei der Clubklasse das Belauern noch ewig gedauert… Wie man beobachten kann, gehen bei den 18ern die Tschechinnen sher zeitig los, warten und schauen nicht bzw. kaum auf die anderen – und man kann schon Erfolgskonzept dazu sagen – und fliegen ihre Aufgabe in der besten Thermikzeit erfolgreich und schnell ‚herunter‘! Sandra und Katrin sind mit ihnen ebenfalls über die Linie gegangen, ebenso wie die 3.Französin Galeret. Katrin hat versucht, mit eigenen Wegen die Konvergenzlinien zu optimieren – und fiel dabei leider etwas zurück wärend Sandra bis zu Ziel mit dem tschechischen Pulk ganz vorne mitging. Die Französinnen warteten beim Abflug ca. 15 Minuten – und kamen mit fast der gleichen Durchflugszeit (nur wenige Sekunden Differenz!) auch sehr gut ins Ziel!

08.07.2023 – heute geht es weiter…

8:00 Uhr – Clubklasse wird wieder vorn stehen, danach 18m, als letztes Standard… Damit kommen wahrscheinlich Ulrike, Dani und Caro pünktlich zum erwarteten Startbeginn um 13:30 Uhr in die Luft. Es sieht so aus, als habe es deutlich stabilisiert – völlig blauer Himmel am Morgen – hoffen wir, dass sich heute vielleicht doch noch ein paar Cumuli in großer Höhe an den Himmel zaubern 😉

Die Clubklasse wird mit 324 km gleich erst einmal in die Richtung der Sierra Guaderrama geschickt, danach holen sie etwas im Südwesten aus, bevor es heimwärts geht, während die Standard- und 18m-Klasse erst in den Nordosten geschickt werden, danach herunter in die südlichen Berge, der Heimweg läuft bei einem Südschnick dann heimwärts, 18m mit knapp 450km, die Standards bleiben als letzte Klasse bei 354km!

Während Bernds Wetterbriefung bilden sich schon die ersten Cumulanten im Süden – als auch im Bergland unter dem sich hereinschiebenden Cirrenschirm 😉

Pünktlich um 13:30 Uhr begann der Start – Peter Wilken hatte vorher die Gelegenheit, mit dem Twin-Sniffer eine kleine Runde von ca. 1h zu drehen 🙂 – Die Abflüge sind frei um 14:26 Uhr für die Clubklasse, 14:50 Uhr für die 18m-Klasse und die Standardklasse um 15:25 Uhr.

Der Tag präsentiert sich heute endlich einmal als störungsfrei, wünschen wir unseren 10 Damen, dass sie heute auch zeigen können, dass sie ebenfalls zu den besten der Welt auf alle Fälle gehören!


In der Clubklasse wurde wieder lange gepokert – außer der LS4 aus UK, aber sie hat natürlich bei den langen Blaustrecken einen schweren Stand – Ulrike ist etwas eher los, Dani und Caro mit dem Hauptpulk, während die 3 Französinnen noch etwas länger gewartet haben (das war allerdings sicher nicht gewollt, denn dort war im Team eine Höhendifferenz von 600m!). Die Clubbies kamen gegen den Wind (ca. 20km/h) ganz gut voran mit einem 90er/95er Schnitt. An der Wende muss man etwas auf dem Luftraumdeckel aufpassen, jedenfalls konnten die beiden sogar auf die Tschechinnen und auf Elegna (Italien) aufschließen. Weiter so – jetzt ist ungefähr die Hälfte der Strecke absolviert, das heißt sie werden so gegen 19:00 – 19:15 Uhr zurückerwartet.

In der Standardklasse hatten sich Conny, Karen und Ilka als Team zusammengetan und mit einem guten Abflug sich gut in Szene setzen können, leider fiel Karen an einer kritischen Stelle unten raus – und musste ziemlich lange Parken (Alex hatte schon den Hänger angehängt… ;-( ), wurde dann vom Pulk ‚aufgesaugt’und fliegt mit diesem weiter… Sabrina versuchte es auf eigene Faust mit anderen Teams mitzugehen, hatte aber den 2. Abflug der Tschechinnen verpasst – und dadurch den Abflug nicht ganz optimal getroffen. Später hatte sie einen sehr guten Streifen und ging dann mit Conny und Ilka zusammen – und damit haben sie jetzt ein ganz gutes Setup 🙂

Bei den 18m sind Sandra und Anja relativ zeitig los – und fliegen ebenfalls ein sehr enges Team zusammen (zumindest bis zur Mitte der Strecke), während Katrin die schnellen Französinnen im Blick hat – und mit diesen sehr gut mithält (Katrin ist da 1-2 min später abgeflogen 😉 ). Die Tschechinnen sind allerdings sehr zeitig los – sie machen quasi ein sehr engen eigenen Pulk mit einer sehr guten Performance…


Am Ende haben die 3 Tschechinnen sich trotzdem in der 18m-Klasse deutlich abgesetzt, sie hatten zwar an der letzten Wende noch eine ‚kleine Bremse‘ einwerfen müssen, aber dort sind alle anderen auch noch einmal vorsichtiger geworden, so dass sie mit 10 bzw 8 km/h Vorsprung vor Katrin ins Ziel kamen. Katrin kam auf einen guten 4.Platz mit 108 km/h noch vor den Französinnen und Engländerinnen! Anja und Sandra wurden leider von dem heranziehenden dicken Cirrenschirm noch einmal deutlich ausgebremst, sie hatten da noch einen ganz schweren Weg in den Zielkreis… Insgesamt hat sich Natusilova die Spitze wieder zurückgeholt, da läuft es auf einem Zweikampf Tschechien und Frankreich hinaus!

In der Standardklasse können wir uns über den ersten Tagessieg freuen! Sabrina hat nach dem verhaltenen Abflug ein gutes Team mit Conny gebildet – und mit knapp 105 km/h den Tag vor Lizzy van Zomeren (NL) und Barbora Moravcova (CZ) gewonnen! Conny kam als 5. mit 98 km/h ein, Ilka als 11. mit knapp 94 km/h – und Karen als 15. hat dann nach dem ‚Parken‘ über 20 Minuten auf dem 2.Schenkel nur noch Schadensbegrenzung machen können. In der Gesamtwertung geht es jetzt ziemlich knapp zu: Hier führt jetzt Lizzy vor Barbora und Aude Untersee (FR), Sabrina hat sich auf Platz 4 vorgearbeitet!

Die Tageswertung der Clubklasse wurde durch das französische Team bestimmt, wobei man hier sagen muss, dass das Ergebnis ein typisches Pulkfliegen abbildet: Wer als letzter abgeflogen ist, findet sich am Ende ganz vorn wieder: Die Ankunftszeit der ersten 12 (!) Pilotinnen lag nur ~ 1 Minute auseinander, weil die letzten beiden Schenkel alle zusammen geflogen sind, der Pulk war eng beisammen und keiner konnte mehr den anderen wegfliegen. Verlierer des Flugtages war sicherlich die Gruppe, die als erste abgeflogen ist (die amtierende Welmeisterin Piskata (CZ), Ulrike, die Italienerin Fergnani, sowie Drazul (ARG)), sich aber im Gegensatz zur 18m Klasse nicht absetzen konnte und vom Pulk eingeholt wurde… Das französche Team hatte vor dem Abflug einige Probleme zusammen zu kommen, waren deutlich nach allen anderen einzeln (!) auf Strecke gegangen (bei einem Abstand von 3 min zwischen ihnen selbst), aber da jeder von ihnen trotzdem auf den Pulk auffliegen konnte, bekamen sie am Ende das beste Ergebnis… Während Ulrike mit in der ersten Gruppe mit den Tschechinnen über die Linie ging, flogen Dani und Caro etwas später eine super ersten Schenkel auf diese Gruppe auf, konnten sich aber dort auch nicht lösen – und mussten dann miterleben, dass die Französinnen immer näher kamen… Dadurch belegt das französische Team jetzt auch in der Gesamtwertung die ersten Plätze, Caro ist als Fünfte, Dani als Siebente in ‚Lauerstellung‘ – und Ulrike hat sich mittlerweile auf Platz 13 verbessert.

07.07.2023 – Ruhetag

Heute wurde um 07:48 Uhr der Tag zum ‚Rest Day‘ erklärt – wir sollen den Tag zum Sightseeing nutzen… Für heute werden eben auch wieder Gewitter vorhergesagt – und nach dem gestrigen Chaostag wollte man das den Teilnehmerinnen ersparen 😉

Ein Teil der Mannschaft – Team Conny, Team Caro sowie die beiden Trainer – machten einen kleinen Trip in das etwa 60 km entfernte Canon de Rio Lobos – eine malerische Schlucht eingegraben in die Hochebene mit wunderschönen Felswänden, herrlich grüner und saftiger Flora – und einer wunderbaren Tierwelt, die gekrönt wurde durch die Beobachtungen der Geier, die im Tal leben und brüten… Gefühlt trafen wir dort den halben Flugplatz 😉

Während in Soria dann doch die Gewitterneigung sehr groß war und es schon geregnet hat – war dort ziemlich gutes (Segelflug-)Wetter… Natürlich kamen da auch Schauerwolken vorbei, aber hatten uns nur tangiert! Ein Blick auf die Sierra Guadarrama zeigte aber schon, dass das heutige Wetter wahrscheinlich doch etwas homogener und besser war als gestern – nur war das in der heute in der Prognose überhaupt nicht absehbar:

06.07.2023 – der nächste Versuch zum 3.WT

Auch heute wird geflogen – bzw. die Flugzeuge ins Grid gestellt 😉

Um 8:00 Uhr kam die Nachricht aus der Auswertung, dass heute die Gridorder Club – Std – 18m ist (gegenüber gestern ein Tausch der Standard und 18m-Klasse), die (Standard-)Runway 27 ‚in use‘ ist, das Grid um 12:00 Uhr geschlossen wird (danach werden die Reihen verdichtet) und der ‚Sniffer‘ um 13:00 Uhr starten soll – sowie der erste Start um 13:30 Uhr erwartet wird. Da sich gegenüber gestern die Reihenfolge innerhalb der Klassen nicht ändern wird, stehen voraussichtlich Ulrike, Dani und Caro wieder in der ersten Dreierereihe ;-(

Noch ist der Himmel vollständig bedeckt, aber das Wettergeschehen hier in Spanien ist ziemlich dynamisch – und die Wettbewerbsleitung scheint optimistisch…

10:00 Uhr: Die Aufgaben sind so ähnlich angelegt wie gestern, allerdings ist die AAT-Zeit in allen 3 Klassen 3:00 h, alle haben einen 50 km Radius Sektor als Wende in der Sierra Guadarrama (also südwestlich von hier – und einen Kontroll-„Sektor“ mit 500m Radius in der Nähe von Garray. Das Wetter lässt noch ein wenig auf sich warten – aber Reimar und Karsten erwarten, dass es sich zügig entwickeln wird!

Bilder aus dem Grid:

15:30 Uhr Falls Ihr Euch über die geringe Aktivität hier in Soria wundern solltet… Der Schleppbetrieb hatte hier tatsächlich 13:30 Uhr mit der Clubklasse begonnen, aber im Südosten braute sich dabei ein kleiner Schauer zusammen, der direkt auf den Flugplatz zuhielt! Als es dann mit einem leichten Regen anfing, ungemütlich zu werden, wurde der Schleppbetrieb eingestellt, da standen noch 3-4 Maschinen aus der Clubklasse am Boden! Unsere Mädchen, die als erste geschleppt wurden, hielten sich im Norden bei 900-1200m über Grund am längsten – aber irgendwann war die Einstrahlung hier vorbei und die Thermik völlig zum Erliegen gekommen. Besonders bitter: In Kursrichtung sollte es schöne Konvergenzen geben, alle hatten sich sehr auf einem Flug bei richtig Rennwetter gefreut, aber wenn es hier nicht richtig los geht ;-( Beim Vorziehen an den Start – mit den großen Fragezeichen, wie wohl jetzt die Startreihenfolge sein wird (Es waren ja mittlerweile alle am Boden), wurde die Clubklasse für heute neutralisiert – bei den anderen beiden Klassen wurde jetzt die Aufgabenzeit auf 2:00 h verkürzt, die Startrichtung komplett gedreht (von 27 auf 09 – mit einem kompletten drehen des Starterfeldes, damit die gleiche Startreihenfolge eingehalten wird) und der Startzeitpunkt auf 16:00 Uhr verschoben – da soll es dann für die Standardklasse – und danach die 18m – nun richtig losgehen!

Schade natürlich für die Clubklasse, die trotz einer Startgebühr von 70 € (!) wie gestern den nächsten ungültigen Tag bekommt! Da sind mittlerweile alle Flugzeuge verstaut – und die Vorbereitung auf den heutigen internationalen Abend beginnt… Die anderen 7 deutschen Teilnehmerinnen stehen jetzt gerade noch in den Startlöchern!

16:00 Uhr begann pünktlich der Schleppbetrieb – es ist zwar bis jetze keine wieder gelandet – aber eine ganze Reihe von Pilotinnen tut sich unheimlich schwer mit z.T nur 200-300m über Platz

17:30 Uhr sind die Abfluglinien in den beiden Klassen frei (Standard 16:50, 18m 17:20) – bei 2:00h Aufgabenzeit wird es also ein langer Tag. Im Süden von Garray braut sich gerade wieder ein Gewitter zusammen, was den Abflug schon ziemlich beeinflusst! Auch der AAT-Sektor selbst soll laut Bernd schon ziemlich abgeschattet sein, so dass es möglicherweise unheimlich wichtig wird, diesen ‚richtig‘ zu nehmen!

Die Gesamtführende in der 18m Klasse – Alena Netusilova – musste tatsächlich noch einmal landen – und konnte erst um 17:35 Uhr noch einmal starten – das wird sicher ganz schwierig (Ihre tschechischen Teampartnerinenn sind mittlerweile schon los)!


20:30 Uhr: Oh Mann, war das heute ein spektakulärer Tag: 2 verschiedene Startrichtungen, 3 (!) verschiedene Landerichtungen, Clubklasse fast komplett gestartet – dann doch neutralisiert, 3 Stunden später die beiden anderen Klassen gestartet, immer wieder Einfluß verschiedener Gewitterzellen, manche mit Superspeed von über 140km/h, andere total ausgebremst, in der Landezeit zog noch eine Böenwalze über dem Flugplatz, die viele Shelter abgeräumt hat – und uns ganz oft bei den Landungen das Atmen vergessen ließ…

Da ist es kein Wunder, wenn die Wertung nicht stimmt: Im 1.Schuss war noch die Aufgabe A (mit 3:00 h Wertungszeit und anderen Radien), das wird sicher auch noch eine Weile dauern … Genau dazu passt heute der internationale Abend gar nicht – aber vielleicht hilft er ja doch am Ende beim Stressabbau.

In der Standardklasse ging es ziemlich zäh nach dem Starten los, es dauerte schon eine ganze Weile, ehe die meisten Pilotinnen ihre Schlepphöhe wieder erreicht hatten. Am schlimmsten traf es da Conny, die sich aus unter 200m wieder ausgraben musste – ehe sie dann in Abflugposition war, hatte sich Sabrina schon längst auf den Weg gemacht. Durch den zeitigen Abflug hatte Sabrina in Ihrem Pulk auch noch gute Optionen, die Konvergenz zu nutzen! Es gab wohl eine Situation, wo dieser Pulk dann doch einmal zu tief kam und ein schwächeres Steigen annehmen musste – und genau in dem Moment, wo das Steigen stark und gut lokalisiert war, kam Lizzy van Zameren hinzu, die sich damit den ‚Hänger‘ ersparen konnte – und sich mit 138km/h den Tagessieg erflog. Sabrina kam noch vor der Böenwalze zur Landung, die Conny, Ilka und Karen voll erwischt hatte. Aber auch die 3 Französinnen waren hier wahnsinnig schnell: Mit einem ~141er Schnitt waren sie aber 8-10 min zu zeitig an der Linie, wodurch dann allerdings ’nur‘ 135 km/h in die Wertung kamen…

So hat sich am Ende Sabrina gut behaupten können, auch wenn sie am Ende trotzdem ein paar Punkte gegen die Spitze verloren hat, Ilka und Conny haben sich heute leicht verbessert, sie kamen einfach leider viel zu spät hier weg… Conny berichtete, dass sie auf den letzten Kilometern noch 600m Endanflughöhe auf den berechneten Gleitpfad verloren hat, weil sie abwechselnd in Regen und starke Abwinde gekommen ist, sie kamen beide zum denkbar ungünstigsten Moment in Garray an. Karen konnte wiederum noch später über die Startlinie gehen – und hatte noch weniger die Chance, die guten Linien zu treffen—

Auch bei den 18m hatten es heute die Französinnen am Besten gemacht: Im nördlichen Randbereich des Sektors erflogen sie Schnitte von 142-136 km/h – und distanzierten damit den Rest des Feldes deutlich (Vierte wurde Liz Sparrow mit 119 km/h) , Katrin (107km/h), Sandra (101km/h) und Anja (99km/h) hatten hier deutlich Federn lassen müssen ;-( Noch ein Detail in der 18m-Klasse: Alena Netusilova hatte man eigentlich sich schon fast aufgegeben (siehe oben), nachdem sie zur Abflugfreigabe noch einmal hat landen müssen. Nach dem Schlepp hat sie sich unheimlich schwer getan, sich in eine Abflugposition zu bringen, immerhin drückte ja aus dem Süden bereits wieder ein Schauer herein. Trotzdem ist sie allein dann allen hinterher, hat mit 118 km/h sich im guten Mittelfeld eingeordnet – und auf die jetzt führende Gadoulet einen Abstand von 100 Punkten halten können. Die 3. Pilotin aus Tschechien (Rendlova, EA) – immerhin vorgestern mit einem Tagessieg – hatte als einzige des heutigen Tages keine gültige Geschwindigkeitswertung eingereicht, weil sie bereits auf dem 1.Schenkel den Motor brauchte… Fazit aus deutscher Sicht: Obwohl es für den Tag nur 659 Punkte gab, hatten wir heute mehr als 300 Punkte verloren ;-(

Am Ende des Tages muss man registrieren, dass trotz des bockig böigen Windes – mit zum Teil ziemlich starken Seiten- und Rückenwind – alle Landungen glimpflich und ohne Schaden abgelaufen sind, der Tag heute innerhalb der beiden Klassen sehr, sehr ‚teuer‘ war (auch wenn es nur 659 bzw. 674 Punkte gab), es für eine dritte Klasse zu spät geworden wäre – insofern es richtig war, die Clubklasse zu neutralisieren, die bei diesem Wind es noch deutlich schwerer hat – und dann am Internationalen Abend ab 21:00 Uhr trotzdem Feierlaune aufkam 🙂 Allerdings merkte man den Stresstag dann doch, weil der Abend auch relativ zeitig zu Ende war – auch weil es morgen wieder ein schwieriger Tag zu werden verspricht …

Ein/zwei Bilder vom Abend werde ich morgen nachreichen, doch jetzt erst einmal Gute Nacht!

Die Vielfalt der verschiedenen Speisen und Getränke war wieder beeindruckend, nur war leider schon 22:30 Uhr die Hälfte der Teilnehmerinnen und Helfer nicht mehr da!

05.07.2023 – Wertungstag zum 3.?

Auch heute wird mit großer Wahrscheinlichkeit geflogen 🙂 Es ziehen zwar mehr oder weniger dicke Cirren über dem Himmel, es sollte aber trotzdem genügend Sonne zur Einstrahlung zur Verfügung stehen.

Der morgendliche Ablauf bleibt immer gleich – bis ca. 9:30 Uhr stehen eigentlich alle Flugzeuge im Grid, gefrühstückt wird erst danach, 10:30 Uhr ist dann das Hauptbriefing, 11:30 Uhr das Teambriefing (heute geht es wahrscheinlich auch um so wichtige Themen wie Vorbereitung internationaler Abend und ‚BabaYaga‘-Event), 12:00 Uhr wird das Grid verdichtet – aber der erste Start ist erst für 14:00 Uhr angekündigt, also eine Stunde später als gestern 😉 Man darf ja nicht vergessen, dass wir hier meteologisch ca. 1h später als in Deutschland liegen – bei 3° West ein ganzes Stück hinter Greenwich 🙂 dafür geht es ja abends ziemlich lange, die letzten Pulks landeten gestern ~ 20:00 Uhr…

Die Aufgaben stehen mittlerweile im SoaringSpot, es werden wohl als Aufgabe A AATs ausgeschrieben – nicht ganz klar ist mir, warum die Clubklasse als erste Klasse im Grid nur 1:45 h fliegen soll/darf – und die nachfolgenden Klasse 18m 2:45 sowie Standardklasse als letztes 2:15h? Das wird sich sicher zum Briefing klären!

12:30 Uhr es bleibt dabei, die Clubklasse wird, obwohl sie als erstes startet, nur ein Zeitfenster von 1:45 h zur Verfügung gestellt . was der Pokerei natürlich Tür und Fenster öffnet. Bei einer kurzen Abfluglinienlänge von insgesamt 10km lässt sich weiterhin sehr gut verfolgen, wer wann abfliegt . und das wurde gestern leider wieder etwas übertrieben… Die Begründung für die Aufgabenzeit: Da das Wetter beim Start noch nicht so gut entwickelt sein wird, sollen sie etwas kürzer fliegen! ???

Die AATs aller 3 Klassen sind mehr oder weniger ziemlich ähnlich als Zielrückkehrstrecke in den Südosten mit einem Kontrollpunkt angelegt, es wird also möglich sein, die bessere Thermik (Konvergenzen) der Sierra Guadarrama mit erwarteten 3000m MSL Basis zu nutzen – oder, falls es dort überentwickeln sollte, ins ‚Flachland‘ auszuweichen. Vom Ausrichter wurde eine CB-Wahrscheinlichkeit von 40% im Bergland, aber auch 30% im Flachland prognostiziert! Bis zum 1.Start ist aber heute noch etwas Zeit, wobei unsere 3 Clubklassepilotinnen Ulrike, Dani und Caro als erste Reihe ran müssen!

Der 1. Start ist mittlerweile auf 15:00 Uhr verschoben worden, der Schnüffler-Twin hält sich im Höhenband zwischen 600 und 900m über Platz 🙂

Die Clubklasse bleibt bei 1:45 h, bekam aber einen größeren Radius (wie alle Klassen!) – von 25km Radius vergrößert auf 50km, bei den 18m sind es sogar 70km!

15:30 Uhr: ‚The day is canceled in all classes’… Bisher wurde nur ein Teil der Clubklasse geschleppt, die sich Anfangs sehr, sehr schwer tat, über 400m AGL zu kommen – mittlerweile waren PG und FOX 800m-900m über Grund, wahrscheinlich machen sie noch etwas freies Fliegen – es werden auch noch weitere Flugzeuge geschleppt, die den Tag etwas sinnvoll nutzen wollen 🙂

Nachtrag dazu: Ulrike, Dani und Caro htten etwa 20-25min gebraucht, um mal über 500m AGL zu kommen, danach stiegen sie zwar gut durch bis auf 2500m MSL (~1500m AGL), aber für einen fairen Wettbewerb ist das wahrscheinlich zu wenig, insofern ist die Entscheidung der Wettbewerbsleitung total nachvollziehbar!

Nach ca. 1h ist dann unsere Clubklasse wieder gelandet – nach der Neutralisation kam dann allerdings der bisher beste Bart des Wettbewerbs mit über 4m/s ;-), es waren auch wieder Wellenstrukturen zu erkennen – aber bei dieser schwülwarmen Witterung hatte es für einen Wertungsflug nicht gereicht. Peter Wilken hat dann die Gelegenheit zum freien Fliegen auch gleich genutzt, um sich ein weiteres WeGlide-Badge anhängen zu können 😉

Übrigens kam das Gewitter dann tatsächlich, aber außer einem kurzen Regenschauer mit 1-2 Blitzen + Donner hat es uns im wesentlichen verschont!

04.07.2023 – 2.Wertungstag

Nach der gestrigen ‚Wetterpause‘ sind wir uns heute ganz sicher, einen weiteren guten Flugtag hinzu zu bekommen 🙂

Der Vormittag lief wie immer ganz entspannt ab: ab 8:00 Uhr können die Flugzeuge gewogen und ins Grid gestellt werden, das wird bei uns so gegen 9:00 Uhr erledigt – manche frühstücken vorher, die meisten dann danach… Startreihenfolge der Klasse ist heute Standardklasse vor 18m, zuletzt wieder die Clubklasse. 10:30 Uhr das tägliche Briefing mit den vorher veröffentlichten Aufgaben

11:30 Uhr Team-Briefing im Shelter mit der Wetter-Ferndiagnose von Bernd, 12:00 Uhr wird das Grid verdichtet. Heute gibt es Racing-Aufgaben etwas Zickzack um 3 Wendepunkte, alle 3 Klassen im gleichen Wetterraum, wobei der letzte 66km-Schenkel bei allen gleich ist. Standardklasse hat 387km, 18m hat 425km – und die Clubklasse 303km zu bewältigen.

Der ‚Schnüffler‘ soll bereits 12:30 Uhr gestartet werden, Startbereitschaft ist 13:00 Uhr, Kernzeit laut Bernd wird zwischen 14:00 Uhr und 18:00 Uhr liegen, so dass am Ende in der Clubklasse bei 1:30 – 1:45 h Gesamtschleppzeit gar nicht so viel Spielraum sein wird ;-(

Auf geht’s – heute wird ein guter Tag, und das soll sich natürlich auch in (unseren) Ergebnissen widerspiegeln :)!

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Schleppbeginn war pünktlich 13:00 Uhr mit der Standardklasse…

Etwas Nervösität vor dem Start: Karen ging noch einmal aus dem Feld, da stimmte etwas mit der Elektronik nicht, sie konnte aber mit Hilfe von Alex und Peter das Problem schnell lösen – und startete am Ende ihres Klassenfeldes – mit knapp 30min Zeit bis zur Freigabe der Linie, also alles ganz entspannt:

Die 18m-Klasse:

…und hier der Start von Dani in der Clubklasse:

Es gab immerhin 4 Wiederlander: 2 Französinnen (und dabei wieder die JPA ;-), die Amerikanerin ETI (Club) sowie die Schweizerin Kuttel (JG) – immerhin Tageszweite am 1.Tag. Die Französinnen landen übrigens immer ohne Wasser, werden schnell noch einmal aufgetankt, noch einmal gewogen (!) – und dann am Ende der Klasse, die gerade am Start ist, wieder ins Feld eingeschoben…

Das Rennen hat jetzt komplett begonnen: In der Standard-Klasse war ab 13:58 Uhr, 18m ab 14:30 Uhr und die Clubklasse ab 15:10 Uhr die Startlinie offen. Leider sieht es Richtung 1.Wende ganz schön blau aus, der Weg dahin scheint aber schon nicht ganz so einfach zu sein. Die gesamte Clubklasse hat erstaunlicherweise mit dem Abflug noch ziemlich lange gewartet, aber jetzt (so gegen 15:50 Uhr) geht das Rennen auch in der Clubklasse los.


Fazit des Tages: Auch heute lief es leider noch nicht optimal in der deutschen Mannschaft… ;-(

In der Standardklasse bestimmte heute Frankreich mit den 3 Podestplätzen das Geschehen. Hier konnte Conny auf Platz 5 gut gegenhalten, bei den anderen drei wechselte Licht und Schatten: Neben guten Streifen kamen auch Durststrecken, da große Teile der Strecke ziemlich blau waren ging es auch viel langsamer als ursprünglich geplant voran.

Die 18m Klasse bleibt erst einmal in der Hand der Tschechinnen Rendlova und Netusilova, die wiederum den Abstand zu den die beiden Französinnen Gadoulet und Ducarouge weiter vergrößern konnten. Katrin ist hier noch in Lauerposition, aber auch Sandra und Anja konnten sich gegenüber dem Auftakt verbessern.

In der Clubklasse ist die Teamdominanz nicht so ausgeprägt, hier gewann Grangeray aus Frankreich vor der Italienerin Fergnani und der Britin Marshall. Unser Team Dani und Caro hat es leider schon relativ zeitig gesprengt. Aber während Caro noch lange mit dem Spitzenpulk mithalten konnte, war die Lücke von Dani und Ulrike leider schon etwas deutlicher. Beim ‚Endspurt‘ musste dann Caro dann doch den Spitzenpulk ziehen lassen – so dass sie noch ein paar Punkte verlor, aber mit 100 Punkten Rückstand zur Gesamtführenden Grangery ist sie noch lange nicht abgeschlagen ;-), auch Dani nicht – jetzt auf Platz 10 mit 180 Punkten Rückstand.

Vielleicht läuft es morgen wieder einmal besser für unsere Mannschaft – drauf haben sie es allemal 🙂

Wettbewerbstag 2

Heute wird nicht geflogen: Zwischen 9 und 10 rauschte ein Gewitter hier vorbei – oder besser gesagt: streifte uns mit seinem Randbereich, denn es gab etwas Regen, nicht zuviel, keine Böenwalze und auch keinen Niederschlag in fester Form.

Die Tatsache, dass 22 min nach der heutigen Grid-Information (8:24 Uhr statt um 8:00) der Tag abgesagt wurde, zeigt wieder einmal sehr deutlich, dass es hier noch mehrere Baustellen gibt, die noch nicht endgültig eingeschliffen sind 🙂

10:00 Uhr: Die Wertung in der Clubklasse scheint jetzt so langsam korrekt zu werden: Caro mit knapp 100 km/h steht nicht mehr auf Tagesplatz 1, weil sie endlich ihren korrekten Index bekommen hat 😉 Mit Dani auf Platz 3 und Caro als 4. hatten die beiden WM-Neulinge einen sehr guten Einstieg in die Meisterschaft 🙂 Ulrike als 15. hat am Ende doch eine ganze Menge Punkte liegen lassen müssen – man durfte gestern halt nicht tief kommen…

In der Standardklasse waren Sabrina (6.) und Karen (7.) evenfalls gut in den Wettbewerb gekommen, dort war die Dominanz des tschechischen Teams – ebenso wie in der 18m Klasse – bemerkenswert. Ilka (13.) kam vor dem Abflug sehr lange gar nicht richtig hoch, konnte erst ca. 1h nach allen anderen alleine losfliegen – dafür war ihr Ergebnis sehr gut. Ja, und Conny als 16. kam leider einmal richtig tief und hat dort unheimlich viel Zeit liegen lassen, die dann hinterher nicht mehr wettzumachen war… Da bin ich auf ihre Aufholjagd in den nächsten Tagen gespannt ;-). Aude Untersee (JPA, Frankreich) zeigte gestern auch sehr deutlich, wie eng das Wetter für den einzelnen werden konnte: Sie benötigte einen Wiederstart nach einem Absitzer, konnte sich beim 2.Versuch aus 200m in der Platzrunde (!) noch einmal in Position bringen – und wurde am Ende doch immerhin Tagesfünfte…

Die 18m-Klasse wurde von 2 Teams bestimmt: Die Tschechinnen vor den 3 Französinnen drückten der Wertung ihren Stempel auf, wobei hier Alena Netusilova mit 132,45 km/h sich sogar noch ein wenig absetzen konnte. Katrin als 7. hielt hier noch den Anschluss, Anja und Sandra mussten hier – ähnlich wie Ulrike in der Club und Conny in der Standardklasse – leider schon etwas abreißen lassen.

Aber es kommen ja noch viele Tage, gestern war halt ’nur‘ der Auftakt der WM.

Der heutige Tag wurde vor allem zum Sightseeing in der Umgebung genutzt: Eine Gruppe war in den ‚Zwiebelbergen‘, wo es aber sehr heftig geregnet hat, eine Gruppe war bei ihrere Wandrung auf die ‚Nase‘ weitgehend trocken geblieben – bei einem herrlichen Rundblick in die Gegend. Sie hatten sehr schöne Impressionen von den Flugkünsten der Geier an den Berghängen mitgebracht (danke an Karsten für die Bilder):

Eine dritte Gruppe hat die Gelegenheit genutzt und ist nach Logrono ins Ebro-Tal aufgebrochen – der Hauptstadt der Rioja-Gegend… 🙂 Schon die Fahrt hin und zurück führte durch eine beeindrückende Gegend mit tiefen Schluchten und grünen Hängen

Gespannt bin ich noch darauf, wie die anderen Teamgruppen diesen unfreiwilligen Ruhetag genutzt haben!

Ganz klar wäre aber heute kein ordentlicher Wertungstag zustande gekommen, die Labilität war leider viel zu groß, insofern ging die zeitige Entscheidung der Wettbewerbsleitung voll in Ordnung. Sehr amüsiert hat uns ein Posting von Thomas Schaich zum heutigen Tag um 09:45 Uhr:

Wo sind wir wohl?

Wer es also bis jetzt noch nicht wusste, in welcher Gegend Spaniens wir uns gerade befinden, wird hier also direkt mit der Nase drauf gestoßen 😉

Mal sehen, ob sich bis morgen noch eine Wetterberuhigung einstellt, wenn es einen 2.Wertungstag geben würde, wäre schon schön 😉

Nachtrag: Andere waren an dem Tag in der Gegend um Soria unterwegs, davon hat mir Volker Lehmann noch 2 nette Bilder nachgereicht:

Der erste Tag

Der 1.Tag

Ein paar Impressionen vom Grid:

Erst einmal das positive vorneweg: Alle sind gut nach Hause gekommen, wenn ich mich aber so umgehört hatte, haderten allerdings die meisten doch leider mit ihrer Geschwindigkeit… Die Wertung ist zur Zeit (02.07., 21:00 Uhr) noch nicht überzubewerten: Irgendwo scheint die Dateizuordnung bis jetzt nicht richtig geklappt zu haben (z.B. Sabrina?), bei der Clubklasse fehlt immer noch die offizielle Indexliste (deshalb alle noch auf 0 Punkte) und, und, und.
Man konnte heute offensichtlich schon richtig Gas geben – aber es ging auch ganz schnell, dass man mal daneben greift…

Abendliche Auswertung in den Teams:

Etwas Unsicherheit bestand auch bezüglich des heranziehenden Unwetters: